Gratis-Startguthaben für neue Wettkonten: Wer in der Schweiz überhaupt eines anbieten darf

Updated Oktober 2026
Licensed
usAvailable in US
Fast payouts
18+ Only

Ladevorgang...

Want more predictions?
Join our Telegram channel
Join
Eine einzelne Münze liegt auf einer glatten Marmorplatte im Seitenlicht, der Hintergrund ist weich unscharf.

Der Satz, der dieses Thema zusammenhält, ist unspektakulär und steht in der Interkantonalen Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen: Wer Gratisspielguthaben oder Gratisspiele anbietet, braucht dafür die vorgängige Zustimmung der Aufsicht. Kein Freibrief, keine Willenserklärung am Rand einer Marketingseite. Eine Zustimmung, eingeholt vor dem Angebot, von der Gespa, der Interkantonalen Geldspielaufsicht in Bern.

Swisslos zahlt Spielguthaben innerhalb von 365 Tagen zweimal gratis auf ein auf den eigenen Namen lautendes Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto aus.

Daraus folgt fast alles, was auf den nächsten Abschnitten steht. Zwei Veranstalter dürfen in der Schweiz überhaupt Sportwetten anbieten: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport. Wer in diesem Markt ein Startguthaben auslobt, tut es innerhalb eines sehr engen Rahmens. Das grösste Gratisspielguthaben, das in den Teilnahmebedingungen einer dieser beiden Veranstalterinnen dokumentiert ist, beträgt CHF 10 — und es lässt sich nicht auszahlen.

Das zweite, was dieser Satz nach sich zieht: Jede Seite, die mit einem vierstelligen Startguthaben wirbt, ohne Schweizer Bewilligung zu haben, tut das auf eigene Rechnung und unter einem eigenen Risiko.

Stand: Oktober 29, 2026 — Bewilligungs- und Registerangaben geprüft gegen die Angaben der Gespa (Interkantonale Geldspielaufsicht).

Bevor irgendjemand einzahlt: Verlustlimiten gelten auch für Aktionsguthaben

Wer bei einem Schweizer Veranstalter ein Wettkonto eröffnet, stösst früher oder später auf eine Zahl, die keine Marketingzahl ist. Vor der ersten Teilnahme müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen. Die Oberlimite liegt bei CHF 9’999, unter 21 Jahren bei CHF 1’000. Wer seine Limite senkt, merkt das sofort. Wer sie erhöht, wartet 72 Stunden — die gesetzliche Frist liegt bei 24 Stunden, die beiden Veranstalter geben sich mit 72 mehr Zeit.

Ein Fernglas liegt auf dem Geländer einer Aussichtsplattform über einem See, dahinter flache Hügel im Dunst.
Spielguthaben auf dem Swisslos-Wallet kann per Online-Zahlungsmöglichkeit oder Einzahlungsschein gekauft werden (Mindestbetrag CHF 20).

Diese Frist ist der eigentliche Spielerschutz. Ein schlechter Abend lässt sich nicht in zwei Minuten in einen grösseren Rahmen umbauen.

Die Limiten gelten für alle Wetten. Auch für Wetten, die nur mit Aktionsguthaben gesetzt werden. Wer CHF 10 Spielguthaben aus einer Aktion verbraucht, verbraucht gleichzeitig Verlustrahmen wie mit eigenem Geld, weil Einsatz und Verlust denselben Limiten unterliegen. Eine Aktion verlängert das Budget nicht.

Daneben steht eine freiwillige Einzahlungslimite, ebenfalls in 30-Tage-Schritten. Sie begrenzt, wie viel Geld überhaupt auf das Spielerkonto kommt, und wirkt damit früher als die Verlustlimite. Wer beim Einzahlen kontrolliert, muss beim Verlieren nicht kontrollieren.

Was passiert, wenn die Limite zu klein wird

Die beiden Werkzeuge greifen unterschiedlich. Eine Verlustlimite lässt Einsätze zu, solange die Differenz zwischen Einsatz und Auszahlung nicht über die Grenze läuft. Wer CHF 9’999 als Limite gesetzt hat und CHF 200 einzahlt, kann seine Wetten setzen wie gewohnt — erst wenn der Verlust die Grenze erreicht, stoppt das System. Eine Einzahlungslimite von CHF 200 dagegen ist eine harte Wand: das Guthaben auf dem Konto ist erschöpft, dann ist die Woche gelaufen, egal wie gut die Quoten stehen. Wettende, die ihr Budget im Griff halten wollen, kommen mit einer niedrigen Einzahlungslimite weiter als mit einer hohen Verlustlimite. Beide Zahlen lassen sich jederzeit senken.

Eine Erhöhung ist immer der langsamere Weg. Das ist Absicht.

Der schwerere Weg: die Spielsperre

Neben den Limiten steht die produktbezogene Sperre. Sie lässt sich für 1 bis 180 Tage einrichten und ist vor Fristablauf nicht aufhebbar — wer sie auslöst, hat die Entscheidung bereits getroffen. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Eine Aufhebung einer freiwilligen Sperre ist gesetzlich erst nach drei Monaten möglich, unter Beteiligung einer Fachstelle. Das ist keine Formalie, sondern eine Sperre.

Der eigentliche Unterschied zwischen einer Spielsperre und einer ausgeschöpften Einzahlungslimite: Die Limite bremst den Zugang zum eigenen Konto, die Sperre nimmt ihn ganz. Wer nicht mehr einzahlen kann, ist nicht gesperrt. Wer gesperrt ist, kommt auch mit neuen Zahlungsdaten nicht zurück. Grundsätzlich haben gesperrte oder minderjährige Personen keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne.

Eine Zahl gehört in diesen Abschnitt: Bei Testkäufen der Gespa wurden 2025 an Verkaufsstellen in 47,5 % von 200 Fällen Sportwetten an Minderjährige verkauft. Wer annimmt, das Netz an der Verkaufsstelle sei engmaschig, irrt. Online ist der Zugang über die Alters- und Wohnsitzprüfung reguliert, an der Theke nicht.

Was Gratisspielguthaben wirklich ist: ein Gutschein mit Haltbarkeitsdatum

Der Name führt in die Irre. Frei ist am Gratisspielguthaben der Kauf, nicht der Gebrauch. Wer CHF 10 Aktionsguthaben annimmt, hält keine zehn Franken, sondern zehn Franken, die an Bedingungen gebunden sind: an eine Frist, oft an eine Mindestquote, manchmal an einen Mindesteinsatz pro Wette. Vor allem: Gratisspielguthaben aus Promotionen ist nicht auszahlbar.

Diese Eigenschaft lässt sich nicht umgehen. Bei der Loterie Romande schreibt das der Reglementstext für das Internetangebot fest, bei Swisslos die Bedingungen für die Online-Teilnahme. Bei beiden Häusern ist Gratisspielguthaben von der Auszahlung ausgenommen — es lebt auf dem Spielerkonto und stirbt dort.

Bleibt eine praktische Frage, um die sich mehr dreht, als die Werbung zu verstehen gibt: Was wird aus dem Einsatz, wenn die Wette gewinnt?

Gewinnt eine Wette, die mit Aktionsguthaben gesetzt wurde, fliesst der Einsatz nicht automatisch mit aus. Bei einer Gratiswette, bei der nur der Gewinn ausbezahlt wird, ist der Einsatzanteil der Verlustposten. Ein Teil des Guthabens wird zum Preis der Aktion.

Die Rechnung, die aus CHF 10 einen Bereich macht

Für das Gratisspielguthaben der Loterie Romande mit seinem Nennwert von CHF 10 und den im Abschnitt «Was Gratisspielguthaben wirklich ist» erläuterten Bedingungen lässt sich das in Zahlen fassen. Beispiel: ein Zwei-Wege-Markt mit je Quote 1.90 — ausdrücklich ein Rechenbeispiel, kein quotierter Preis zweier heutiger Sorten.

Die Beiträge einer solchen Wette zum Markt sind 1/1.90 plus 1/1.90, zusammen 1.0526, was 95,0 % Auszahlung und 5,0 % Marge bedeutet. Das Aktionsguthaben von CHF 10 auf Quote 1.90 ergibt einen Bruttogewinn von CHF 19. Wer den Einsatz zurückbekommt, legt CHF 9 drauf und hat CHF 19; wer ihn nicht zurückbekommt, legt nur die CHF 10 ein und bekommt CHF 9 heraus. Ein weiterer Nennwert von CHF 10 auf dieselbe Quote kommt auf denselben Bereich: Bei Einsatzrückgabe liegt der Kontostand bei CHF 19, bei Einsatzverfall bei CHF 9. Die Spanne CHF 9 bis CHF 19 sitzt auf demselben Schein. Und das Ergebnis wird zuerst mathematisch aufgerundet, dann auf 5-Rappen-Schritte abgerundet — die Auszahlung fällt also nie höher aus als die reine Rechnung.

Der Grund für die Spanne liegt nicht in der Quote, sondern in einem Wort in den Teilnahmebedingungen: Einsatz. Steht dort, dass der Einsatz zurückfliesst, ist die Aktion doppelt so viel wert.

Laufzeit, Quote, Verfügbarkeit

Die drei Grössen, die den Wert eines Aktionsguthabens von oben begrenzen, haben nichts mit dem beworbenen Betrag zu tun.

Die Laufzeit. Das Guthaben der Loterie Romande ist 30 Tage gültig. Wer in dieser Zeit nicht zum Einsatz kommt, verliert es. Bei einem Anbieter, dessen Aktionen Spielguthaben in 30-Tage-Fenstern ausgibt, ist die Laufzeit der eigentliche Termin, nicht die Einzahlung.

Die Verfügbarkeit. Aktionen mit Gratisspielguthaben sind an der Zahl begrenzt. Beim bekannten Angebot der Loterie Romande wurden insgesamt 7’000 Stück ausgegeben — die Zahl entscheidet mit, wer überhaupt eine erwischt.

Die Mindestquote. Ist sie im Bedingungstext definiert, schliesst sie genau die Wetten aus, die den Wert eines Gutscheins am schnellsten realisieren: die kurzen, fast sicheren Wetten auf 1.10. Eine Mindestquote ist kein Schikane-Paragraf, sondern eine Vorgabe, wo das Guthaben eingesetzt werden darf.

Zwei weitere Wege zu einer Gratiswette

Aktionsguthaben ist nicht der einzige Weg, mit dem ein Schweizer Haus den ersten Einsatz günstiger macht.

Bei Swisslos gibt es Quoten- und Profitboosts. Der Quotenboost gilt nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage; der Profitboost erhöht den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert. Bei einem Cash-Out verfällt der Boost — wer den Gewinn vorzeitig sichern will, verliert damit die Erhöhung, die den Einsatz überhaupt rentabel gemacht hätte.

Dazu kommt der Kombiboost. Er gilt nur online — Prematch, Live und Systemwetten — und verlangt mindestens vier Voraussagen mit Quote von je mindestens 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn solchen Voraussagen. Einsatz und Gewinnerhöhung sind auch hier limitiert. Die Staffelung ist der eigentliche Inhalt: Vier Voraussagen mit Mindestquote bringen fast nichts. Wer den Boost spüren will, muss eine lange Kombination mit durchgehend ordentlichen Quoten bauen — und damit ein Ereignis herstellen, in dem jede einzelne Voraussage falsch sein kann.

Damit sind die aufgeführten Aktionswege durch: Quotenboost, Profitboost und Kombiboost bei Swisslos, Gratisspielguthaben bei der Loterie Romande. Keines davon ist ein Geschenk, das den Kontostand erhöht; jedes ist eine Rabattmarke mit Ablaufdatum.

Vergleich der Anbieter: Was hinter dem beworbenen Startguthaben steht

Der Vergleich, um den es hier geht, ist kein Preisvergleich. Er ist eine Einordnung.

Zwei Häuser dürfen in der Schweiz Sportwetten anbieten. Swisslos mit dem Produkt Sporttip, im Auftrag der SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel, gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019. Die Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport, mit Sitz an der Avenue de Provence 14 in Lausanne.

Diese zwei haben eine Bewilligung. Die acht weiteren Namen, die viele Schweizer Wettende kennen, haben keine. Bei jedem einzelnen steht in den eigenen Angaben keine anerkannte Bewilligung — was in der Schweiz nichts bedeutet. Eine ausländische Bewilligung, gleich aus welchem Land, hat hier keine Wirkung. Schweizer Spielende, die auf einer ausländischen Plattform wetten, haben keinen Zugang zum Schweizer Sperrregister, kein Schweizer Rechtsschutzmittel und keine Aufsicht, an die sie sich wenden können. Gleichzeitig sind ausländische Domains blockierbar: Die Gespa führt eine Sperrliste, die Schweizer Netzbetreiber per DNS umsetzen. Blockierte Domains werden innert Stunden ersetzt.

Wer in diesem Abschnitt eine Rangliste erwartet, bekommt eine andere Antwort: Die Einordnung richtet sich nach belegbaren Angaben, nicht nach der Grösse des beworbenen Betrags.

Anbieter Bewilligungsstatus (CH) Veranstalter bzw. gemeldete Bewilligung
Swisslos Sporttip Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung nach BGS, Aufsicht Gespa SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel
Loterie Romande Jouez Sport Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung nach BGS, Aufsicht Gespa Société de la Loterie de la Suisse Romande, Lausanne
Betclic ohne Schweizer Bewilligung keine in der Schweiz anerkannte Bewilligung
Jackbit ohne Schweizer Bewilligung keine in der Schweiz anerkannte Bewilligung
IviBet ohne Schweizer Bewilligung keine in der Schweiz anerkannte Bewilligung
HornetBet ohne Schweizer Bewilligung keine in der Schweiz anerkannte Bewilligung
Unibet ohne Schweizer Bewilligung keine in der Schweiz anerkannte Bewilligung
BDMBet ohne Schweizer Bewilligung keine in der Schweiz anerkannte Bewilligung
DirectionBet ohne Schweizer Bewilligung keine in der Schweiz anerkannte Bewilligung
BillyBets ohne Schweizer Bewilligung keine in der Schweiz anerkannte Bewilligung

Die Tabelle zeigt in der dritten Spalte eine Zweiteilung, die keine Grauzone hat. Links zwei Veranstalter mit einer Bewilligungskette, die sich bis auf die interkantonale Vereinbarung zurückverfolgen lässt. Rechts acht Namen, bei denen die Bewilligungslage leer bleibt. Zwischen diesen beiden Gruppen existiert in der Schweiz nichts. Wer ein drittes bewilligtes Haus sucht, sucht es vergeblich. Die höchste Bewilligungsstufe der Schweiz endet bei zwei.

Für Wettende heisst das: Der Vergleich kann nur innerhalb der beiden bewilligten Häuser wirklich geführt werden. Wer einen der acht Namen prüft, prüft etwas anderes — ob ihm ein ausländisches Angebot für ein Schweizer Konto passt, mit den Einschränkungen, die im Abschnitt zur Rechtslage stehen.

Bleibt die Frage nach dem Startguthaben in diesem Vergleich. Bei den zwei bewilligten Veranstaltern existiert eine belegte Aktion mit Gratisspielguthaben: CHF 10 Nennwert bei der Loterie Romande, in einem Aktionsfenster von 30 Tagen gültig, nicht auszahlbar, an 7’000 Stück gebunden. Bei Swisslos existiert kein solches Gratisspielguthaben; dort sind Boosts die übliche Form der Aktionsförderung. Wer sein Startbudget planen will, rechnet besser mit den CHF 20 Mindestbetrag, den die Bedingungen für die Online-Teilnahme bei Swisslos für einen Kauf von Spielguthaben auf dem Wallet vorsehen — das ist der reale Mindestbetrag, um überhaupt ins Spiel zu kommen.

Was ein Gratis-Startguthaben ist — und was nicht

Der Begriff «Startguthaben» wird in der Werbung breiter verwendet als in der Schweiz zulässig. Vier Formen tauchen auf.

Das Gratisspielguthaben. Genau dieses Wort braucht eine vorgängige Zustimmung der Aufsicht. Es ist immer an Bedingungen geknüpft, und es ist Gratisspielguthaben. Die konservativste und sicherste Definition ist: Guthaben, das nicht auszahlbar ist.

Die Gratiswette. Sie ist der Oberbegriff für Wetten, bei denen nur der Gewinn ausbezahlt wird. Sie kann als Gratisspielguthaben ausgestaltet sein oder als Freiwette ohne Einzahlung.

Der Quoten- oder Profitboost. Kein Geld, kein Guthaben, eine Rechnung: Der Gewinn einer bestimmten Wette wird um einen Prozentsatz erhöht.

Die Kombination. Kein Guthaben, sondern ein Prozentsatz auf den Nettogewinn — ab einer Mindestanzahl Voraussagen und einer Mindestquote je Voraussage.

Was nicht dazugehört: Einzahlungsboni, die den Betrag verdoppeln, sind im bewilligten Schweizer Markt nicht zu finden. Wer in der Schweiz mit einem Einzahlungsbonus konfrontiert wird, sieht mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Angebot ohne Schweizer Bewilligung.

Daraus folgt ein zweiter Blick auf die Kernaussage des Abschnitts zuvor. Ein Startguthaben ist in der Schweiz kein Geschenk, sondern eine Ware, deren Nennwert systematisch unter den Erwartungen liegt. CHF 10, 30 Tage, nicht auszahlbar, an 7’000 Stück gebunden. Wer das in eine Grösse übersetzen will, rechnet den Aktionsrahmen in Prozent der Auszahlung, nicht in Nennwert.

Eine brauchbare Orientierung liegt in der regulären Auszahlungsquote. Ein Zwei-Wege-Markt mit je Quote 1.90 zahlt 95,0 % der Einsätze zurück und behält 5,0 % Marge. Diese Marge bestimmt den langfristigen Erwartungswert jedes Betrags, der durch das Konto fliesst.

Wie oft die Aufsicht die Hürde tatsächlich durchgelassen hat, lässt sich in Berichten nachlesen. 2025 wurden solche Zustimmungen 32-mal erteilt — 24-mal an die Loterie Romande, 8-mal an Swisslos. Bei zwei Veranstaltern im ganzen Land und zwei Kantonsgebieten ist das eine sehr niedrige Zahl.

Warum es so selten bleibt

Das Verhältnis ist im System angelegt. Sportwetten selbst sind in der Schweiz auf eine geschlossene Liste von Sportarten, Wettbewerben und Wettarten beschränkt, die die Gespa führt. Eine Bewilligung verlangt eine Bewilligung für den Veranstalter und eine je für das einzelne Spiel. Die Voraussetzungen liegen vorab beim Gesetzgeber.

Der Vorteil liegt besitzend: ein bewilligter Markt mit strengen Limiten und einem Register. Der Preis liegt ebenfalls dort: wenige Aktionen, kleine Nennwerte, enge Laufzeiten und ein Wohnsitz im Vertragsgebiet.

Um Konto und Guthaben zu trennen: Wer die Aktion mit einem Haus ohne Bewilligung vergleicht, kann höhere Nennwerte sehen. Wer mit einem Wohnsitz in der Schweiz auf einem dieser Kunden länger als nötig bleibt, verliert den Anspruch auf den ganzen Vorteil — keinen Zugang zum Register, keine Chance auf Rechtsschutz und keine Aufsicht.

Die Rechtslage: Warum ausländische Startguthaben massiv sind

Der Rahmen ist mit einem Satz beschrieben. Sportwetten sind ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz, und die Aufsicht liegt bei der Gespa, nicht bei der ESBK, die nur die Spielbanken beaufsichtigt. Der Markt ist rechtlich auf zwei Veranstalter begrenzt.

Ein schweres Holztor mit eisernem Griff in einer alten Steinmauer, Efeu rankt an der Seite hoch.
Sporttip-Wetten stehen Personen ab 18 Jahren offen; Personen unter 18 Jahren sind von der Teilnahme ausgeschlossen.

Eine Bewilligung nach dem Geldspielgesetz gilt nur in der Schweiz. Daraus folgt der zentrale Punkt für dieses Thema: Wenn ein Werbebild mit einem vierstelligen Gratis-Startguthaben ankommt, stammt es von einem Haus, das im bewilligten Markt nicht tätig sein darf. Dieses Konto ist in der Schweiz nirgends bewilligt, und sein Anbieter steht vor einem bis zu dreijährigen Freiheitsentzug oder einer Geldstrafe; der gewerbsmässige Betrieb bis zu fünf Jahren. Der Spieler wird nicht bestraft. Die Strafbarkeit trifft die andere Seite.

Warum das für den Einzelnen trotzdem zählt: Die Schweiz hat die Aufsicht auf die beiden bewilligten Veranstalter zugeschnitten und eine Grenze gezogen, die nur auf dem Papier liegt.

Konkreter Nachteil: Eine ausländische Lizenz gleich welcher Jurisdiktion hat in der Schweiz keine Kraft. Wer auf einer ausländischen Plattform mit einer Verlustlimite rechnet, bucht eine Hausmarke und nicht das Gesetz. Das Sperrregister, in der Schweiz für Casinos und Veranstalter verbindlich, kennt diese Konten nicht. Wer gegen ein ausländisches Haus Ansprüche durchsetzen will, verfolgt sie nach dem ausländischen Recht.

Ausländische Gewinne sind steuerpflichtig nach dem Kantonsrecht.

Was der Aufsichtsrahmen erlaubt, ist eng. Er beschränkt den Sportwettenmarkt auf bewilligte Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten. Gezählt werden nur Ereignisse, die auf der Liste stehen — Qualifikationsrunden nur, wenn die Liste sie aufführt, Frauenwettbewerbe nur, wenn sie dort stehen, Ranglistenwetten nur, wenn die Rangliste die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb oder das Podest entscheidet, nie Trainingsläufe. Ecken- oder Kartenmärkte und Esport sind dort nicht. Ereignisse mit überwiegend Minderjährigen sind gesperrt. Livewetten sind zulässig, jeweils nach den Regeln des bewilligten Veranstalters. Gewinne sind bis zu einem Freibetrag einkommensteuerfrei, wobei der kantonale Freibetrag abweicht; wer den Betrag überschreitet, zahlt 35 % Verrechnungssteuer, die mit der Steuererklärung zurückgeholt wird.

Die Spielerschutzregeln sind die zweite Einschränkung. Eine Registrierung braucht mindestens 18 Jahre und Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet. Ein Konto pro Person, mit verifizierter Identität. Auszahlungen gehen nur auf ein Konto auf den Namen des Kontoinhabers, auf ein Schweizer oder Liechtensteiner Konto — anonyme oder Krypto-Auszahlungen existieren im bewilligten Schweizer Wetten nicht. Es gibt keine Kreditierung von Spielern. Gesperrte oder minderjährige Personen haben keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne.

Das hat eine scharfe Kante für dieses Thema: Wer mit einem Gratisspielguthaben rechnet und gleichzeitig annimmt, dasselbe Guthaben anonym oder per Krypto auszahlen zu lassen, hat den Mechanismus nicht verstanden. Das Guthaben ist auf eine Kontobeziehung mit verifizierter Identität gesetzt.

Kein Zahlungsblock. Die Schweiz hat kein Instrument, mit dem Banken oder Kartenorganisationen Zahlungen an unerlaubte Wettseiten blockieren. Wer von einem «Bankenblock» liest, liest eine Erfindung. Was es gibt, ist die Sperrliste der Gespa: Domains, die Schweizer Netzbetreiber per DNS blockieren. Sie füllt sich nach, weil Anbieter auf Ersatzdomains wechseln.

Der Vorbehalt bei Werbung und Boni

Werbung darf nicht aufdringlich, nicht irreführend und nicht auf Minderjährige oder gesperrte Personen gerichtet sein. Für Spielangebote, die in der Schweiz nicht zugelassen sind, ist Werbung verboten und wird mit einer Busse von bis zu CHF 500’000 geahndet. Die Aufsicht adressiert hier beide Seiten.

Für den Nutzen, der aus diesem Rechtssatz für Leser entsteht: Jede Seite, die ein Gratis-Startguthaben bewirbt, das in der Schweiz nicht zugelassen ist, arbeitet im Werbegraubereich. Ein niedriger vierstelliger Betrag ist also kein Zeichen für ein grosszügiges Haus, sondern ein Hinweis auf einen Rechtsstatus.

Ein Mindesthaltbarkeitsdatum hat die Werbung nicht. Es gibt keine Tageszeit, zu der Werbung für ein solches Angebot verboten wäre, obwohl sie es sein sollte.

Generelles: Für steuerliche Fragen ist der Steuerberater oder die kantonale Steuerverwaltung zuständig. Der Hinweis ist hier so gesetzt wie in einem Gesetzestext.

Die geprüften Anbieter

Der Markt hat zwei Seiten, und sie sind getrennt darzustellen. Zuerst die beiden bewilligten Häuser, dann die ausländischen Anbieter, die viele Schweizer Wettende aus eigener Erfahrung kennen.

Swisslos Sporttip: der Veranstalter mit dem stärksten geschlossenen Regelwerk

Swisslos betreibt Sporttip, gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019. Das Vertragsgebiet umfasst die Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH, dazu den Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein. Wer ausserhalb dieses Gebiets wohnt, bekommt kein Sporttip-Konto.

Die Bedingungen liegen hier ausführlich vor. Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten: CHF 1. Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette: CHF 1’000, für eine Systemwette CHF 10’000. Swisslos kann diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern; eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Was für den Nutzen folgt: Wer CHF 1’000 als Einsatz festlegt, kann den Mindestumsatz aus einer Aktion in einer einzigen Wette unterbringen. Wer die Systemwette mit CHF 10’000 prüft, prüft eine andere Frage.

Die Auszahlung von Guthaben ist eng geregelt. Swisslos zahlt innerhalb von 365 Tagen zweimal gratis auf ein auf den eigenen Namen lautendes Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto aus; ab der dritten Auszahlung kann eine Kommission von 3 % belastet werden, die Überweisung erfolgt innert 5 bis 10 Arbeitstagen. Gratisspielguthaben aus Promotionen ist von der Auszahlung ausgenommen. Gewinne bis CHF 1’000 pro Spielbestätigungsquittung werden automatisch dem Wallet gutgeschrieben; Gewinne über CHF 1’000 gehen innerhalb von 3 Arbeitstagen auf das Schweizer oder Liechtensteiner Konto. Auffallend, dass die Zwei-Auszahlungs-Regel ausdrücklich auf die eigene Auszahlung zielt und die Ausnahme für Aktionsguthaben nicht als Randvermerk führt.

Auf der Einsatzseite stehen der Kombiboost und die Boosts. Der Kombiboost verlangt mindestens vier Voraussagen mit Quote von je mindestens 1.50 und staffelt den Bonus auf den Nettogewinn mit 5, 20, 40 und 100 %. Quoten- und Profitboosts gelten nur online für Prematch-Einzelwetten und sind je Wettenden einmal nutzbar; bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Die Staffel macht den Boost zu einer Wette auf die eigene Trefferquote. Vier Voraussagen sind eine andere Aufgabe als fünfzehn.

Die Anfangs- und Grundlagenregeln sind konsequent. Wer sich online registriert, muss mindestens 18 Jahre alt sein, Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet haben, darf keiner Spielsperre unterliegen und sich nur einmal registrieren. Die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis gelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft. Wetten stehen Personen ab 18 Jahren offen, Minderjährige sind ausgeschlossen; wer selbst an einem Wettereignis teilnimmt, darf nicht auf dieses Ereignis wetten.

Ein eigenes Wort verdient das Zahlungsverfahren. PostFinance Pay wird als Zahlungsart zum Aufladen des Spielkontos angeboten, die Transaktion wird direkt in der PostFinance App bestätigt. Spielguthaben auf dem Wallet lässt sich ausserdem per Online-Zahlungsmöglichkeit oder Einzahlungsschein kaufen, wobei der Mindestbetrag CHF 20 beträgt und ein Kauf nur möglich ist, solange das Wallet-Guthaben CHF 9’999 nicht übersteigt; in 30 Tagen sind höchstens CHF 10’000 möglich. Die beiden Zahlen in einem Satz zu lesen, ist der aufschlussreichste Teil dieser Bedingungen: Ein Konto kann über 30 Tage bis CHF 10’000 aufladen, aber ein einzelner Kauf scheitert, sobald der Kontostand CHF 9’999 erreicht. Gegenständlich ist das eine Bremse in der letzten Stufe.

Zum Wettprogramm gehören Einzel-, Kombinations-, System- und Langzeitwetten sowie Livewetten. Für die Livewetten gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird; Wettannahmen nach dem tatsächlichen Eintreffen des Ausgangs zählen mit Quote 1.00, und in spielentscheidenden Situationen — Elfmeter, Rote Karte, Videoschiedsrichter-Entscheid — kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Der Mechanismus ist ein Argument dafür, Livewetten nicht auf Reaktion zu setzen: Ein Tor, das während des Absendens fällt, macht die Wette zu einem Nicht-Ereignis.

Abgesagte Ereignisse sind geregelt. Wird ein Sporttip-Wettereignis abgesagt und nicht innerhalb von 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn — oder im Rahmen eines Turniers — nachgeholt, ist die Wette ungültig: Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationswetten erhält die Voraussage Quote 1.00. Kombinationen aus voneinander abhängigen Ereignissen derselben Veranstaltung sind nur über die Bet-Builder-Funktion zulässig; nimmt Swisslos versehentlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Wer eine Kombination aus abhängigen Ereignissen ohne den dafür vorgesehenen Weg bildet, riskiert die ganze Wette.

Der reguläre Auszahlungsrahmen ist der eigentliche Vorteil dieses Hauses. Die reguläre Spielzeit umfasst die reguläre Spieldauer — im Fussball etwa 90 Minuten — plus Nachspielzeit; Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Der Gewinnbetrag ergibt sich aus Einsatz mal Quote, bei Kombinationen mal Gesamtquote als Produkt der Einzelquoten, wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Cash-Out gibt es für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung; ein ausgeführtes Cash-Out ist nicht rückgängig zu machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Der Cash-Out-Betrag liegt tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann jederzeit geändert werden.

Zwei Fristen gehören an das Ende, weil sie Geld kosten. Gewinne, die nicht innerhalb von 26 Wochen nach der öffentlichen Bekanntmachung der Wettauswertung geltend gemacht werden, verfallen zugunsten des Zwecks der Swisslos. Eine Einsprache bei verweigerter Auszahlung ist innerhalb von 10 Tagen per eingeschriebenem Brief zu erheben. Wer eine Wette gewinnt und die Auswertung nicht verfolgt, kann sie nach einem halben Jahr nicht mehr einlösen. Was hier zuletzt bleibt, ist die Spannung aus belegter Strenge und einer 26-Wochen-Frist, die für Sporttip-Erfahrene genug ist und für Gelegenheitswetter zu lang.

Loterie Romande Jouez Sport: die klarste Verbindung von Limiten und Promotion

Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Die Kontaktadresse liegt an der Avenue de Provence 14 in Lausanne; das Unternehmen zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende. Die 2’350 Verkaufsstellen sind eine Zahl mit Folgen — an ihnen verteilt sich die Kontrolle der Zugangsberechtigung, und die Zahlen nur nebenbei.

Die Einzahlungsseite ist die härteste im ganzen Feld. Einzahlungen auf das Spielerkonto sind auf höchstens CHF 10’000 pro 30 Tage begrenzt, das Wallet-Guthaben auf höchstens CHF 10’000. Die zweite Zahl begrenzt den Bestand, die erste den Zufluss. Wer sein Budget steuert, steuert die erste; die zweite schützt davor, einen Gewinn liegen zu lassen.

Die Aktionsseite ist die inventarisierteste. Das Angebot «Jouez Sport – Patinoires et Stades» lief vom 17. Dezember 2025 bis 10. März 2026 an 7 Aktionstagen. Wer innerhalb von 7 Tagen den in den National-League-Stadien verbreiteten Code im verifizierten Konto eingab, erhielt CHF 10 Spielguthaben — insgesamt 7’000 Stück, 30 Tage gültig, nicht auszahlbar. Nennwert und Bedingungen sind Auslegungssache, nicht Auszahlungssache. Die 7 Tage und die 7 Aktionstage addieren sich zu einem sehr engen Fenster. Wer auf Patinoires et Stades gewettet hat und nicht innerhalb von 7 Tagen einlöste, fiel aus der Aktion.

Die Lesart dieses Hauses zeigt sich in der Kombination: Wer CHF 10 erhält, hat CHF 10, 30 Tage, ohne Auszahlung. Wer glaubt, dass der Nennwert nach Aktionsende noch verfügbar wäre, irrt. Gratisspielguthaben ist bei diesem Haus nicht auszahlbar.

Im regulären Geschäft ist Jouez Sport klar geregelt. Gewinne bis CHF 1’000 netto werden direkt dem Wallet gutgeschrieben, Gewinne darüber auf das Konto der angegebenen IBAN überwiesen. Wo das Haus Dokumente fordert, sind die Grenzen explizit. Wer den Unterschied zwischen Wallet und Bankkonto nicht kennt, findet ihn hier: Wallet ist der Spielort, IBAN ist der Auszahlungsweg.

Ein weiterer Punkt spricht für dieses Haus: keine Kreditierung von Spielern. Wer sein Konto auflädt, tut es mit eigenem Geld. Der Mechanismus verhindert Nachschuss und ist der Grund, warum die Limiten hier trotz der hohen Einzahlungsgrenze noch greifen.

Im Vergleich zu Swisslos bleibt die Loterie Romande damit das Haus mit den klarsten Promotionsbedingungen und dem kürzesten Bewilligungsfenster. Für Westschweizer ist sie die erste Adresse. Wer im Vertragsgebiet von Swisslos wohnt, hat bei ihr keinen Zugang.

Betclic: eine ausländische Plattform für Wettende, die auf jeden Fall auf Schweizer Märkte verzichten

Betclic hat keine Schweizer Bewilligung. Der Betreiber hat keine in der Schweiz anerkannte Bewilligung; das Konto ist im Schweizer Sinn nicht bewilligt, und der Betreiber steht vor den Sanktionen, die das Gesetz an gewerbsmässiges Veranstalten von Wetten ohne Bewilligung knüpft. Das ist die eine Seite.

Die andere Seite: Für einen Teil der Wettenden ist das genau der Punkt. Wer ein Konto führt, das nicht in der Schweiz bewilligt ist, hat keinen Zugang zum Sperrregister, keine Schweizer Aufsichtsbehörde und keinen Schweizer Rechtsschutz. Die Wahl ist damit nicht «bequemer», sondern «ohne diesen Rahmen» — mit dem Preis, der im Abschnitt zur Rechtslage steht.

Für wen sich das rechnet und für wen nicht, hängt an einer einzigen Frage: Ob die Limiten und Schutzmechanismen, die im Abschnitt zu den Verlustlimiten stehen, für den Leser einen Wert haben. Wer sie bejaht, bleibt bei den beiden bewilligten Häusern. Wer sie verneint, entscheidet sich gegen den Schutz und für das Angebot.

Jackbit: ein Name aus dem internationalen Wettangebot

Jackbit hat keine Schweizer Bewilligung. Eine ausländische Lizenz hat in der Schweiz keine Kraft — die Schweizer Rechtsordnung, die Sportwetten zwei Veranstaltern zuweist, kennt diesen Anbieter nicht als Teilnehmer.

Eine Bewertung hat zwei Seiten. Ein Konto auf einer ausländischen Plattform ist gegenüber einem Konto bei den bewilligten Häusern zugänglicher, aber ohne die Schweizer Verlustlimiten und ohne Registereintrag. Wer sein Budget selbst steuert, merkt den Unterschied nicht sofort. Wer ihn nicht steuert, merkt ihn später.

Der praktische Massstab bleibt die Liste der Gespa. Wer prüfen will, ob ein ausländischer Anbieter für Schweizer Kunden blockiert ist, findet die Antwort in der Sperrliste, die die Aufsicht führt und die Schweizer Netzbetreiber per DNS umsetzen.

IviBet: hoher Nominalwert, kein Schweizer Rahmen

IviBet hat keine Schweizer Bewilligung. Wer das Startguthaben mit den in der Schweiz üblichen Nennwerten vergleicht, wird hier auf grössere Beträge stossen — und der Vorgang ist genau der Grund, warum die Schweizer Lösung so klein aussieht: Vorabzustimmung, Gespa, enge Bedingungen.

Was auf der anderen Seite steht, ist nicht ein besserer Service, sondern ein anderer Rahmen. Ausländische Angebote unterliegen nicht dem Schweizer Geldspielgesetz, nicht der Aufsicht und nicht dem Sperrregister. Für einen Wettenden mit Wohnsitz in der Schweiz, der die Vorteile des Schweizer Rahmens will, ist das ein Ausschlusskriterium. Für jemanden, der diese Vorteile nicht sucht, bleibt es eine Alternative mit anderem Risikoprofil.

Wer bei IviBet ein Konto führt, sollte die Bedingungen selbst lesen, statt sich auf die Zahl im Werbebild zu verlassen.

HornetBet: ein internationales Konto ohne Schweizer Rechtsschutz

HornetBet hat keine Schweizer Bewilligung. Der Anbieter fällt unter den Satz, dass eine ausländische Bewilligung in der Schweiz keine Wirkung hat — er ist in der Schweiz als Teilnehmer am Sportwettenmarkt nicht anerkannt, und Schweizer Spielende haben keine Schweizer Aufsicht, an die sie sich wenden können.

Aus Schweizer Sicht ist das eine Frage des Rückgriffs. Wenn eine Auszahlung ausbleibt, führt der Weg nicht zu einer Schweizer Behörde. Wer diesen Rückgriff sucht, findet ihn bei den beiden bewilligten Häusern. Wer ihn nicht braucht, kann das Angebot prüfen — sollte aber die Höhe des ausländischen Startguthabens an der Grösse des eigenen Risikos messen.

Für den Vergleich heisst das: HornetBet liefert keinen Grund, die bewilligten Häuser zu verlassen, und keinen Grund, sie zu überspringen. Es ist ein weiterer Name ohne Schweizer Bewilligung.

Unibet: eine bekannte Marke ohne Schweizer Bewilligung

Unibet hat keine Schweizer Bewilligung. Die Marke ist bekannter als die meisten anderen hier, und die Bekanntheit ist genau der Punkt, an dem die Bewilligungslage nicht mit der Sichtbarkeit mitgehalten hat.

Wer die Marke kennt, sollte den Status kennen. Schweizer Spielende haben auf einem ausländischen Konto keinen Zugang zum Sperrregister. Bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung ist die Aufsicht eine andere als hier — wer das akzeptiert, entscheidet bewusst.

Die Stärke des Schweizer Marktes, ein geschlossener Sportarten- und Wettartenkatalog, fehlt bei Unibet. Keine Bewilligung bedeutet keine Bindung an die Liste, und keine Bindung heisst mehr Märkte, aber weniger Schweizer Struktur.

BDMBet: die Bewilligungslage als einziger belastbarer Massstab

BDMBet hat keine Schweizer Bewilligung. Für einen Vergleich, der auf belegbaren Angaben steht, bleibt damit nur der Schweizer Status als belastbare Grösse. Beim Veranstalter zählt die Bewilligungskette; bei diesem Anbieter zählt sie nicht, weil es keine gibt.

Der Spielraum, den dieses Konto eröffnet, ist eine Frage des Netzes. Schweizer Rechtsmittel stehen nicht zur Verfügung. Die Verlustlimiten, die in der Schweiz zum Konto gehören, sind in dieser Konstellation Hausregeln und nicht gesetzlich durchgesetzt.

Das ist kein Argument gegen den Anbieter, sondern eine Einordnung seines Status: gleicher Massstab wie bei allen ausländischen Namen, kein Ranking-Sieg aus einem grösseren beworbenen Betrag.

DirectionBet: ein Angebot, das Schweizer Rahmen nicht kennt

DirectionBet hat keine Schweizer Bewilligung. Die Aufsichtsliste der Gespa und die bewilligten Veranstalter definieren, was in der Schweiz zulässig ist; dieser Name steht ausserhalb dieser Grenze. Der Vorgang ist der, der jedem ausländischen Konto anhaftet: kein Registereintrag, keine Schweizer Aufsicht, kein Rückgriff auf Schweizer Behörden.

Was bleibt, ist eine Angebotsentscheidung. Wer den Schweizer Rahmen will, ist hier falsch. Wer ihn nicht will, kann vergleichen — und sollte die Bedingungen selbst lesen. Die Sportsperrlisten der Gespa geben Hinweise darauf, ob eine Domain für Schweizer Nutzer erreichbar bleibt.

Der Preis für eine fehlende Bewilligung ist am Ende derselbe wie bei jedem Namen in dieser Gruppe.

BillyBets: das letzte Wort gehört der Sperrliste

BillyBets hat keine Schweizer Bewilligung. Damit gelten die Feststellungen, die für die ganze Gruppe der ausländischen Anbieter gelten: Der Anbieter ist in der Schweiz nicht als Veranstalter anerkannt, Schweizer Spielende haben keinen Zugang zum Sperrregister, und Schweizer Rechtsschutz steht nicht zur Verfügung.

Neu ist nur die Domain. Ausländische Domains können auf die Sperrliste der Gespa kommen und werden dann von Schweizer Netzbetreibern per DNS blockiert. Blockierte Domains werden innert Stunden ersetzt. Wer heute eine Seite erreicht, erreicht sie möglicherweise morgen nicht mehr.

Damit schliesst die Runde. Am Anfang standen zwei Veranstalter mit Bewilligung, ein Register, ein Wohnsitzerfordernis und ein Gratisspielguthaben von CHF 10. Am Ende stehen acht Namen ohne Schweizer Bewilligung. Die Entscheidung dazwischen ist keine Geschmacksfrage.

Wer in der Schweiz ein Sportwettenkonto mit Startguthaben will, hat drei Wege: Sporttip oder Jouez Sport, ein Konto ohne Schweizer Schutz, oder gar kein Konto. Die erste Wahl ist die einzige mit einer Bewilligungskette.

Häufig gestellte Fragen

Gibt es in der Schweiz ein Startguthaben für neue Wettkonten?

Ja, aber nur unter einer Hürde. Wer Gratisspielguthaben anbietet, braucht vorab die Zustimmung der Gespa, so verlangt es das Geldspielgesetz. 2025 wurden solche Zustimmungen 32-mal erteilt — 24-mal an die Loterie Romande, 8-mal an Swisslos. Im bewilligten Markt ist das Angebot deshalb klein und selten, nicht weil die Häuser knausern, sondern weil die Hürde so hoch liegt.

Warum sind Gratisguthaben bei Swisslos und Loterie Romande die Ausnahme?

Weil das Gesetz sie an eine vorherige Zustimmung der Aufsicht bindet und der Markt mit zwei Veranstaltern sehr klein ist. Dazu kommen enge Bedingungen: Nennwerte in der Höhe von CHF 10, 30 Tage Gültigkeit, keine Auszahlung. Eine Aktion mit Gratisspielguthaben ist damit ein Randfall, und die Häuser setzen lieber auf Quoten- und Kombiboosts.

Lässt sich ein Startguthaben auszahlen, oder gilt es nur als Spielguthaben mit Bedingungen?

Gratisspielguthaben aus Promotionen ist nicht auszahlbar. Das steht bei der Loterie Romande im Reglement für die Internetplattform und bei Swisslos in den Bedingungen für die Online-Teilnahme. Es lebt auf dem Spielerkonto, wird bei einer Wette eingesetzt und verfällt dort. Der Nennwert ist ein Einsatzrecht, kein Guthaben, das auf ein Bankkonto wandern könnte.

Wird bei einer gewonnenen Wette mit Gratisspielguthaben der Einsatz mit ausbezahlt?

Das hängt an der Gestaltung der Aktion. Bei einer Gratiswette, deren Nennwert der Einsatz ist, wird nur der Gewinnanteil ausbezahlt; der Einsatzanteil bleibt im Spielkonto. Der Unterschied ist beträchtlich: Bei CHF 10 Nennwert und Quote 1.90 liegen die Werte zwischen CHF 9 und CHF 19 je nach Bedingung.

Welche Verlustlimiten müssen vor der ersten Wette gesetzt werden?

Vor der ersten Sporttip-Teilnahme sind Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage zu setzen. Die Oberlimite liegt bei CHF 9’999, unter 21 Jahren bei CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich. Die Limiten greifen auch für Einsätze mit Aktionsguthaben.

Was ist von ausländischen Seiten zu halten, die ohne Schweizer Bewilligung mit Gratisspielguthaben werben?

Sie haben keine Schweizer Bewilligung, und ihre ausländische Lizenz hat hier keine Wirkung. Wer dort spielt, verliert den Zugang zum Sperrregister und den Schweizer Rechtsschutz. Ausländische Gewinne sind nach kantonalem Steuerrecht zu erfassen; die Praxis im Thurgau behandelt sie als steuerbares Einkommen. Das sind die Fakten. Die Wahl trifft jeder selbst.

Kernzahlen auf einen Blick

Die Häuser, deren Bewilligung Schweizer Wetten erlaubt:

Die Grenzen, die für die beiden Häuser gelten:

Acht weitere Namen haben keine Schweizer Bewilligung: Betclic, Jackbit, IviBet, HornetBet, Unibet, BDMBet, DirectionBet, BillyBets. Sie sind hier gelistet, weil Schweizer Wettende ihnen begegnen, nicht weil sie hier spielbar sind.

Inhalt erstellt vom Team «handicapwettench»