Online Cricket Wetten in der Schweiz — der Weg durch Bewilligung, Formate und Limiten

Updated Oktober 2026
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Ein ovales Cricketfeld mit gemähtem Rasen und hellem Mittelstreifen am frühen Morgen, Nebel zwischen den Bäumen am Rand

Datenstand: Oktober 29, 2026. Geprüft gegen die Bewilligungs- und Veranstalterangaben der Gespa sowie die veröffentlichten Spielregeln und Teilnahmebedingungen der beiden Schweizer Veranstalter.

Im Cricket stehen sich zwei Mannschaften mit je 11 Spielern gegenüber.

Cricket ist in der Schweiz kein Sport für Menschen, die Anonymität suchen. Wer hier auf ein Test-Match setzen will, setzt bei einem Veranstalter, der seinen Namen kennt, seine Adresse kennt und seine Limiten kennt — und der auf einer Liste nachschauen muss, ob Cricket überhaupt draufsteht. Diese Liste ist der springende Punkt, und die meisten Ratgeber zu Cricket-Wetten übergehen sie, weil sie lieber über Quoten reden.

Ein Test-Match dauert bis zu fünf Tage, drei Sessions à rund zwei Stunden. Eine Wette, die fünf Tage lang offen ist, verhält sich völlig anders als ein Fussballspiel an einem Samstagabend: Die Partie kann in einen Draw laufen, ein Regenband zieht durch, und die Zielvorgabe wird mitten im zweiten Innings neu berechnet. Wer das nicht einordnen kann, liest eine Quote als Versprechen — und Quoten sind nie Versprechen, sondern Preise mit einer Marge darin.

Der Katalog des Schweizer Rechts ist eng, die Zahl der Veranstalter noch enger. Nur zwei dürfen Sportwetten anbieten: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport. Dass ein ausländischer Anbieter über Cricket berichtet, heisst nicht, dass er in der Schweiz etwas darf. Er darf es nicht.

Genau daraus entsteht die eigentliche Entscheidung dieses Themas. Es gibt nicht die Wahl zwischen zehn gleichwertigen Cricket-Buchmachern. Es gibt zwei Wege — den bewilligten mit Wohnsitzbedingung, engem Sportkatalog und vollem Schutz, und den ausländischen mit breitem Cricket-Angebot, ohne Schweizer Bewilligung und ohne Schweizer Rückgriff. Wer welchen Weg nimmt, ist die Frage, um die sich alles dreht.

Was vor dem ersten Wettschein steht: die Werkzeuge für den eigenen Einsatz

Der grösste Fehler beim Einstieg in ein Cricket-Turnier ist nicht die falsche Quote. Es ist die unbegrenzte Woche. Cricket läuft über Tage, oft über Nächte, weil die Partien in Indien, Australien oder Südafrika stattfinden — und wer ohne Limite anfängt, merkt erst nach dem vierten Zwischenstand, dass er längst mehr gesetzt hat, als er wollte. Deshalb steht dieser Punkt hier vorn und nicht am Ende: Die Schutzmechanismen sind die praktische Voraussetzung dafür, dass ein Mehrtagesereignis nicht zum Mehrtagesverlust wird.

Ein roter Lederball und ein Holzschläger liegen auf einer Rasenkante, dahinter ein unscharfer Zaun
Im Cricket stehen sich zwei Mannschaften mit je 11 Spielern gegenüber; ein Spiel hat zwei oder vier Innings, ein Over besteht aus sechs regulären Bällen.

Verlustlimiten: die Zahl vor der Wette, nicht danach

Bei Swisslos müssen Spielende vor der ersten Teilnahme Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen. Die Oberlimite liegt bei CHF 9’999, unter 21 Jahren bei CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden.

Diese 72 Stunden sind der wirksamste Teil der Regel. Wer an einem schlechten Abend beschliesst, seine Limite zu verdoppeln, kann diesen Beschluss nicht mehr in derselben Nacht umsetzen. Der Gesetzgeber gibt den Anbietern für die Erhöhung 24 Stunden — Swisslos und die Loterie Romande wenden in ihren eigenen Bedingungen 72 an. Das ist die einzige Stelle im Schweizer Geldspielrecht, an der ein Veranstalter freiwillig strenger ist als das Gesetz, und sie verdient es, benannt zu werden.

Ein Smartphone mit dunklem Display liegt auf einer Parkbank, dahinter ein Schweizer Dorf mit Kirchturm im Dunst
Den Cricket World Cup 2023 gewann Australien, Gastgeber war Indien; die Ausgabe 2027 wird in Südafrika, Simbabwe und Namibia ausgetragen und auf 14 Teams erweitert.

Zusätzlich lässt sich bei Swisslos eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage setzen. Das ist eine zweite, unabhängige Bremse: Die Verlustlimite begrenzt, was verloren gehen darf, die Einzahlungslimite, was überhaupt ins Spielerkonto kommt. Beide Zahlen sollte man greifen, bevor der erste Ball geworfen wird, denn eine Limite ist nur so nützlich wie ihre Nähe zur Realität. Eine Verlustlimite von CHF 9’999 einzurichten und dann nichts weiter, ist formal korrekt und praktisch wertlos.

In der Schweiz existiert keine gesetzlich fixe Einzahlungsobergrenze. Die Limiten kommen von den Spielenden selbst; die Veranstalter müssen Höchstwerte für Tages-, Wochen- oder Monatseinsätze oder -verluste verlangen. Wer eine harte, staatlich festgelegte Deckelung erwartet, findet sie hier nicht — die Verantwortung ist verlagert, und daran ändert kein Bonus etwas.

Spielsperre und Register: die Entscheidung, die man nicht zurücknimmt

Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein.

Dieses Register ist die eigentliche Architektur des Schweizer Spielerschutzes. Es ist nicht anbieter- oder produktgebunden, sondern personenbezogen: Wer drinsteht, steht überall drin. Eine freiwillige Sperre lässt sich erst nach drei Monaten aufheben, und dabei ist eine Fachstelle beteiligt — nicht der Kundendienst des Veranstalters am Telefon. Eine selbst gewählte Pause von bis zu sechs Monaten muss angeboten werden.

Wer ausserhalb des bewilligten Systems spielt, hat diesen Hebel nicht. Ein ausländischer Anbieter führt kein Schweizer Sperrregister auf, an das er gebunden wäre. Eine globale Selbstsperre über mehrere ausländische Seiten hinweg existiert für den Schweizer Markt nicht. Das ist kein Detail am Rand, sondern der strukturelle Punkt: Ein Spielerschutzsystem ist nur so stark wie die Menge der Anbieter, die es umfasst.

Ausserdem gilt: Wer wegen Überschuldung oder Spielsucht gesperrt ist, hat keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne. Ein Ausgeschlossener oder eine Minderjährige können nicht darauf zählen, ihr Geld zurückzubekommen — die Sperre schützt nicht das Guthaben, sondern den Zugang.

Die Prüfung der Verkaufsstellen ist keine strenge Wand

Die Gespa hat 2025 Testkäufe gemacht: In 47.5 Prozent von 200 Fällen wurde an Verkaufsstellen eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft. Knapp die Hälfte.

Wer die Schweizer Verkaufsstellen als strenge Instanz darstellt, erzählt etwas, das die Aufsicht selbst widerlegt. Das ist kein Argument gegen die Bewilligung, sondern eines dafür, die Kontrolle dort zu suchen, wo sie technisch funktioniert: Bei der Online-Registrierung wird die Identität gegen Adressdatenbanken geprüft, und eine Registrierung setzt 18 Jahre, Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet und das Fehlen einer Spielsperre voraus. Jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Wand ist also nicht überall gleich dick.

Und wenn es schiefgeht

Ernsthafte Warnzeichen haben nichts mit Cricket zu tun und brauchen keine Sportkenntnis, um erkannt zu werden: Spielen mit geborgtem Geld, Verheimlichen des Umfangs, Jagd auf Verluste. Für solche Fälle gibt es in der Schweiz die Spielsperre — sie ist der Werkzeugkasten, der unabhängig von Sportart, Liga und Quote funktioniert. Wer Hilfe sucht, findet sie über die Fachstellen und über die Sperre selbst, und der Weg dorthin kostet nichts ausser einer Entscheidung.

Was hilft: die Limiten zu senken, nicht zu erhöhen; die Einzahlungslimite auf 30 Tage zu setzen; nicht in einer Nacht zu entscheiden. Diese drei Sätze sind nützlicher als jede Quotentabelle, und für Cricket — wo eine Partie länger dauert als manche Spielwoche im Fussball — sind sie das eigentliche Handwerkszeug.

spielplan cricket wetten: von fünf Tagen bis zu 75 Minuten pro Innings

Cricket ist nicht ein Sport mit drei Wettbewerbsmodi, sondern drei verschiedene Zeitordnungen, die unter demselben Namen laufen. Ein Buchmacher, der das nicht auseinanderhält, und ein Spieler, der das nicht auseinanderhält, treffen unterschiedlich falsche Entscheidungen. Die Länge des Formats entscheidet darüber, welche Märkte überhaupt Sinn ergeben.

Zwei Mannschaften mit je 11 Spielern stehen sich gegenüber; ein Spiel hat zwei oder vier Innings, ein Over besteht aus sechs regulären Bällen. Diese Grundmechanik gilt in allen Formaten — erst die Zahl der Overs und die Zahl der Innings macht daraus einen völlig anderen Wettkampf.

Test-Match: bis zu fünf Tage, drei Sessions

Ein Test-Match dauert bis zu fünf Tage mit täglich drei Sessions von etwa zwei Stunden. Vier Innings, jede Mannschaft schlägt zweimal, und der Ausgang ist nicht auf Sieg oder Niederlage beschränkt.

Für Wetten heisst das: Über fünf Tage liegt ein Ereignis, das in jedem einzelnen Segment anders steht. Der Zwischenstand nach Tag zwei sagt über den Endstand wenig. Wer auf Sieg einer Mannschaft setzt, hält fünf Tage lang eine offene Position, und die Zahl der Ereignisse, die sie noch drehen können, ist gross — Wetter, Verletzungen, eine Erklärung der Kapitäne, ein Spielfeld, das am vierten Tag anders reagiert als am ersten.

Vor allem: Ein Test-Match kann unentschieden ausgehen, ohne dass es ein Tie ist. Diese Unterscheidung, wie im Abschnitt «Tie, Draw, No Result: drei Ausgänge, die nicht dasselbe sind» beschrieben, ist der wichtigste Grund, warum Cricket-Quoten sich weniger flach lesen lassen als Fussballquoten.

ODI: 50 Overs, ein Tag, das Format der Weltmeisterschaft

Ein One-Day International umfasst in der Regel 50 Overs pro Innings. Ein Spieltag, zwei Innings, ein Ergebnis. Der Cricket World Cup der Männer findet alle vier Jahre statt und wird mit 50 Overs pro Innings gespielt — seit 1987, davor mit 60.

Das ODI ist das Format, auf das die meisten internationalen Titelwetten zulaufen, und es ist das Format, das für einen Schweizer Wettenden praktisch am besten handhabbar ist: ein Abend, ein Ergebnis, eine Auswertung. Es ist auch das Format, in dem die Regenregel am häufigsten greift, weil ein ganzes Spiel an einem Tag durchlaufen muss und die Zeit nicht nachgeholt werden kann.

T20: 20 Overs, maximal 75 Minuten pro Innings

Ein Twenty20 umfasst 20 Overs pro Innings mit höchstens 75 Minuten je Innings. Kurz, verdichtet, jede Over ein eigener kleiner Vorfall. Die Indian Premier League ist ein Beispiel für eine nationale Twenty20-Liga mit internationalen Spielern.

T20 ist der Modus, in dem ein einzelner Schlag die Partie kippen kann, und deshalb der Modus, in dem Live-Märkte am meisten Bewegung zeigen. Für einen Spieler heisst das auch: Die Quote ändert sich zwischen zwei Bällen so stark wie im Fussball zwischen zwei Toren. Wer im Kurzformat live setzt, setzt in einem Markt, der sich schneller bewegt als seine eigene Reaktionszeit.

Was daraus folgt: Wer Cricket nur kennt, weil er irgendwo Australien gegen Indien gesehen hat, hat T20 gesehen. Der Sprung zum Test-Match ist nicht ein Sprung im Niveau, sondern in der Zeitstruktur — und die vier Innings sind der Teil, der die meisten Erstlinge überrascht.

Tie, Draw, No Result: drei Ausgänge, die nicht dasselbe sind

Ein Cricket-Spiel endet als Tie, wenn alle Innings beendet sind und der Punktestand gleich ist. Das gilt als sehr selten. Als Draw gilt in der Regel ein Spiel, bei dem die Zeit vor dem Ende aller Innings abläuft.

Der Unterschied ist praktisch wichtig, weil die beiden Wörter im Deutschen beide mit «Unentschieden» übersetzt werden könnten und die Auszahlung sich trotzdem unterscheidet. Ein Tie ist ein gespieltes, abgeschlossenes Ergebnis. Ein Draw ist ein abgebrochenes — die Uhr lief ab, nicht das Spiel zu Ende.

Und dann ist da noch das «No Result», das aus der Regenregel folgt. Drei Wörter, drei verschiedene Wege, wie eine Wette enden kann, und wer sie verwechselt, verwechselt den Ausgang seines Wettscheins.

Regen: die Duckworth-Lewis-Stern-Methode

Die Duckworth-Lewis-Stern-Methode berechnet das Ziel der zweiten schlagenden Mannschaft in durch Wetter unterbrochenen Limited-Overs-Spielen. In 50-Over-Spielen muss jedes Team mindestens 20 Overs spielen, im Twenty20 mindestens fünf, sonst wird das Spiel als «No Result» gewertet — Ausnahme: Ein Team ist all out oder erreicht das Ziel früher.

Für eine Wette ist das die folgenreichste Regel des ganzen Sports. Die Zielvorgabe der zweiten Mannschaft wird nach einem Regenband nicht nach dem Verhältnis der Overs neu gerechnet, sondern nach einem Modell, das verbleibende Overs und noch verfügbare Wickets gemeinsam gewichtet. Eine Mannschaft, die nach 30 von 50 Overs bei gutem Stand war, kann nach der Unterbrechung ein Ziel bekommen, das höher liegt als ihr linearer Zwischenstand. Das ist kein Skandal, sondern der Sinn der Methode: Wickets sind Ressourcen, und die Rechnung führt beides zusammen.

Die Methode wurde 1997 eingeführt und 1999 vom International Cricket Council offiziell übernommen. Seit November 2014 trägt sie nach Steven Stern den Namen Duckworth-Lewis-Stern.

Wer vor einem ODI oder T20 auf ein Ergebnis setzt, setzt also auf ein Ergebnis, das möglicherweise nie gespielt wird — und wird dann als «No Result» abgerechnet, typischerweise mit Rückerstattung des Einsatzes. Das ist kein Nachteil, aber es ist eine Eigenschaft, die einen gewissen Anteil aller Cricket-Wetten betrifft und in keiner Fussballwette ein Gegenstück hat.

Wo Cricket in der Schweiz stattfindet

Der Spielplan, den ein Schweizer Wettender liest, ist fast immer ein auswärtiger. Test-Matches, ODIs und T20-Ligen laufen in Indien, Australien, England, Südafrika und der Karibik — mit Anstosszeiten, die selten zur Schweizer Sendezeit passen. Das ist ein praktischer Punkt, der in keinem Quotenspiegel steht: Mehrtägige Partien heissen für einen Schweizer Zuschauer, dass die entscheidenden Sessions oft nachts laufen.

Ob und in welchem Umfang der einzelne Schweizer Veranstalter Cricket zurzeit überhaupt im Programm führt, ergibt sich nicht aus einer allgemeinen Liste, sondern aus dem aktuellen Wettprogramm des Veranstalters und aus der Katalogfrage, die wir im Abschnitt zur Rechtslage behandeln. Dort steht auch, warum diese Frage für Cricket strenger ausfällt als für Fussball.

Die zehn Plattformen im Vergleich: zwei Bewilligungen, acht ohne

Die folgende Einordnung vergleicht die beiden Schweizer Veranstalter und acht ausländische Plattformen, die Schweizer Spielende in der Praxis antreffen. Sie ist ausdrücklich keine Empfehlungsliste: Eine Bewilligung ist eine Tatsache, keine Note, und die beiden Gruppen sind rechtlich nicht vergleichbar. Wer sie in einer Tabelle untereinander schreibt, muss diese Trennung mitlesen.

Plattform Bewilligungsstatus Veranstalterin bzw. berichtete Bewilligung Was daraus folgt
Swisslos Sporttip Schweizer Bewilligung SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel; Veranstalter- und Spielbewilligung nach BGS Zugang nur für Personen mit Wohnsitz im Vertragsgebiet, Limiten- und Sperrsystem greift
Loterie Romande Jouez Sport Schweizer Bewilligung Loterie Romande, Société de la Loterie de la Suisse Romande, Lausanne Zugang nur für Wohnsitz in den sechs Westschweizer Kantonen
Betscore ohne Schweizer Bewilligung keine in der Schweiz wirksame Bewilligung bekannt; kein Anschluss an das Sperrregister kein Schweizer Rückgriff, Domain kann auf der Sperrliste stehen
22Bet ohne Schweizer Bewilligung keine in der Schweiz wirksame Bewilligung bekannt; kein Anschluss an das Sperrregister kein Schweizer Rückgriff, Domain kann auf der Sperrliste stehen
bet-at-home ohne Schweizer Bewilligung keine in der Schweiz wirksame Bewilligung bekannt; kein Anschluss an das Sperrregister kein Schweizer Rückgriff, Domain kann auf der Sperrliste stehen
Betify ohne Schweizer Bewilligung keine in der Schweiz wirksame Bewilligung bekannt; kein Anschluss an das Sperrregister kein Schweizer Rückgriff, Domain kann auf der Sperrliste stehen
ZotaBet ohne Schweizer Bewilligung keine in der Schweiz wirksame Bewilligung bekannt; kein Anschluss an das Sperrregister kein Schweizer Rückgriff, Domain kann auf der Sperrliste stehen
BetAlright ohne Schweizer Bewilligung keine in der Schweiz wirksame Bewilligung bekannt; kein Anschluss an das Sperrregister kein Schweizer Rückgriff, Domain kann auf der Sperrliste stehen
N1 Bet ohne Schweizer Bewilligung keine in der Schweiz wirksame Bewilligung bekannt; kein Anschluss an das Sperrregister kein Schweizer Rückgriff, Domain kann auf der Sperrliste stehen
BetFury ohne Schweizer Bewilligung keine in der Schweiz wirksame Bewilligung bekannt; kein Anschluss an das Sperrregister kein Schweizer Rückgriff, Domain kann auf der Sperrliste stehen

Die Spalte mit dem Veranstalter sieht in acht Zeilen gleich aus, und das ist der Befund, nicht ein Redaktionsfehler. Bei diesen acht Plattformen gibt es keine Schweizer Bewilligung, die man eintragen könnte, und eine ausländische Bewilligung hat in der Schweiz nach Art. 4 BGS keine Wirkung. Die achte Zeile sagt damit weniger über die acht Plattformen als über den Schweizer Markt: Es gibt keine dritte Bewilligung, auf die man verweisen könnte. Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter von Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt, und deshalb endet jede Vergleichsspalte, die nach einem Schweizer Rechtstitel fragt, nach der zweiten Zeile.

Was die Tabelle nicht kann, ist Cricket bewerten. Ob ein Anbieter Cricket überhaupt im Programm hat, welche Märkte er führt und zu welchen Limiten, steht in seinem eigenen Wettprogramm — und für die beiden Schweizer Veranstalter zusätzlich hinter der Katalogfrage, die im Abschnitt «Ist Online-Cricket-Wetten in der Schweiz erlaubt? Bewilligung, Katalog und Wohnsitz» aufgemacht wird. Eine Vergleichstabelle über Bewilligungen ist kein Vergleich über Cricket-Angebote, und man sollte sie nicht dafür halten.

Swisslos Sporttip: der Veranstalter mit dem deutschen Vertragsgebiet

Swisslos ist eine interkantonale Landeslotterie-Genossenschaft mit Sitz in Basel. Sie veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019; die Sportwetten laufen unter dem Namen Sporttip. Sporttip wird in den Kantonen AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie im Kanton Tessin und im Fürstentum Liechtenstein durchgeführt. Das ist das Swisslos-Vertragsgebiet.

Diese Liste ist die erste harte Bedingung. Wer in Genf, Waadt oder Neuenburg wohnt, kommt bei Sporttip nicht durch die Registrierung, und das ist keine Härte, sondern die Aufteilung zwischen den beiden Veranstaltern. Wer umgekehrt in Zürich wohnt und ein Konto bei der Loterie Romande sucht, steht vor derselben Wand.

Sporttip-Wetten stehen Personen ab 18 Jahren offen; unter 18 Jahren ist die Teilnahme ausgeschlossen. Wer als Wettkämpfer an einem Wettereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten.

Der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten liegt bei CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette bei CHF 1’000, für eine Systemwette bei CHF 10’000. Das sind keine Kleinigkeiten für einen Cricket-Spieler: Ein Test-Match mit einer offenen Position über fünf Tage lässt sich nicht beliebig gross absichern, weil der Höchsteinsatz zieht. Die Limiten sind zudem nicht in Stein — der Veranstalter kann sie jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen.

Zum Wettprogramm gehört auch der Zuschnitt der regulären Spielzeit: Sie umfasst die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit; Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Für Cricket ist dieser Satz die Vorlage für die Frage, was am Ende eigentlich gewertet wird — und ob ein «No Result» oder ein Draw darin aufgeht.

Beim Livewetten gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00; in spielentscheidenden Situationen — Elfmeter, Rote Karte, Videoschiedsrichter-Entscheid — kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Auf Cricket übersetzt: Wer live auf ein Ereignis setzt, dessen Ausgang bereits ausgelöst ist, bekommt seinen Einsatz zurück und keinen Gewinn. Der schnellste Weg, eine scheinbar günstige Livequote zu erklären, ist dieser Mechanismus.

Voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung kombiniert Sporttip nur über die Bet-Builder-Funktion. Nimmt der Veranstalter eine solche Kombination irrtümlich ohne diese Funktion an, kann er die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Eine Kombination aus Wicket- und Ergebnis-Markt derselben Partie ist davon betroffen, und die Rückerstattung ist kein Ersatz für den entgangenen Gewinn.

Quotenboosts gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage; Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar, in Einsatz und Erhöhung limitiert, und bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Wer im Cricket einen Boost auf ein Test-Match setzt und später cash-out machen will, verliert die Erhöhung — die zwei Werkzeuge schliessen einander aus.

Beim Cash-Out ist der Betrag tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann jederzeit geändert werden; angeboten werden muss Cash-Out nicht. Es gibt ihn für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht.

Geld, das aus dem Spielbetrieb zurückfliesst, geht nicht an Aktionäre: Für 2025 verteilte Swisslos einen Reingewinn von CHF 562 Mio. — CHF 506 Mio. an die kantonalen Fonds und CHF 56 Mio. an die Stiftung Sportförderung Schweiz für Swiss Olympic, Fussball, Eishockey und Sporthilfe. Aus den Sportwetten stammten CHF 109 Mio., nach CHF 122 Mio. im Vorjahr.

Der Rückgang um 13 Millionen ist der ehrlichste Satz, der über Sporttip zu schreiben ist. Ein Sportwettenangebot, das im Vorjahr mehr abwarf als heuer, ist kein Wachstumsprodukt, und Cricket gehört nicht zu den Sportarten, die in der Schweiz für Volumen sorgen. Wer hier Cricket spielen will, findet ein solides, eng reglementiertes Angebot mit einem Katalog, der nicht für ihn gemacht ist — und muss damit rechnen, dass die Sportart im Programm schmaler ausfällt als bei einer Plattform, die auf internationales Publikum zielt. Wer dagegen Schutz vor sich selbst, klare Auszahlung auf das eigene Konto und eine Aufsicht mit Rückgriff sucht, findet genau das. Die Wahl ist nicht Cricket gegen Sicherheit; es ist eine Reihenfolge.

Loterie Romande Jouez Sport: dieselbe Bewilligung, anderes Territorium

Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Sie nennt als Kontaktadresse Avenue de Provence 14 in Lausanne und zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz sowie 221 Mitarbeitende.

Rechtlich ist die Lage identisch mit der von Swisslos: eine Veranstalter- und Spielbewilligung nach BGS für ein Grossspiel, unter Aufsicht der Gespa, im Rahmen der Interkantonalen Vereinbarung. Genau deshalb ist der Vergleich der beiden uninteressant, wenn man nach Bewilligungen fragt, und interessant, wenn man nach Zugang fragt. Es gibt keine Konkurrenz zwischen den beiden, die ein Wettender ausspielen könnte — es gibt eine Wohnsitzfrage, und sie wird nicht verhandelt.

Die Zahl von 2’350 Verkaufsstellen ist für Cricket die relevantere Kennzahl, als sie aussieht. Cricket-Wetten entstehen selten am Schalter; der Kanal, über den ein Westschweizer Spielender tatsächlich auf ein ODI setzt, ist das Konto. Die Verkaufsstellendichte misst also nicht die Reichweite des Cricket-Angebots, sondern die Alltagspräsenz des Veranstalters — und die ist in der Westschweiz ein flächendeckendes Netz.

Wer in Genf wohnt und Cricket-Wetten sucht, hat damit eine andere Ausgangslage als jemand in Zürich, und zwar nicht wegen des Angebots, sondern wegen der Tür. Für einen Westschweizer ist Jouez Sport die einzige bewilligte Tür zu Cricket, für einen Deutschschweizer Sporttip; beide Türen führen in dasselbe Regelwerk. Und für beide gilt: Wenn die eigene Sportart nicht im Katalog steht, hilft keine der Türen — nur ein ausländischer Anbieter, und der bringt den Verlust des Schutzes mit. Eine Registrierung scheitert im Übrigen nicht an der Sportart, sondern am Wohnsitz: Beide Veranstalter führen Online-Konten nur für Personen aus ihrem Gebiet.

Betscore: ohne Bewilligung, ohne Registeranschluss

Bei Betscore gibt es keine Schweizer Bewilligung. Die Schweiz lässt Sportwetten nur durch Swisslos und die Loterie Romande zu; eine ausländische Bewilligung hat hier keine Wirkung. Ein Anschluss an das Schweizer Sperrregister besteht nicht, und Schweizer Rückgriffsmöglichkeiten gibt es nicht. Die Domain kann auf der Sperrliste der Gespa landen.

Wer Cricket bei einem solchen Anbieter sucht, findet dort in aller Regel einen grösseren Sportkatalog als bei den beiden bewilligten Veranstaltern. Das ist keine Nebenbemerkung; es ist der Grund, warum diese Namen überhaupt auftauchen. Ein Katalog, der Cricket als selbstverständlichen Teil führt, löst genau das Problem, das im Abschnitt «Ist Online-Cricket-Wetten in der Schweiz erlaubt? Bewilligung, Katalog und Wohnsitz» beschrieben ist. Bezahlt wird dieser Zugang nicht mit einer Gebühr, sondern mit dem Verzicht auf Schutz: keine Limiteninfrastruktur mit Sperrregister, kein Rückgriff, keine Schweizer Aufsicht, die sich für eine Streitigkeit um ein «No Result» interessiert.

Wer dort spielt, sollte das mit den Limiten ausgleichen, die der Anbieter nicht von sich aus durchsetzt. Ohne die 72-Stunden-Sperre auf Erhöhungen und ohne Register andernorts ist die Limite eine Zahl, die man sich selbst gegeben hat und selbst aufheben kann. Diese Asymmetrie ist die ganze Bewertung.

22Bet: ausländischer Katalog, Schweizer Sperrliste

22Bet hat keine Schweizer Bewilligung; eine ausländische Bewilligung entfaltet hier keine Wirkung. Kein Anschluss an das Sperrregister, kein Schweizer Rückgriff, Sperrliste als Möglichkeit. Dieses Muster trifft auf alle acht ausländischen Namen in der Vergleichstabelle zu, und es lohnt sich nicht, es acht Mal in acht Varianten zu erzählen.

Was die acht unterscheidet, ist nicht der Status, sondern das, was ein Spieler dort über Cricket findet — und das steht in ihrem eigenen Wettprogramm, nicht in einer Schweizer Liste. Wer einen dieser Anbieter prüft, sollte im Programm nachsehen, ob Test-Matches, ODIs und T20-Ligen geführt werden und wie Live-Märkte geschnitten sind. Die Bewilligungsfrage ist bei allen acht entschieden; die Cricket-Frage ist es nicht.

Für die Praxis heisst das: Bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass der Katalog Cricket führt, und ebenso hoch, dass keine Schweizer Stelle eingreift, wenn etwas strittig wird.

bet-at-home: ein bekannter Name auf der Sperrliste

bet-at-home hat keine Schweizer Bewilligung, keinen Registeranschluss und keinen Schweizer Rückgriff. Der Name ist in diesem Zusammenhang nicht beliebig: Die Gespa nennt bet-at-home im Kontext des Domain-Hoppings, also der Praxis, blockierte Domains binnen Stunden durch neue zu ersetzen. Die Sperrliste umfasste Ende 2025 insgesamt 671 Domains; die erste Liste stammt vom 3. September 2019.

Für einen Spieler ist das der konkreteste Hinweis, den dieses Thema hergibt. Eine Zugangssperre, die nach Stunden umgangen wird, ist keine Abschreckung, sondern ein Wettlauf. Wer über einen solchen Anbieter ein Konto hält, sollte wissen, dass die eigene Erreichbarkeit kein Zeichen dafür ist, dass die Seite in der Schweiz etwas darf — sie ist ein Zeichen dafür, dass die Sperre technisch noch nicht nachgezogen wurde.

Und die Steuerfrage hängt daran: Ausländische Gewinne unterliegen nicht der Verrechnungssteuer, aber die kantonale Praxis kann sie als vollständig steuerbares Einkommen behandeln, unabhängig von der Höhe. Wer bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung gewinnt, hat damit eine Steuerfrage, die der Gewinn nicht von selbst erledigt. Dazu unten mehr.

Betify: der Name sagt nichts über den Status

Bei Betify ist die Rechtslage dieselbe wie bei jedem anderen ausländischen Anbieter in der Liste: keine Schweizer Bewilligung, keine Wirkung einer ausländischen, kein Registeranschluss, kein Rückgriff. Der Status ist damit geklärt, und zwar nicht durch Recherche über diesen einen Anbieter, sondern durch die Architektur des Schweizer Systems, das eine dritte Bewilligung nicht vorsieht.

Interessanter als die Rechtslage ist an dieser Stelle die Erwartungshaltung. Ein Name, der vertraut klingt, ist kein Merkmal. Die Frage, die einen Cricket-Spieler wirklich betrifft, lautet nicht, ob ein Anbieter seriös klingt, sondern ob sein Cricket-Programm Test-Matches, ODIs und T20-Ligen abdeckt, ob es Live-Märkte mit annehmbaren Limiten gibt und ob der Auszahlungsweg über das eigene Konto führt. Keine dieser Fragen beantwortet eine Bewilligung — aber die erste Frage, ob es einen Schweizer Rechtsschutz gibt, ist mit Nein beantwortet, und alle folgenden sind auf dieser Grundlage zu stellen.

Der Anbieter bleibt damit eine Option für jemanden, dem der Cricket-Katalog das Wichtigste ist. Wer allerdings Wert auf eine Auszahlung auf ein Konto in seinem Namen legt, weil das bei den bewilligten Veranstaltern die Regel ist, wird bei ausländischen Seiten selbst prüfen müssen, wie die Auszahlung läuft.

ZotaBet: keine dritte Bewilligung, kein dritter Weg

Bei ZotaBet gilt dasselbe wie bei den übrigen ausländischen Namen: keine Schweizer Bewilligung, kein Anschluss an das Sperrregister, kein Schweizer Rückgriff, Sperrliste als Möglichkeit. Die Domain kann jederzeit blockiert werden, und Schweizer Telecom-Anbieter setzen solche Sperren über DNS um.

Man könnte an dieser Stelle aufhören zu vergleichen, und das wäre ehrlich. Was bei acht Anbietern in sechs Zeilen identisch ist, trägt in einer Bewertung nichts; was trägt, steht im Wettprogramm jedes einzelnen und wechselt mit jedem Turnier, das gerade läuft. Wer einen Cricket-Anbieter sucht, sollte deshalb nicht nach dem Bekanntheitsgrad gehen, sondern nach einer Liste prüfen: Führt er Test-Matches? Führt er ODIs? Führt er T20-Ligen? Führt er Live-Märkte für ein 50-Over-Spiel, in dem ein Regenband droht?

Für Cricket ist das eine berechtigte Reihenfolge, solange die erste Zeile nicht vergessen wird. Eine Plattform ohne Schweizer Bewilligung ist keine Schweizer Option mit anderem Geschmack, sie ist eine ausländische. Der Unterschied ist nicht Qualität, sondern Zuständigkeit.

BetAlright: Cricket-Katalog ohne Schweizer Aufsicht

BetAlright hat keine Schweizer Bewilligung; eine ausländische Bewilligung hat in der Schweiz keine Wirkung. Kein Registeranschluss, kein Rückgriff, Blockademöglichkeit über die Sperrliste. Damit stehen an dieser Zeile dieselben drei Konsequenzen, die für die ganze Gruppe gelten.

Der praktische Unterschied liegt im Verhältnis zwischen Anbieter und Aufsicht. Bei einem bewilligten Veranstalter gibt es eine Aufsichtsbehörde, die Bewilligungen erteilt, Limiten verlangt und die Einhaltung überprüft. Bei einem ausländischen Anbieter gibt es diese Behörde für Schweizer Spielende nicht. Das ist die Konsequenz, die man im Alltag selten merkt und im Streitfall immer. Eine Anfrage wegen eines Streits um ein abgebrochenes Innings hat bei einer Schweizer Aufsicht einen Adressaten und bei einer ausländischen Plattform keinen.

Wer dort Cricket spielt, spielt damit unter Regeln, die er selbst vorher lesen muss. Diese Regeln entscheiden, was bei einem «No Result» passiert, wie abgebrochene Innings gewertet werden und wann eine Livewette mit Quote 1.00 ausgebucht wird. Das sind genau die Punkte, an denen Cricket kompliziert wird — die Regeln zu lesen ist hier keine Pedanterie, sondern der Ersatz für die Aufsicht, die fehlt.

N1 Bet: Erweiterung des Cricket-Zugangs, Verlust des Schutzes

Bei N1 Bet: keine Schweizer Bewilligung, kein Schweizer Registeranschluss, kein Rückgriff, Blockade möglich. Für Cricket ist das Angebot solcher Plattformen oft das breiteste, das einem Schweizer Spielenden zugänglich ist — aus dem einfachen Grund, dass die Schweizer Veranstalter auf einen engen Katalog verpflichtet sind und internationale Cricket-Serien nicht zu den Sportarten gehören, die diesen Katalog füllen.

Diese Erweiterung ist echt, und man sollte sie nicht kleinreden. Der Verlust ist ebenso echt: Mit dem Wegfall der Schweizer Bewilligung fällt der Rückgriff weg, fällt der Anschluss an das Register weg, bleibt die Sperrliste als Möglichkeit. Der Spieler tauscht Zugang gegen Schutz, und dieser Tausch ist keine Kleinigkeit, weil Cricket genau die Sportart ist, in der Streitfälle über den Ausgang häufig sind — Regen, Zielvorgaben, abgebrochene Innings.

Der Tausch lohnt sich für jemanden, der Cricket als Zuschauer kennt, die Regenregel versteht und sich selbst eine Grenze setzen kann, die er nicht in derselben Nacht aufhebt. Er lohnt sich nicht für jemanden, der sein Limit von einer Regel erwartet.

BetFury: ein Name für die Vergleichszeile, kein Cricket-Beleg

BetFury trägt denselben Status wie die übrigen ausländischen Anbieter: keine Schweizer Bewilligung, keine Schweizer Aufsicht, kein Anschluss an das Sperrregister, kein Rückgriff. Der Name steht in der Vergleichstabelle, weil Schweizer Spielende ihn antreffen — nicht, weil eine Schweizer Stelle über ihn befunden hätte. Befunden hat hier nur der Gesetzgeber über die Zahl der Bewilligungen, und die ist zwei.

Eine Plattform, deren Profil nicht auf Sportwetten im engeren Sinn liegt, gehört in eine Cricket-Bewertung nur mit dieser Einschränkung genannt. Wer dort Cricket sucht, sollte zuerst feststellen, ob es geführt wird, und danach, zu welchen Bedingungen — und nicht umgekehrt.

Für den Vergleich unter den Auslandsnamen gilt ohnehin die Regel, die oben schon einmal stand und hier nur wiederholt werden muss: Eine Plattform ausserhalb des Systems ist mit den anderen Plattformen ausserhalb des Systems vergleichbar, nicht mit Sporttip oder Jouez Sport. Die Tabelle trennt diese zwei Gruppen mit Absicht.

Was beim Wetten auf Cricket mit dem eigenen Geld passiert: Quote, Marge und Gewinn

Wer Cricket-Quoten liest, liest drei Zahlen auf einmal: die Quote, die Marge und den Auszahlungsanteil. Die dritte ist die zweite von hinten betrachtet, und wer sie sichtbar macht, versteht sofort, warum «faire Quoten» ein Werbewort ist und keine Eigenschaft eines Buchmachers.

Wie eine Quote in einen Betrag wird

Die Grundrechnung ist so einfach, dass sie oft übersprungen wird. Ein Einsatz von CHF 20 auf eine Quote von 2.10 ergibt einen Rückzahlungsbetrag von CHF 42. Der Reingewinn liegt bei CHF 22, also beim Einsatz multipliziert mit 2.10 − 1. Bei einer Kombinationswette multiplizieren sich die Quoten der einzelnen Voraussagen zu einem einzigen Preis: Zwei Voraussagen zu je 1.90 ergeben eine Kombinationsquote von 3.61, und derselbe Einsatz von CHF 20 ergäbe nach dieser Rechnung CHF 72.20 — davon CHF 52.20 Gewinn. Das ist keine Prognose, sondern eine Umrechnung: Was eine gewinnende Wette auszahlt, hängt allein am Einsatz und an der Quote.

Interessant wird es bei der Frage, was von einem Cricket-Ergebnis überhaupt gewertet wird. Ein ODI kann im Regen enden, ein Test-Match kann in einen Draw laufen, ein Tie ist kein Draw. Für jede dieser Varianten entscheidet das Wettprogramm, ob die Wette gewinnt, verliert oder zurückerstattet wird. Die Rechnung oben gilt nur für die Variante, in der der Ausgang tatsächlich eingetreten ist.

Bei Sporttip gilt für Livewetten, dass Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, mit Quote 1.00 zählen, und dass in spielentscheidenden Situationen Wetten mit Quote 1.00 gewertet werden können. Aus einer Quote von 2.10 wird dann 1.00, und aus CHF 22 Gewinn werden null. Das ist kein Buchmachertrick, sondern die Anwendung einer Regel, die man vorher kennt oder nachher lernt.

Die Marge: was der Buchmacher von jedem Franken behält

Die Marge ist nicht in der einzelnen Quote sichtbar, sondern erst über alle Ausgänge eines Marktes. Als Rechenbeispiel, und ausdrücklich nicht als zitierte Preisstellung: ein Zwei-Weg-Markt mit den Quoten 1.90 und 1.90. Der Auszahlungsanteil ergibt sich aus 1 geteilt durch die Summe der Kehrwerte der beiden Quoten: 1 dividiert durch (1 ÷ 1.90 + 1 ÷ 1.90). Mit 1 ÷ 1.90 = 0.5263 ergibt die Summe der Kehrwerte 1.0526, und der Kehrwert davon liegt bei rund 0.9500. Der Auszahlungsanteil beträgt also etwa 95.0 Prozent, die Marge damit rund 5.0 Prozent.

Bei einem solchen Markt bleibt dem Buchmacher im Durchschnitt rund ein Zwanzigstel jedes Einsatzes, und zwar unabhängig davon, wie die Partie ausgeht. Diese Grösse ist der eigentliche Preis, den ein Cricket-Spieler zahlt — nicht die 2.10 auf dem Wettschein. Der Bandbereich, in dem sich die Marge realistischer Cricket-Märkte bewegt, hängt am Markt und nicht am Anbieter allein: Ein Zwei-Weg-Markt mit einem klaren Favoriten lässt sich enger kalkulieren als ein Markt mit vielen Ausgängen, und ein Live-Markt während eines Regenbandes ist enger als derselbe Markt vor dem ersten Ball. Die Bedingung, unter der die Zahl von rund fünf Prozent gilt, ist also der schlanke Zwei-Weg-Markt; je mehr Ausgänge und je unruhiger das Geschehen, desto weiter wandert die Marge nach oben.

Der Vergleich, der daraus folgt, ist unbequem für alle Werbesprüche der Branche. Zwei Anbieter, die dieselbe Partie mit «Top-Quoten» bewerben, können sich in der Marge um mehrere Prozentpunkte unterscheiden, ohne dass eine einzige Kopfquote auf dem Plakat davon etwas verrät. Der Ausweg ist unspektakulär: die Quoten aller Ausgänge eines Marktes addieren und den Kehrwert der Summe bilden. Wer das für eine Partie tut, weiss mehr über den Anbieter als aus jeder Bonusseite.

Für Cricket ist das besonders relevant, weil die Zahl der Ausgänge in einem Markt je nach Zuschnitt schwankt. Ein Kopf-an-Kopf-Markt mit drei Optionen — Sieg Mannschaft A, Sieg Mannschaft B, Tie — hat eine andere Marge als ein Zwei-Weg-Markt, und ein Markt auf den Zwischenstand im Kurzformat noch einmal eine andere. Wer eine Quote als Preis liest, muss den passenden Markt danebenlegen, sonst vergleicht er Äpfel mit Wickets.

Bonus, Boost, Cash-Out: was davon übrig bleibt

Das Werbewort «risikofrei» verdient einen genaueren Blick, und dieser Blick kostet nichts. Ein Gratisspiel- oder Freiwettenguthaben, dessen Einsatz nicht mitausgezahlt wird, ist kein Geldgeschenk, sondern ein Preisnachlass, und was es wert ist, hängt an der Quote und am Auszahlungsanteil des Marktes. Bei einer Freiwette über CHF 10 zu einer Quote von 2.00 in einem Markt mit rund 95 Prozent Auszahlungsanteil ergibt sich als durchschnittlicher Wert die Freiwette multipliziert mit der Quote minus eins, geteilt durch die Quote, multipliziert mit dem Auszahlungsanteil: CHF 10 × 1 ÷ 2.00 × 0.95, also etwa CHF 4.75. Nicht zehn Franken, sondern knapp fünf — und das ist ein Erwartungswert über viele Wetten, keine Zusage für diese eine. Bei einer Quote von 1.50 sinkt der Wert auf rund CHF 3.17. Die Zahl auf dem Banner bleibt gleich, der Wert hängt am Preisschild der Wette.

Für Cricket heisst das: Ein Guthaben, das auf ein Regen-ODI gesetzt wird, kann mit einem «No Result» verfallen, wenn die Bedingungen es so vorsehen — und die Bedingungen unterscheiden sich zwischen den Formaten, weil die Mindest-Overs-Zahl von 20 im 50-Over-Spiel und fünf im Twenty20 verschieden ist. Wer ein Gratisguthaben auf eine Partie setzt, die durch ein Wetterband abgebrochen werden kann, sollte vorher wissen, was mit dem Guthaben passiert, wenn kein Ergebnis zustande kommt.

Zumal Bedingungen selten nur aus einem Guthaben bestehen. Sporttip-Boosts gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage, sind pro Wettenden einmal nutzbar, in Einsatz und Erhöhung limitiert und verfallen bei einem Cash-Out. Der Boost und der Cash-Out sind also zwei Werkzeuge, von denen man eines wählen muss — ein Satz, den man auf keinem Werbebanner findet. Kostenlose Spiele oder Gutschriften brauchen zudem die vorherige Zustimmung der Gespa; im Jahr 2025 erteilte sie deren 24 an die Loterie Romande und 8 an Swisslos. Diese Zahl sagt nicht, wie grosszügig die Angebote sind, sondern wie eng das Netz ist, durch das sie müssen.

Auf der Cricket-Seite bleibt dann noch die Frage, was eine Langzeitwette auf den Weltmeister wert ist, wenn zwischendurch ein Turnier im Regen versinkt. Die Antwort steht in den Teilnahmebedingungen des jeweiligen Veranstalters — und bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung in dessen eigenen Regeln, ohne Schweizer Instanz, die sie auslegt.

Ist Online-Cricket-Wetten in der Schweiz erlaubt? Bewilligung, Katalog und Wohnsitz

Online-Sportwetten sind ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz und unterstehen der Aufsicht der Gespa, der Interkantonalen Geldspielaufsicht mit Sitz in Bern. Der Geldspielkonkordat gilt seit dem 1. Januar 2021. Nicht die ESBK wacht hier — die ist für Casinos zuständig. Eine Bewilligung braucht eine Veranstalterbewilligung und eine Bewilligung pro Spiel und gilt nur in der Schweiz.

Zwei Veranstalter, und keine dritte Bewilligung

Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter von Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport. Mehr zugelassene Buchmacher gibt es nicht, und deshalb gibt es auch keine Liste weiterer. Die Gespa veröffentlicht für den Bereich des unerlaubten Angebots nur die Sperrliste blockierter ausländischer Domainnamen.

Das ist für jemanden, der einen Cricket-Buchmachervergleich sucht, die unangenehmste Struktur der Schweiz. Ein Vergleich über Sportarten hinweg hat bei diesen zwei Veranstaltern einen gemeinsamen Rahmen, und dieser Rahmen ist der Sportkatalog der Gespa. Gäbe es zehn Bewilligungen, wäre Cricket eine Frage der Auswahl. So ist Cricket eine Frage des Katalogs.

Der Katalog entscheidet, nicht der Veranstalter

Erlaubt sind nur Sportwetten auf Sportereignisse — Wetten auf Wetter, Politik oder Fernsehsendungen sind nicht zugelassen. Das erlaubte Angebot ist eine geschlossene Liste: der Katalog der Gespa mit den autorisierten Sportarten, Wettbewerben und Wettarten in der Fassung vom 10. September 2026, gestützt auf Art. 25 BGS und Art. 29 VGS.

Diese Liste ist der eigentliche Grund, warum Cricket in der Schweiz ein Sonderfall ist. Qualifikationsrunden zählen nur, wenn sie aufgeführt sind, Frauenwettbewerbe nur, wenn sie aufgeführt sind, Ranglistenwetten nur, wenn die Rangliste über den Einzug in einen internationalen Wettbewerb oder aufs Podest entscheidet, und Wetten auf Trainingsläufe fallen ganz weg. Der Katalog zeigt keine Corner- und Kartenmärkte und keine Esport-Sektion. Ereignisse, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind gesperrt.

Ob Cricket und seine Wettbewerbe in dieser Liste stehen, ist die einzige Frage, die für einen Schweizer Cricket-Spieler wirklich zählt — und sie ist nicht mit dem Hinweis zu beantworten, dass Livewetten erlaubt sind. Livewetten sind zulässig, vor dem Spiel und während des Spiels, wenn der Veranstalter eine entsprechende Entscheidung hat; eine Beschränkung auf bestimmte Live-Märkte kennt das Gesetz nicht. Aber ein Live-Markt setzt einen Markt voraus. Wer wissen will, ob er hierzulande auf ein ODI setzen kann, prüft das Wettprogramm des Veranstalters gegen die aktuelle Katalogfassung — und nicht die Werbeseite.

Zu virtuellen Sportarten ist nichts festgestellt; dazu steht hier nichts. Esport taucht im Katalog nicht auf, und dabei bleibt es.

Wohnsitz, Registrierung, ein Konto

Ein Online-Konto braucht Wohnsitz in der Schweiz und faktisch im Gebiet des jeweiligen Veranstalters. Nicht das Geld entscheidet über den Zugang, sondern der Wohnsitz. Für Swisslos heisst das: die Deutschschweizer Kantone, das Tessin und Liechtenstein. Für die Loterie Romande: Freiburg, Genf, Jura, Neuenburg, Waadt und Wallis.

Bei der Registrierung braucht es mindestens 18 Jahre sowie Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet. Es darf keine Spielsperre bestehen, und jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft. Sportwetten stehen Personen ab 18 Jahren offen; die Gespa ist hier die zuständige Stelle.

Diese Prüfung ist der Grund, warum die Schweizer Cricket-Landschaft klein ist und bleibt. Ein Zweitkonto, ein Konto auf den Namen eines Angehörigen, ein Konto mit einer Adresse, an der man nicht wohnt — all das ist nach den Teilnahmebedingungen nicht vorgesehen. Wer in der Schweiz auf Cricket setzen will, muss dort wohnen, wo er setzen darf.

Auszahlung nur auf ein Konto im eigenen Namen

Gewinne und Guthaben werden nur auf ein Zahlungskonto im Namen des Kontoinhabers ausgezahlt. Anonyme oder Krypto-Auszahlungen gibt es im bewilligten Schweizer Wettangebot nicht, und eine Kreditvergabe an Spielende ist untersagt.

Das ist eine der schärfsten Grenzen, die das Schweizer Recht zieht, und sie hat eine direkte Folge für Cricket-Spieler: Wer sein Guthaben auf eine Wallet oder an einen Dritten leiten will, findet im bewilligten System keinen Weg. Welche Zahlungsmarken ein Veranstalter akzeptiert, ist dessen eigene Sache und steht in seinen Bedingungen. Umgekehrt gilt: Ein Blockadeinstrument gegen Zahlungen an unerlaubte Wettseiten kennt die Schweiz nicht. Banken und Kartenschemata sperren solche Zahlungen nicht — wer das Gegenteil schreibt, erfindet einen Mechanismus, den es nicht gibt.

Was der ausländische Weg kostet

Eine ausländische Bewilligung — aus Curaçao, Malta, Deutschland oder einem anderen Land — hat in der Schweiz keine Kraft. Das Veranstalten von Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung ist strafbar: bis zu drei Jahren oder eine Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu fünf Jahre. Bestraft wird der Veranstalter, nicht der Spieler. Aber Einsätze und Gewinne können in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, und Schutz- und Fairnesskontrolle fehlen.

Die Sperrliste ist das praktische Gegenstück dazu. Die Gespa veröffentlicht eine Liste ausländischer Domains, die Schweizer Telekom-Anbieter über DNS blockieren; die erste Liste stammt vom 3. September 2019, Ende 2025 standen 671 Domains darauf. Blockierte Domains werden binnen Stunden ersetzt — das Domain-Hopping, das die Gespa mit Namen belegt. Eine Liste, die ständig nachgeführt werden muss, ist keine Mauer, sondern ein Wettlauf, und wer sich darauf verlässt, dass eine erreichbare Seite auch eine erlaubte ist, verwechselt Erreichbarkeit mit Erlaubnis.

Wer die Werbung betrachtet, kommt an einer Zahl nicht vorbei: Werbung für ein Geldspiel, das in der Schweiz nicht erlaubt ist, ist verboten und wird mit einer Busse bis CHF 500’000 geahndet. Werbung darf zudem nicht aufdringlich oder irreführend sein, sich nicht an Minderjährige richten und nicht an gesperrte Personen. Eine zeitliche Beschränkung der Werbung nach Tageszeit besteht nicht. Werbung für erlaubte Spiele darf nicht irreführen — und eine Seite, die ein Cricket-Angebot ohne Schweizer Bewilligung bewirbt, fällt in den ersten Topf, nicht in den zweiten.

Steuern: zwei Wege, zwei Behandlungen

Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen sind bis zu einem Freibetrag pro Einzelgewinn einkommensteuerfrei; besteuert wird erst darüber. Der Bundesfreibetrag liegt ab dem 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000 und lag 2025 bei CHF 1’070’400. Der kantonale Freibetrag weicht davon ab, deshalb gilt hier «je nach Kanton» und nicht eine einzelne Kantonszahl. Oberhalb der Schwelle behält der Veranstalter 35 Prozent Verrechnungssteuer ein, die über die Steuererklärung zurückgeholt wird.

Ein typischer Wettender gewinnt weit unter dieser Schwelle: keine Einkommensteuer, keine Verrechnungssteuer. Eine Steuer auf den Einsatz kennt die Schweiz nicht — wer eine Wettsteuer auf Schweizer Einsätze behauptet, behauptet etwas, das es nicht gibt.

Gewinne bei ausländischen Anbietern unterliegen nicht der Verrechnungssteuer, können aber nach kantonaler Praxis als Einkommen steuerbar sein, unabhängig von der Höhe. Der Weg zum eigenen Steuerfall führt hier über die Steuerberatung oder die kantonale Steuerverwaltung.

Für Cricket heisst das: Ob eine Wette auf ein ODI aus einer Steuerperspektive ein Ereignis ist, hängt am Veranstalter, nicht am Ergebnis. Wer bei Swisslos oder der Loterie Romande gewinnt, hat keine Steuererklärung abzugeben; wer bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung gewinnt, hat eine Frage, die er vorher stellen könnte. Und weil Cricketpartien kleinere Einsätze tragen als ein Fussballklassiker, bleibt man in aller Regel unter jeder relevanten Schwelle — die Verrechnungssteuer auf den Schweizer Weg ist in der Praxis kein Thema, die kantonale Steuerbarkeit auf den ausländischen kann eines werden.

Häufige Fragen zu Cricket-Wetten in der Schweiz

Kann man in der Schweiz bei Swisslos oder der Loterie Romande auf Cricket wetten?

Swisslos und die Loterie Romande dürfen Sportwetten nur aus dem geschlossenen Katalog der Gespa anbieten. Steht Cricket mit seinen Wettbewerben und Wettarten dort, ist es bei beiden buchbar — vorausgesetzt, man wohnt im jeweiligen Vertragsgebiet und führt ein verifiziertes Online-Konto. Sicherheit gibt das aktuelle Wettprogramm, nicht eine allgemeine Liste.

Was bedeuten Test-Match, One-Day-Spiel und Twenty20 für die Auswahl der Wetten?

Sie sind drei verschiedene Zeitordnungen. Ein Test-Match dauert bis zu fünf Tage mit drei Sessions täglich, ein ODI in der Regel 50 Overs pro Innings, ein Twenty20 20 Overs mit höchstens 75 Minuten je Innings. Das entscheidet, welche Märkte sinnvoll sind: kurze Formate bewegen sich schnell, mehrträgige kaum vorhersehbar.

Wie wirkt sich die Duckworth-Lewis-Stern-Methode bei Regenunterbrechungen auf eine Wette aus?

Sie berechnet das Ziel der zweiten schlagenden Mannschaft neu, wobei verbleibende Overs und verfügbare Wickets zusammen gewichtet werden. In 50-Over-Spielen sind mindestens 20 Overs je Team nötig, im Twenty20 mindestens fünf, sonst gilt «No Result» — ausser ein Team ist all out oder erreicht das Ziel früher.

Wie berechnet sich der Gewinn bei Cricket-Wetten aus Einsatz und Quote?

Rückzahlung ist Einsatz mal Quote, der Reingewinn ist Einsatz mal Quote minus eins. Bei einer Kombinationswette multiplizieren sich die Quoten der Voraussagen zu einem Preis. CHF 20 auf 2.10 zahlen CHF 42 zurück, davon CHF 22 Gewinn — vorausgesetzt, das Ereignis wird so gewertet, wie die Wette es vorsieht.

Wie lässt sich die Marge in Cricket-Quoten abschätzen?

Man bildet den Kehrwert jeder Quote, addiert sie und nimmt vom Ergebnis den Kehrwert: Das ist der Auszahlungsanteil, die Marge ist der Rest. Bei einem Zwei-Weg-Markt zu 1.90 und 1.90 liegt der Auszahlungsanteil bei rund 95 Prozent, die Marge bei rund 5 Prozent — unter der Bedingung eines schlanken Marktes mit wenigen Ausgängen.

Wie werden Gewinne bei ausländischen Wettseiten im Vergleich zu Sporttip-Gewinnen besteuert?

Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen sind bis zum Freibetrag einkommensteuerfrei; der Bundesfreibetrag liegt ab 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000, der kantonale weicht ab. Darüber behält der Veranstalter 35 Prozent Verrechnungssteuer ein. Gewinne bei ausländischen Anbietern kennen keine Verrechnungssteuer, können aber nach kantonaler Praxis steuerbar sein — klären lässt das die kantonale Steuerverwaltung.

Inhalt erstellt vom Team «handicapwettench»