Trixie-Wetten in der Schweiz: vier Wetten aus drei Tipps

Updated Oktober 2026
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Drei Bleistifte liegen parallel nebeneinander auf einem aufgeschlagenen leeren Notizblock auf einem Holztisch.

Vier Wetten, ein Wettschein, ein Vielfaches des Einsatzes — die Trixie sieht harmloser aus, als sie ist. Drei Auswahlen werden zu drei Zweier-Kombinationen und einer Dreier-Kombination verrechnet; der Einsatz steht damit viermal auf dem Spiel, obwohl nur drei Spiele angepfiffen werden. Wer das einmal verstanden hat, sieht jede Systemwette mit anderen Augen. Wer es überspringt, wundert sich später über die Abbuchung.

Die Trixie besteht aus drei Tipps: Gespielt werden die drei Zweier-Kombinationen und zusätzlich die Dreier-Kombination, insgesamt also 4 Wetten.

Für die Schweiz kommt die Eigenheit dazu, dass die Auswahl an Veranstaltern eine kurze ist: Sportwetten sind ein Grossspiel, und die Kantone haben dessen Veranstaltung auf zwei Anbieter begrenzt. Ob eine Trixie überhaupt im Programm steht, entscheidet sich also nicht an der App, die man gerade offen hat, sondern am eigenen Wohnort.

Datenstand: Oktober 29, 2026; die Bewilligungs- und Aufsichtsangaben wurden gegen die Gespa und die Bedingungen der beiden konzessionierten Veranstalter geprüft.

Verlustlimiten und Spielsperre: was vor jeder Systemwette steht

Die Reihenfolge überrascht viele: Bei Sporttip setzen Spielende ihre Verlustlimiten, bevor sie erstmals an einer Wette teilnehmen. Nicht danach, nicht optional im Nachhinein, sondern als Bedingung des ersten Wettscheins. Wer sich in der App anmeldet und nach der Limite sucht, findet sie nicht als Komfortfunktion, sondern als Türklinke.

Warum die Trixie das Limit schneller ausreizt als eine Einzelwette

Eine Verlustlimite ist ein Betrag an Geld, nicht eine Anzahl an Wettscheinen. Genau darin liegt die Falle bei Mehrfachwetten. Eine Trixie mit CHF 10 pro Teilwette bindet CHF 40 in einer einzigen Platzierung; das Verlustlimit ist nach dem vierten solchen Schein erreicht, obwohl man erst vier Spiele getippt hat. Der Kopf zählt Wettscheine, das Limit zählt Franken. Bei Swisslos können Limiten für 1, 7 und 30 Tage gesetzt werden, mit einer Oberlimite von CHF 9’999 und, für alle unter 21 Jahren, von CHF 1’000. Nach unten wirkt eine Anpassung sofort, nach oben erst nach 72 Stunden. Diese 72 Stunden sind der eigentliche Mechanismus: Sie sind lang genug, dass ein Verlustabend nicht mehr in dieselbe Nacht verlängert werden kann. Zusätzlich lässt sich eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage hinterlegen — ein zweiter Riegel, der auf das Konto und nicht auf den einzelnen Wettschein zielt.

Wer in einem Monat CHF 200 einsetzen will, hat aus dieser Regel eine konkrete Rechnung: Bei CHF 1 pro Teilwette sind das 50 Trixies, bei CHF 5 pro Teilwette nur noch 10. Zwischen diesen beiden Zahlen liegt die ganze Entscheidung darüber, ob eine Systemwette zum Spielverhalten passt oder nur zum Wunsch nach einem grossen Schein.

Sperre, Register und die Grenzen des Verkaufsstellenschutzes

Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, und während einer laufenden Frist wird sie nicht aufgehoben. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und wirkt auch für Casinos einschliesslich deren Online-Angebote sowie im Fürstentum Liechtenstein. Diese eine Eintragung deckt mehr ab als das Sportwettenkonto — wer hier sperrt, sperrt weiter als einen Bildschirm.

Ein Punkt gehört daneben, weil er der bequemen Erzählung widerspricht. Bei Gespa-Testkäufen des Jahres 2025 wurde an Verkaufsstellen in 47.5 % von 200 Fällen eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft. Ein Kontrollsystem, das in fast der Hälfte der geprüften Fälle durchgeht, ist keine Zusage. Wer eine Sperre für sich selbst oder für jemanden im Haushalt braucht, verlässt sich auf das Register und nicht auf das Urteil einer Person hinter einem Verkaufstresen.

Wettmärkte und Aufbau: welche Tipps eine Trixie tragen

Die Trixie zählt zu den Full-Cover-Wetten: Alle möglichen Mehrfachwetten über eine festgelegte Anzahl von Auswahlen werden gespielt, und bei der Trixie sind das drei Auswahlen. Daraus ergibt sich ihr Gerippe ohne Rechenkunst — drei Zweier-Kombinationen und eine Dreier-Kombination.

Der Blick aufs Eishockey zeigt, wie sich die Qualität der drei Tipps verteilt. Zwei solide Favoriten und eine Aussenseiterwette sind kein ausgewogener Tippschein: Die Dreier-Kombination lebt von allen drei, die drei Zweier nur von je zwei. Ein einziger Ausreisser reisst die Hälfte der Struktur mit, während die übrigen Teilwetten weiterlaufen. Genau deshalb sind drei Auswahlen mit ähnlicher Trefferwahrscheinlichkeit etwas anderes als eine sichere und zwei hohe Quoten — was der Leser hier als Wahl trifft, ist eine Entscheidung über die Verteilung des Risikos, nicht über die Menge der Wetten.

Welche Märkte sich für drei Zweier-Kombinationen eignen

Nicht jeder Markt passt zu einer Struktur, die aus vier Teilwetten besteht. Ein Markt mit drei möglichen Ausgängen — Sieg, Remis, Niederlage — gibt pro Partie nur ein gutes Drittel Trefferwahrscheinlichkeit im Durchschnitt; drei davon in einer Trixie zu stapeln, heisst drei Mal dieselbe Unsicherheit zu kaufen. Zwei-Wege-Märkte sind das ruhigere Material: Handicaps, Über/Unter-Linien, Duelle zwischen zwei Spielern. Wer drei Spiele in drei verschiedenen Ligen wählt, streut zusätzlich, ohne dass die Einsätze kleiner werden.

Die Schweizer Besonderheit liegt nicht im Markt, sondern im Katalog. Die Gespa führt eine abschliessende Liste der bewilligten Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten. Qualifikationsrunden stehen nur dann darin, wenn sie aufgeführt sind, Frauenwettbewerbe ebenso, Ranglistenwetten nur, wenn die Rangliste über den Einzug in einen internationalen Wettbewerb oder über das Podest entscheidet. Wetten auf Trainingsläufe fehlen, Corner- und Kartenmärkte fehlen, eine Esport-Sektion fehlt. Von aussen betrachtet sieht das nach einem Angebot unter vielen aus. Von innen betrachtet ist es eine geschlossene Liste, die ein Trixie-Bauer vor der Wahl seiner drei Tipps zur Kenntnis nehmen sollte, weil er sonst unter Umständen in Märkten plant, die es gar nicht gibt.

Der Trixie-Wette-Rechner und die Marge im Schein

Die Kombinationsquote ist das Produkt der Einzelquoten. Aus 1.50, 2.00 und 2.50 ergeben sich für die Dreier-Kombination 7.50 sowie für die drei Zweier-Kombinationen 3.00, 5.00 und 3.75 bei einem Einsatz von CHF 1 pro Linie. Diese vier Zahlen sind das Gerippe jeder Trixie.

Die Marge sitzt dabei in jedem Faktor, nicht nur in der Summe. Der Quotenschlüssel eines Marktes gibt an, welchen Anteil aller Einsätze dieser eine Markt zurückzahlt — er lässt sich als 1 geteilt durch die Summe der Kehrwerte aller Quoten des Marktes lesen, und die Marge ist 100 % minus dieses Anteils. Bei einer Trixie wird dieser Abschlag nicht einmal, sondern mit jeder Kombination vervielfacht: Zwei Zweier tragen zwei Margen, die Dreier trägt drei. Was die Verdoppelung der Teilwetten nach oben verspricht, wird nach unten von derselben Mechanik begleitet, und keine Gewinntabelle macht das sichtbar.

Verlust, Treffer und Grenzen: was bei zwei von drei Tipps passiert

Zwei von drei Tipps treffen. Für den Tippenden fühlt sich das nach einem erfolgreichen Wettschein an, für die Trixie ist es die Minimalausbeute: Es gewinnt genau eine der vier Teilwetten, nämlich die Zweier-Kombination aus den beiden getroffenen Auswahlen. Die beiden anderen Zweier verlieren, die Dreier verliert ebenfalls, weil sie den dritten Tipp braucht. Das heisst: Von drei richtigen Voraussagen bleibt eine übrig — die Trixie bezahlt in diesem Fall weniger als die Kombiwette aus denselben zwei Tipps, weil deren Einsatz schlicht das Gewicht der einen Linie hat. Ein Trostpreis also, kein Teilerfolg.

Treffen alle drei, zahlen alle vier Linien, und die Struktur ist aufgegangen. Treffen zwei richtige und ein falscher, trägt der hohe Quote der beiden richtigen die verbleibende Linie allein. Dass die Trixie üblicherweise als Instrument für drei Favoriten beschrieben wird, hat hier seinen Grund: Die volle Auszahlung braucht alle drei.

Die Absicherung, die in Wettbeschreibungen gern angeführt wird, ist eine Teilabsicherung. Bei zwei Treffern verliert man nicht alles — aber ausserhalb der einen gewonnenen Kombination auch den Rest. Wer glaubt, die Trixie mache aus zwei Treffern einen guten Schein, hat den Aufbau nicht zu Ende gedacht.

Wann Cash-Out den Einsatz nicht rettet

Sporttip bietet Cash-Out für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten an, vor Spielbeginn und live, aber ausschliesslich bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführter Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht.

Der Auszahlungsbetrag ist tiefer als der mögliche Gewinn ohne vorzeitigen Ausstieg, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden. Wer eine laufende Trixie mit zwei von drei Tipps vorne sieht, verkauft also einen Teil des Erwartungswerts gegen Sicherheit — und dies zu einem Kurs, den nicht der Markt, sondern der Veranstalter festlegt.

Der Gesamteinsatz als eigentliche Entscheidung

Vier Wetten aus einem Tippschein bedeuten vier Einsätze. Bei Swisslos liegt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten bei CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette bei CHF 1’000 und für eine Systemwette bei CHF 10’000. Swisslos kann diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern; eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Die Limiten sind also eine Momentaufnahme des Wettscheins und keine Konstante, auf die ein Systembetrieb planbar aufbaut.

Bei Jouez Sport beginnt der Online-Mindesteinsatz bei CHF 2, in den Verkaufsstellen bei CHF 3, für Multiples bei CHF 2; der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten liegt bei CHF 500, und ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten. Wer also eine Trixie mit hohen Einzelbeträgen plant, stösst bei Jouez Sport schneller an ein Scheindach als bei Sporttip — und bei beiden Anbietern ist die Limite nicht der schlechte Ruf des Anbieters, sondern eine Zahl in den Teilnahmebedingungen.

Die Rechnung, die davor gehört, ist banal und wird trotzdem übersprungen: CHF 2 pro Teilwette sind CHF 8 pro Trixie. Zwanzig solcher Scheine im Monat binden CHF 160. Bei drei Auswahlen mit mittleren Quoten ist der wahrscheinlichste Ausgang nicht die volle Auszahlung, sondern eine einzelne gewonnene Zweier-Kombination — und die trägt selten mehr als einen Teil dieses Monatsbudgets zurück.

Der Vergleich: wo Systemwetten in der Schweiz überhaupt möglich sind

Die Auswahl an Veranstaltern für eine Trixie in der Schweiz ist keine Geschmacksfrage unter vielen Anbietern. Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter von Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt. Wer eine Trixie bei einem Anbieter ausserhalb dieser beiden spielt, spielt nicht bei einem dritten konzessionierten Veranstalter, sondern auf einer Website ohne Schweizer Bewilligung — und das ist keine Feinheit im Kleingedruckten, sondern der Unterschied zwischen Schweizer Aufsicht und einem Vertrag mit einem Unternehmen, das hier nichts schuldet.

Ausländische Marken werden in dieser Übersicht mitgeführt, weil Schweizer Spielende ihnen begegnen und weil derselbe Massstab auch für sie gilt. Jede davon trägt den Vermerk «ohne Schweizer Bewilligung». Ein ausländisches Zertifikat, gleich aus welchem Land, hat in der Schweiz keine Geltung.

Brand Schweizer Bewilligung Veranstalterin oder berichtete Bewilligung
Swisslos Sporttip Veranstalter- und Spielbewilligung für ein Grossspiel (BGS, SR 935.51) Swisslos, Sitz Basel; Aufsicht Gespa
Loterie Romande Jouez Sport Veranstalter- und Spielbewilligung für ein Grossspiel (BGS, SR 935.51) Loterie Romande, Lausanne; Aufsicht Gespa
Cloudbet keine Schweizer Bewilligung berichtete Bewilligung ohne Geltung in der Schweiz
Rollbit keine Schweizer Bewilligung berichtete Bewilligung ohne Geltung in der Schweiz
Sportaza keine Schweizer Bewilligung berichtete Bewilligung ohne Geltung in der Schweiz
22Bet keine Schweizer Bewilligung berichtete Bewilligung ohne Geltung in der Schweiz
HornetBet keine Schweizer Bewilligung berichtete Bewilligung ohne Geltung in der Schweiz
BDMBet keine Schweizer Bewilligung berichtete Bewilligung ohne Geltung in der Schweiz
20Bet keine Schweizer Bewilligung berichtete Bewilligung ohne Geltung in der Schweiz
Betify keine Schweizer Bewilligung berichtete Bewilligung ohne Geltung in der Schweiz

Die Spalte mit den ausländischen Bewilligungen bleibt absichtlich leer im Sinne einer belastbaren Angabe: Eine Bewilligung, die in der Schweiz nichts bewirkt, ist für die Entscheidung des Lesers kein Wert, sondern eine Zahl ohne Deckung. Was zählt, ist die Differenz in der ersten Spalte — zwei Zeilen mit Schweizer Bewilligung, acht ohne.

Was die zwei Bewilligungen in der Praxis bedeuten

Ein Bewilligungsinhaber in der Schweiz braucht zwei Bewilligungen: eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung. Wer nur eine davon hat, darf nicht veranstalten. Wer sie hat, darf nur innerhalb des Gebiets tätig werden, das ihm zugewiesen ist.

Für den Leser heisst das: Ein Online-Konto ist bei beiden Anbietern nur für Personen möglich, die im jeweiligen Gebiet wohnen. Wer in Zürich wohnt und das Westschweizer Programm prüfen will, stösst an eine Grenze, die nichts mit Technik zu tun hat. Und wer innerhalb des Gebiets wohnt, hat bei Problemen eine Schweizer Aufsicht und nicht nur ein Kontaktformular.

Was die acht Zeilen ohne Bewilligung für den Leser bedeuten

Bei den ausländischen Marken fehlt jede Anbindung an das Schweizer Spielsystem. Sie sind nicht mit dem Sperrregister verbunden, es gibt keine Schweizer Aufsicht und keinen Schweizer Rechtsweg. Dazu kommt die Zugangssperre: Die Gespa veröffentlicht eine Sperrliste ausländischer Domains, die Schweizer Telekommunikationsanbieter per DNS blockieren. Domains werden dabei innerhalb von Stunden ersetzt, und die Liste wächst entsprechend nach.

Was das für einen Trixie-Spieler konkret heisst, ist unspektakulär und wichtig: Ein Konto, das morgen nicht mehr erreichbar ist, ist keine Abrechnungsstelle für offene Wetten. Wer die Struktur einer Systemwette schätzt, aber die Erreichbarkeit der Gegenseite nicht in seine Rechnung nimmt, hat eine Variable ausgelassen.

Die Grundlagen: Einzelwette, Kombiwette, Trixie und Patent im Vergleich

Die Trixie steht zwischen zwei einfacheren Scheinen und einem grösseren. Wer den Unterschied einmal in Einsätzen ausdrückt, versteht ihn dauerhaft — Minutenqualität hin oder her.

Ein Eishockeypuck und ein Schläger liegen auf einer glänzenden Eisfläche, im Hintergrund verschwimmen leere Banden.
Das Patent besteht ebenfalls aus drei Tipps, umfasst aber drei Zweier-Kombinationen, eine Dreier-Kombination und drei Einzelwetten, insgesamt also 7 Wetten.

Eine Einzelwette ist ein Tipp, ein Einsatz, ein Ausgang. Eine Kombiwette ist ein Schein aus zwei bis zehn Voraussagen; alle müssen zutreffen, und die Gesamtquote ist das Produkt der Einzelquoten. Eine Trixie ist eine Systemwette über drei Auswahlen mit vier Wetten. Ein Patent ist eine Systemwette über drei Auswahlen mit sieben Wetten. Diese vier Begriffe decken praktisch alles ab, was auf einem Schweizer Wettschein angebaut werden kann, und der Unterschied zwischen den letzten beiden ist der teuerste im ganzen Katalog.

Der Name Trixie führt dabei in die Irre, wenn man ihn als Spielart versteht. Es ist keine besondere Wette, sondern eine abzählbare Menge von Kombinationen: alle Zweier und die Dreier. Wer drei Auswahlen hat, kann nicht mehr und nicht weniger daraus bauen.

Vier Wetten und sieben Wetten: wo der Frankenunterschied liegt

Beim Patent kommen drei Einzelwetten hinzu. Wer die Rechnung dahinter nachvollzieht, merkt schnell, dass der Schein damit nicht nur mehr Linien, sondern auch eine andere Funktion hat: Bei einem einzigen Treffer zahlt das Patent bereits eine Einzelwette aus, während die Trixie in diesem Fall leer ausgeht. Für diesen Vorteil bezahlt man 75 % mehr Einsatz.

Die beiden Konstruktionen gehören also zu zwei verschiedenen Spielertypen und nicht zu zwei Geschmacksrichtungen. Wer einen der drei Tipps für wackelig hält, aber den Tipp trotzdem setzen will, findet im Patent das Instrument, das den einen Treffer nicht wegwirft. Wer drei Auswahlen mit vergleichbarer Sicherheit gefunden hat, bezahlt beim Patent drei Einzelwetten, die er nicht braucht.

Konstruktion Auswahlen Teilwetten beim Einsatz von CHF 1 pro Linie Gesamteinsatz
Einzelwette 1 1 CHF 1
Kombiwette 2 1 CHF 1
Trixie 3 3 Zweier + 1 Dreier CHF 4
Patent 3 3 Zweier + 1 Dreier + 3 Einzel CHF 7

Der Sprung von vier auf sieben ist mehr als ein Zusatz: Bei einem Treffer von drei bleibt er der einzige Auszahlungsweg, während die Trixie in derselben Situation drei der vier Linien verliert.

Wann zwei Kombinationen und wann sieben Linien passen

Der Aufbau der Trixie belohnt ein bestimmtes Verhalten und bestraft ein anderes. Sie belohnt drei Tipps, die man alle für tragfähig hält, mit einer Auszahlung über vier Linien. Sie bestraft einen Ausreisser, weil dieser drei der vier Linien mitnimmt. Ein Tipp, bei dem man selbst unsicher ist, gehört in diese Konstruktion nur, wenn die Quote den Zweifel bezahlt.

Beim Patent ist es umgekehrt. Es verzeiht genau einen Fehler, kostet dafür aber 75 % mehr Einsatz. Diese drei zusätzlichen Einzelwetten sind ein Versicherungsbeitrag, und wie jede Versicherung muss man sich fragen, ob der Schaden, den sie deckt, häufig genug eintritt. Bei drei Auswahlen mit je zwei Dritteln Trefferwahrscheinlichkeit tritt der Fall «genau ein Treffer» oft ein — aber der Beitrag dafür wird nicht vom Veranstalter getragen, sondern vom Tippenden.

Der Kombiboost bei Sporttip verändert diese Abwägung nicht, macht sie aber sichtbar. Er gilt nur online für Prematch-, Live- und Systemwetten und verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50; der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn solchen Voraussagen, wobei Einsatz und Gewinnerhöhung limitiert sind. Eine drei Tipps umfassende Trixie erreicht diese Schwelle nicht. Wer den Boost will, braucht mehr Auswahlen — und verzichtet damit auf einen Teil des Instrumentariums, das drei Tipps ausmacht.

Rechtslage: Bewilligung, Katalog und was ohne Schweizer Sitz gilt

Sportwetten sind in der Schweiz ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51), das am 1. Januar 2019 in Kraft getreten ist. Die Aufsicht führt die Gespa, die Interkantonale Geldspielaufsicht mit Sitz in Bern; das Geldspielkonkordat ist seit dem 1. Januar 2021 in Kraft. Nicht zuständig ist die ESBK, die nur Casinos beaufsichtigt. Diese Zuständigkeit ist im Alltag selten relevant und im Streitfall entscheidend.

Ein Volleyballnetz steht an einem Seeufer in der Abenddämmerung, der Sand ist leer und das Wasser glatt.
Swisslos hat ihren Sitz in Basel und veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung vom 20. Mai 2019.

Wer veranstalten will, braucht zwei Bewilligungen: eine Veranstalterbewilligung und eine Bewilligung pro Spiel. Und die Bewilligung gilt nur in der Schweiz — ein Umstand, der ausländische Zertifikate nicht abwertet, sondern schlicht ausserhalb des hiesigen Rechtsrahmens stellt.

Sporttip, Jouez Sport und zwei getrennte Gebiete

Swisslos mit dem Produkt Sporttip veranstaltet im Gebiet der Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie im Kanton Tessin und im Fürstentum Liechtenstein; zusammen bilden sie das Swisslos-Vertragsgebiet. Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura; sie nennt als Kontaktadresse die Avenue de Provence 14 in 1001 Lausanne und zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz sowie 221 Mitarbeitende.

Swisslos ist als Genossenschaft mit Sitz in Basel organisiert und veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019. Sporttip ist dabei nur ein Teil des Angebots; die Genossenschaft steht dahinter, das Produkt davor.

Für Leserinnen und Leser ausserhalb der beiden Gebiete folgt daraus eine unangenehme Klarheit: Es gibt keine dritte konzessionierte Adresse, bei der man ausweichen könnte. Die Beschränkung liegt nicht am Anbieter, sondern an der kantonalen Ordnung.

Der bewilligte Wettschein: Sportarten, Wettarten und Livewetten

Was überhaupt gespielt werden darf, steht in einer geschlossenen Liste: der Gespa-Liste der bewilligten Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten. Nur Sportveranstaltungen sind zulässig — Wetten auf Wetter, Politik oder Fernsehsendungen sind es nicht. Qualifikationsrunden stehen nur in der Liste, wenn sie dort aufgeführt sind, Frauenwettbewerbe nur, wenn sie aufgeführt sind, Ranglistenwetten nur, wenn die Rangliste über den Einzug in einen internationalen Wettbewerb oder das Podest entscheidet. Trainingsläufe kommen nicht vor. Corner- und Kartenmärkte fehlen, eine Esport-Sektion ebenfalls. Veranstaltungen, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind ausgeschlossen.

Livewetten sind erlaubt, vor Spielbeginn und live, wo der Veranstalter eine entsprechende Entscheidung hat; das Gesetz beschränkt sie nicht auf bestimmte Live-Märkte. Bei Sporttip gilt eine Livewette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird; Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00, und in spielentscheidenden Situationen, etwa bei einem Elfmeter, einer roten Karte oder einem Videoschiedsrichter-Entscheid, kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Für den Systemspieler ist das eine Randnotiz mit Gewicht: Eine Linie, die mit 1.00 in die Kombination geht, stützt den Tippschein nicht, sie neutralisiert ihn nur.

Der Umgang mit abhängigen Ereignissen auf einem Schein

Ein Punkt der Teilnahmebedingungen, der jede Trixie mit Auswahlen aus demselben Spiel trifft: Voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung werden bei Sporttip nur über die Bet-Builder-Funktion kombiniert. Nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten — was für ein System mit vier Linien bedeutet, dass nicht eine Linie, sondern der ganze Aufbau wegfällt. Wer drei Tipps aus drei verschiedenen Partien wählt, umgeht die Frage vollständig. Wer sie aus einer Partie baut, sollte wissen, dass der Schein dann an einer Funktion hängt und nicht an der Auswahl der Tipps.

Zu den drei Statusangaben der konzessionierten Anbieter

Alle drei Statusangaben zu den konzessionierten Veranstaltern wurden gegen die Gespa und die Bedingungen der beiden überprüft: die Veranstalterbewilligung der Swisslos, die Veranstalterbewilligung der Loterie Romande und die Aufsichtszuständigkeit der Gespa. Für die acht Marken ohne Schweizer Bewilligung sagt eine solche Prüfung nichts aus, weil es dort nichts zu prüfen gibt — eine ausländische Bewilligung entfaltet nach dem Gesetz in der Schweiz keine Wirkung.

Die zehn Anbieter im Vergleich

Die Reihenfolge dieser Übersicht beginnt bei den beiden Veranstaltern, die hier veranstalten dürfen, und führt danach die Marken ohne Schweizer Bewilligung, die Schweizer Spielende antreffen. Beide Gruppen sind nach denselben Kriterien beschrieben: Bewilligungsstatus, Einsatzgrenzen, Auszahlungsweg und Spielerschutzwerkzeuge. Wer die Gruppen gedanklich vermischt, verliert den wichtigsten Unterschied der ganzen Seite.

1. Swisslos Sporttip: der Veranstalter mit dem höchsten Systemeinsatz

Sporttip ist eines der beiden Produkte, die in der Schweiz Sportwetten veranstalten dürfen, und es ist der Anbieter mit der grosszügigsten Einsatzobergrenze für Systemwetten überhaupt. Der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten liegt bei CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette bei CHF 1’000, für eine Systemwette bei CHF 10’000. Diese CHF 10’000 sind die Zahl, die eine Trixie in grossem Stil erst möglich macht; bei Jouez Sport ist der Scheinrahmen ein anderer. Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen.

Bei der Auszahlung gibt es einen Punkt, der Geld kostet und selten gelesen wird: Spielguthaben wird innerhalb von 365 Tagen zweimal gratis auf ein auf den eigenen Namen lautendes Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto ausgezahlt; ab der dritten Auszahlung kann eine Kommission von 3 % belastet werden, die Überweisung erfolgt innert 5 bis 10 Arbeitstagen, und Gratisspielguthaben aus Promotionen ist nicht auszahlbar. Wer seinen Sporttip-Gewinn in kleinen Tranchen abhebt, zahlt also für die Bequemlichkeit.

Für den Systemspieler sind zwei weitere Bedingungen wichtiger als jede Bonuszeile. Abgesagte Wetten: Wird ein Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn, oder im Rahmen eines Turniers, nachgeholt, ist die Wette ungültig — Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationswetten erhält die Voraussage Quote 1.00. Das ist für eine Trixie besser als ein Totalverlust, aber schlechter als eine lebende Linie. Und der Gewinnbetrag ergibt sich aus Einsatz mal Quote, bei Kombinationen mal Gesamtquote als Produkt der Einzelquoten; aufgerundet wird zuerst auf zwei Nachkommastellen, danach auf 5 Rappen genau abgerundet. Diese zweite Rundung ist keine Nebensache, wenn vier Linien zusammenkommen.

Über die Bewilligung, die Einsatz- und Auszahlungsbedingungen und die Spielerschutzwerkzeuge hinaus ist das Produkt eines der beiden, die Schweizer Spielende überhaupt wählen können, wenn sie eine konzessionierte Adresse wollen. Wer im Vertragsgebiet wohnt und eine Trixie mit vierstelligen Einsätzen plant, findet hier die Obergrenze, die ihm dafür zur Verfügung steht.

2. Loterie Romande Jouez Sport: der Westschweizer Weg mit tieferen Grenzen

Jouez Sport ist das Westschweizer Gegenstück, und die Einsatzstruktur ist eine andere. Online beträgt der Mindesteinsatz CHF 2, in den Verkaufsstellen CHF 3, für Multiples CHF 2; der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten liegt bei CHF 500, und ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten. Wer aus dem Swisslos-Gebiet kommt und die Obergrenzen vergleicht, sieht hier ein Fünftel des Einzelbetrags — eine Folge der kantonalen Ausgestaltung und kein Versehen in den Regeln.

Nach oben gibt es bei Jouez Sport ausdrücklich eine Gewinngrenze: Der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette beträgt CHF 300’000, für alle Gewinne eines Multiples zusammen CHF 1’000’000. Eine Kombiwette umfasst 2 bis 10 Voraussagen, und die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombi muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen. Diese Obergrenze der Quote ist bei einer Trixie kaum erreichbar, aber sie erklärt, warum extreme Konstruktionen aus vielen Aussenseitern hier keine Heimat haben.

In der Westschweiz ist der Verkaufsstellenvertrieb ein Betriebsfaktor: 2’350 Verkaufsstellen und 221 Mitarbeitende stehen hinter dem Produkt. Das erklärt die abweichenden Mindestbeträge zwischen Online und Tresen ohne jedes Geheimnis — eine Person, die einen Wettschein aufnimmt, kostet mehr als eine Bestätigung in der App.

Wer in Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf oder Jura wohnt und eine Trixie mit überschaubarem Einsatz spielt, hat hier alles, was er braucht. Wer vierstellige Einzelbeträge einsetzen möchte, stösst an eine Kante, die dieser Veranstalter bewusst eingezogen hat.

3. Cloudbet: ohne Schweizer Bewilligung

Cloudbet gehört zur Gruppe der Marken, die in der Schweiz keine Bewilligung haben. Nur Swisslos und die Loterie Romande dürfen hier Sportwetten veranstalten. Eine berichtete Bewilligung entfaltet nach dem Gesetz in der Schweiz keine Wirkung, und es gibt keine Verbindung zum Schweizer Sperrregister und keinen Schweizer Rechtsweg. Domains solcher Anbieter können auf die Gespa-Sperrliste gesetzt und von Schweizer Telekommunikationsanbietern per DNS blockiert werden.

Für eine Trixie heisst das: Der Aufbau der Wette ist überall derselbe, die Gegenseite ist es nicht. Wer hier spielt, spielt auf der Grundlage ausländischer Geschäftsbedingungen und ohne die Werkzeuge, die das Schweizer System vorsieht.

4. Rollbit: ohne Schweizer Bewilligung

Bei Rollbit liegen die Dinge gleich: keine Schweizer Bewilligung, keine Anbindung an das Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, und die Domain kann auf die Sperrliste kommen. Eine Bewilligung aus einem anderen Land ändert daran nichts, weil sie in der Schweiz nicht gilt.

Interessant ist diese Zeile für einen bestimmten Lesertyp: Wer ein ausländisches Konto aus früheren Jahren führt, findet dort womöglich ein Wettprogramm mit mehr Märkten als der Schweizer Katalog. Der Preis dafür ist die fehlende Deckung — und bei einer Systemwette ist das kein theoretisches Risiko, weil vier Linien auf ein Konto verweisen, das morgen nicht mehr erreichbar sein kann.

5. Sportaza: ohne Schweizer Bewilligung

Sportaza steht in derselben Gruppe. Kein Schweizer Veranstalterstatus, keine Schweizer Aufsicht, kein Schweizer Rechtsweg, keine Verbindung zum Sperrregister; die Sperrliste kann den Zugang schliessen. Nach denselben Kriterien bewertet wie die konzessionierten Anbieter, fällt die entscheidende Zeile leer aus.

Wer vergleicht, sollte bei solchen Namen eine Frage stellen, die sich aus den Bedingungen selbst nicht beantworten lässt: An welche Stelle wendet man sich, wenn eine gewonnene Kombination nicht ausgezahlt wird? Bei den beiden konzessionierten Veranstaltern gibt es darauf eine Antwort. Hier gibt es keine.

6. 22Bet: ohne Schweizer Bewilligung

22Bet trägt denselben Status und damit dieselben Folgen: keine Schweizer Bewilligung, kein Schweizer Rechtsweg, keine Anbindung an das Sperrregister, keine Geltung einer ausländischen Bewilligung in der Schweiz, möglicher Eintrag auf der Sperrliste.

Für Schweizer Spielende bleibt die praktische Bedeutung dieselbe wie bei den vorigen Namen: Ein Spielsystem lässt sich überall zusammenklicken, der Unterschied liegt in der Frage, welches Recht auf die Auszahlung anwendbar ist.

7. HornetBet: ohne Schweizer Bewilligung

HornetBet ist eine weitere Marke ohne Schweizer Bewilligung. Die Bewertung nach denselben Kriterien führt zum gleichen Befund wie bei 22Bet und Rollbit: kein Schweizer Veranstalterstatus, keine Verbindung zum Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, und die Domain kann blockiert werden.

Bei Namen wie diesem lohnt der zweite Blick auf die Verpackung: Marken ohne Schweizer Zulassung treten mitunter mit dem Vokabular von Konzessionierten auf. Die Bewilligungsspalte entscheidet, nicht die Gestaltung der Startseite.

8. BDMBet: ohne Schweizer Bewilligung

BDMBet gehört zur selben Gruppe. Keine Schweizer Bewilligung, kein Schweizer Rechtsweg, keine Anbindung an das Sperrregister; eine ausländische Bewilligung hat hier keine Geltung, und die Domain kann auf der Sperrliste erscheinen und blockiert werden.

Die Verbindung zu einer Trixie ist auch hier nur formal: Der Aufbau aus drei Zweiern und einem Dreier ist reine Kombinatorik und funktioniert überall, wo Kombiwetten angenommen werden. Die Frage ist nicht, ob die Rechnung stimmt, sondern wer sie schuldet.

9. 20Bet: ohne Schweizer Bewilligung

20Bet steht ebenfalls ohne Schweizer Bewilligung in der Liste. Es gilt, was für die übrigen ausländischen Marken gilt: kein Schweizer Veranstalterstatus, keine Schweizer Aufsicht, kein Schweizer Rechtsweg, keine Anbindung an das Sperrregister, mögliche Blockierung per DNS.

Wer die beiden Gruppen nebeneinanderlegt, sieht, dass die Zahl der Marken gross und die Zahl der Veranstalter klein ist. Der Vergleich liefert deshalb kein Ranking mit zehn Plätzen, sondern eine Zweiteilung.

10. Betify: ohne Schweizer Bewilligung

Betify schliesst die Liste mit demselben Status ab: keine Schweizer Bewilligung, keine Verbindung zum Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, und die Domain kann auf die Sperrliste gesetzt werden.

Für den Leser, der bis hierher gelesen hat, ist die Schlussfolgerung keine Geschmacksfrage mehr: Zwei Marken veranstalten in der Schweiz, acht sind Referenzpunkte. Diese acht sind nicht deshalb aufgeführt, weil sie empfehlenswert wären, sondern weil sie real sind — und weil eine Seite, die nur die zwei konzessionierten Anbieter nennt, den Lesern verschweigt, welche Namen ihnen tatsächlich begegnen.

Was eine Trixie wirklich einsetzt: ein Rechenbeispiel

Die folgenden Zahlen sind ein Rechenbeispiel und kein Angebot. Angenommen werden drei Auswahlen mit den Quoten 1.50, 2.00 und 2.50 und ein Einsatz von CHF 1 pro Linie, also vier Linien und CHF 4 Gesamteinsatz.

Zwei Zweier-Kombinationen und eine einzelne Zweier-Kombination ergeben die Quoten 3.00 aus 1.50 und 2.00, 5.00 aus 2.00 und 2.50 sowie 3.75 aus 1.50 und 2.50. Die Dreier-Kombination aus allen drei Auswahlen multipliziert sich zu 7.50.

Treffen alle drei Tipps, zahlt jede Linie mit Quote 1.00 beziehungsweise ihren eigenen Faktoren aus. Bei diesem Aufbau liegen die Rückzahlungen bei CHF 3.00, 5.00 und 3.75 für die Zweier und bei CHF 7.50 für die Dreier, zusammen also CHF 19.25 bei einem Einsatz von CHF 4. Das ist ein Bruttogewinn vor der Marge, die in jedem einzelnen Faktor schon eingerechnet ist.

Treffen nur zwei Tipps, zahlt genau eine Zweier-Kombination. Bei zwei richtigen Auswahlen mit den Quoten 1.50 und 2.50 ergibt sich eine Rückzahlung von CHF 3.75 bei einem Einsatz von CHF 4 — weniger als der Gesamteinsatz des Scheins. Der Erlös aus dem einen erfolgreichen Zweier kann also tiefer liegen als die Summe, die für den Schein vom Konto abging. Diese Feststellung ist der Kern des ganzen Instrumentariums, und sie bleibt auch bei günstigeren Quoten bestehen, solange die getroffenen Auswahlen nicht die mit den höchsten Quoten sind.

Bei einem einzigen Treffer zahlt nichts. Alle vier Linien brauchen mindestens zwei Treffer, und die Dreier verlangt alle drei. Der schlechteste Fall einer Trixie ist nicht ein verpasster Tipp, sondern der eine getroffene Tipp, der die dritte Auswahl an der Dreier-Kombination vorbei gebracht hätte.

Für die häufigste Situation, in der zwei der drei Tipps aufgehen, liegt der Rückfluss bei diesem Beispiel oft zwischen dem Betrag einer einzelnen Zweier-Kombination und der Summe des Scheins. Ob der Versuch es wert war, hängt damit an einer Kombination von drei Trefferwahrscheinlichkeiten und nicht an der Höhe des Bruttogewinns im günstigsten Fall.

Häufige Fragen zur Trixie

Was ist eine Trixie-Wette, und aus welchen Teilwetten besteht sie?

Eine Trixie ist eine Systemwette über drei Auswahlen mit vier Wetten: drei Zweier-Kombinationen und eine Dreier-Kombination. Jede Auswahl ist also in zwei Zweiern und in der Dreier enthalten. Sie zählt zu den Full-Cover-Wetten, bei denen alle möglichen Mehrfachwetten über eine festgelegte Anzahl von Auswahlen gespielt werden.

Wie funktioniert eine Trixie, wenn nur zwei der drei Tipps eintreffen?

Dann gewinnt genau eine der vier Teilwetten: die Zweier-Kombination aus den beiden getroffenen Auswahlen. Die beiden anderen Zweier verlieren, die Dreier ebenfalls, weil sie den dritten Tipp benötigt. Die Rückzahlung kann tiefer liegen als der Gesamteinsatz des Scheins, wenn die beiden getroffenen Tipps nicht die höchsten Quoten tragen.

Worin unterscheidet sich die Trixie vom Patent mit seinen sieben Wetten?

Das Patent enthält dieselben drei Zweier-Kombinationen und die Dreier-Kombination, zusätzlich aber drei Einzelwetten. Damit zahlt es schon bei einem einzigen Treffer aus, während die Trixie in diesem Fall leer ausgeht. Der Preis dieses Vorteils ist ein um 75 % höherer Gesamteinsatz bei gleichem Einsatz pro Linie.

Wie berechnet sich der Gesamteinsatz einer Trixie bei einem festen Einsatz pro Teilwette?

Man multipliziert den Einsatz pro Linie mit der Zahl der Linien, bei der Trixie also mit vier. Bei CHF 1 pro Linie sind das CHF 4, bei CHF 5 pro Linie CHF 20. Der Mindesteinsatz pro Wette richtet sich nach den Bedingungen des jeweiligen Veranstalters und wird von der Systemwette nicht umgangen.

Wird die Trixie bei Swisslos oder Loterie Romande angeboten, und wo ist das im Wettprogramm nachzulesen?

Ob eine Trixie möglich ist, zeigt das Wettprogramm des jeweiligen Veranstalters, weil der zulässige Katalog in der Gespa-Liste der bewilligten Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten steht. Nur Swisslos und die Loterie Romande veranstalten in der Schweiz; ein Online-Konto setzt einen Wohnsitz im jeweiligen Vertragsgebiet voraus.

Inhalt erstellt vom Team «handicapwettench»