French Open Wetten in der Schweiz: Was die zwei Bewilligungen bedeuten

Updated Oktober 2026
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Ein Tennisplatz aus rotem Sand liegt im ersten Licht des Morgens, das Netz hängt still und die Linien sind frisch gezogen.

Auf Sand zu setzen ist in der Schweiz kein offener Markt. Zwei Veranstalter dürfen es, jeder in seinem Gebiet, und alles andere steht auf einer Sperrliste.

Die French Open 2026 fanden vom 24. Mai bis 7. Juni 2026 in Paris auf Sand statt.

Datenstand: Oktober 29, 2026; die Bewilligungsangaben wurden gegen die Gespa-Liste der bewilligten Veranstalter und die öffentlich einsehbaren Veranstalterbewilligungen geprüft.

Rechtslage: warum die Auswahl in der Schweiz eine Entscheidung über den Wohnort ist

Wer nach französischen Open-Wetten sucht, stösst auf ein Dutzend Namen und auf eine harte Zahl dahinter: zwei. Sportwetten sind in der Schweiz ein Grossspiel, geregelt im Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51, in Kraft seit 1. Januar 2019), und beaufsichtigt werden sie von der Gespa, der Interkantonalen Geldspielaufsicht in Bern, gestützt auf das Geldspielkonkordat, das am 1.1.2021 in Kraft trat. Nicht von der ESBK — die ist für Casinos zuständig und für nichts sonst. Eine Bewilligung braucht zwei Teile, eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung, und sie «gilt nur in der Schweiz». Das ist kein Satz aus einer Broschüre, sondern der Kern des ganzen Themas: Ein Anbieter mit maltesischer oder curaçaischer Zulassung besitzt hier nichts, was ein Schweizer Gericht anerkennen müsste.

Ein Holzsteg führt über einen ruhigen Bergsee im Nebel, am anderen Ufer stehen dunkle Tannen.
Bei den French Open spielen die Herren auf drei Gewinnsätze und die Damen auf zwei Gewinnsätze.

Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter von Lotterien und Sportwetten bei zwei gedeckelt, und die beiden sind nicht austauschbar.

Bei Swisslos läuft die Sportwette unter dem Namen Sporttip. Trägerin ist die SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel, die ihre Lotterien und Sportwetten auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 stützt. Das Vertragsgebiet umfasst die Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH, dazu Tessin und das Fürstentum Liechtenstein.

Bei der Loterie Romande heisst das Produkt Jouez Sport, und es gehört den sechs Westschweizer Kantonen Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Die Loterie Romande zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende.

Für einen Spielenden heisst das: Der Wohnort entscheidet, welches der beiden Produkte überhaupt zur Verfügung steht, und ein zweites gibt es nicht zu wählen. Bern kennt kein Sporttip-Konto, Genf kein Jouez-Sport-Konto. Das ist die eigentliche Auswahllandschaft dieser Seite — keine Liste von zehn Optionen, sondern ein Entweder-oder, das die Adresse schon entschieden hat.

Was ein Schweizer Veranstalter anbieten darf — und was nicht

Die Spielbewilligung ist eine geschlossene Liste, und sie ist enger, als man vermuten würde. Die Gespa führt eine Liste der bewilligten Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten in der Version vom 10.09.2026, gestützt auf Art. 25 BGS und Art. 29 VGS. Darin: Qualifikationsrunden nur, wenn sie aufgeführt sind; Frauenwettkämpfe nur, wenn sie aufgeführt sind; Ranglistenwetten nur, wenn die Rangliste über den Eintritt in einen internationalen Wettbewerb oder über das Podest entscheidet. Wetten auf Trainingsläufe fehlen vollständig. Corner- und Kartenmärkte erscheinen nicht, eine Esport-Abteilung ebenso wenig. Veranstaltungen, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind gesperrt (Art. 25 Abs. 2 BGS).

Ein Tennisball und ein Schläger ruhen auf einer Holzbank am Spielfeldrand, im Hintergrund hohe Bäume im Sommerlicht.
Rekordsieger der French Open im Herreneinzel ist Rafael Nadal mit 14 Titeln; im Dameneinzel hält Chris Evert den Rekord mit 7 Titeln.

Dass ein Tennisturnier der Kategorie der French Open in dieser Liste steht, ist keine Selbstverständlichkeit, sondern eine Eintragung. Wer ein Konto eröffnet, sollte sich die Liste einmal ansehen, bevor er über fehlende Märkte schimpft: Was fehlt, darf nicht angeboten werden. Wetten auf Wetter, Politik oder Fernsehsendungen sind ausgeschlossen — Sport, und nur Sport.

Livewetten sind erlaubt, vor dem Match und während des Spiels, soweit der Veranstalter über eine entsprechende Entscheidung verfügt. Eine gesetzliche Beschränkung auf bestimmte Live-Märkte kennt das BGS nicht.

Cash-Out dagegen ist nicht reguliert. Es bleibt, was es ist: eine Funktion des jeweiligen Veranstalters, mit den Bedingungen, die er selbst in seine Regeln schreibt.

Ein Konto, ein Wohnsitz, eine Person

Die Online-Registrierung bei Swisslos verlangt mindestens 18 Jahre und Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im eigenen Vertragsgebiet. Eine bestehende Spielsperre schliesst aus, und jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft. Art. 47 Abs. 3 VGS verlangt für ein Online-Konto Wohnsitz in der Schweiz, die Praxis der Veranstalter verlangt ihn zusätzlich in ihrem eigenen Gebiet.

Diese Verifikation ist der Punkt, an dem sich die beiden Welten am deutlichsten trennen. Ein Konto mit geprüfter Identität lässt sich nicht anonym führen, und die Auszahlung ist an ein Zahlungskonto auf den Namen des Kontoinhabers gebunden (Art. 50 Abs. 2 VGS). Anonyme oder Krypto-Auszahlungen existieren im bewilligten Schweizer Wettmarkt nicht. Kredit an Spielende gibt es ebenfalls nicht (Art. 75 Abs. 1 BGS).

Wer das als lästige Formalität liest, liest es falsch herum. Es ist der Grund, weshalb ein Schweizer Veranstalter im Streitfall überhaupt greifbar ist.

Warum ausländische Seiten nicht verboten für den Spieler sind — und trotzdem nichts schützen

Die Bewilligungspflicht trifft den Veranstalter, nicht den Spielenden. Wer ohne Schweizer Bewilligung Sportwetten organisiert, macht sich strafbar: bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu fünf Jahre (Art. 130 BGS). Der Spielende wird nicht bestraft.

Das ist die gute Nachricht, und sie ist die einzige. In einem Verfahren gegen den Anbieter können Einsätze und Gewinne eingezogen werden. Es gibt keine Schweizer Aufsicht, keine Fairness-Kontrolle, keine Anlaufstelle. Und es gibt einen Punkt, der in der Praxis am härtesten trifft: Diese Anbieter sind nicht an das Sperrregister angeschlossen. Wer sich selbst sperren liess, um Abstand zu gewinnen, findet auf einer ausländischen Seite offen wieder hinein. Ein Auslandskonto weiss nichts davon.

Die Gespa veröffentlicht dazu die Sperrliste ausländischer Domains, die Schweizer Telekom-Anbieter per DNS blockieren (Art. 86–93 BGS). Die erste Liste stammt vom 3. September 2019, Ende 2025 umfasste sie 671 Domains. Blockierte Domains werden innert Stunden ersetzt — Domain-Hopping, wie die Aufsicht das nennt. Die Gespa nennt in diesem Zusammenhang Interwetten und Bet-at-Home und führt bet365 auf der Liste.

Ein Sperrfilter, der innert Stunden umgangen wird, ist kein Schutz, sondern ein Tempo. Das sollte man wissen, bevor man sich auf die technische Sperre verlässt. Wer nicht auf einer ausländischen Seite landen will, verlässt sich besser auf seine eigene Entscheidung als auf seinen Internetanbieter.

Werbung und Gratisguthaben: der enge Rahmen

Werbung darf nicht aufdringlich oder irreführend sein und sich nicht an Minderjährige oder gesperrte Personen richten (Art. 74 BGS). Werbung für Geldspiele, die in der Schweiz nicht erlaubt sind, ist untersagt (Art. 74 Abs. 3 BGS) und wird mit einer Busse bis CHF 500’000 geahndet (Art. 131 BGS). Gratisspiele oder Gratisguthaben brauchen die vorgängige Zustimmung der Gespa (Art. 75 Abs. 2 BGS); 2025 erteilte sie 24 Zustimmungen an die Loterie Romande und 8 an Swisslos. Bonusbeträge und Bedingungen stammen ausschliesslich aus den Bedingungen des jeweiligen Veranstalters. Eine zeitliche Sperre für Werbung am Abend oder in der Nacht existiert nicht.

Der Umkehrschluss aus dieser Liste ist für einen Leser nützlicher als die Liste selbst: Ein Anbieter, der im Schweizer Werbeumfeld ohne Bewilligung auftritt, bewegt sich dort schon im Unrecht. Der Rahmen ist so gesetzt, dass die blosse Anwesenheit eines Auslandsanbieters im hiesigen Marketing schon eine Information ist.

Verantwortungsvoll wetten: die Limiten setzt der Spielende, nicht der Staat

Ein Sportwettenkonto in der Schweiz beginnt mit einer Zahl, die der Spielende selbst eingibt. Das ist die Konstruktion, und sie ist ungewöhnlich: Die Schweiz kennt keinen gesetzlich festgeschriebenen Einzahlungsdeckel. Kein Betrag, den der Staat vorschreibt. Stattdessen muss der Veranstalter vom Spielenden einen oder mehrere Höchstwerte für Einsätze oder Verluste verlangen — täglich, wöchentlich oder monatlich (Art. 87 VGS).

Wer die Limite nicht setzt, hat keine. Das ist der wichtigste Satz dieses Abschnitts, und er klingt nur harmlos.

Die 72 Stunden

Bei Swisslos müssen Spielende vor der ersten Sporttip-Teilnahme Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen. Die Oberlimite liegt bei CHF 9’999, für Personen unter 21 Jahren bei CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich. Die Loterie Romande verfährt nach denselben Fristen in ihren eigenen Bedingungen.

Gesetzlich gilt eine Erhöhung nach 24 Stunden (Art. 87 VGS), die beiden Veranstalter wenden 72 Stunden an. Wer die Frist für reine Vorsicht hält, übersieht den Mechanismus: Sie existiert, weil eine Erhöhung typischerweise nicht in einem ruhigen Moment beschlossen wird. Die drei Tage sind die Zeitspanne zwischen dem Impuls und seiner Ausführung, und in dieser Zeitspanne liegt der ganze Nutzen. Eine Senkung dagegen wird nicht verzögert — sie muss nicht verzögert werden, sie ist die Richtung, in der Handlungsspielraum verschwindet. Wer bemerkt, dass er zu viel setzt, kann den Betrag sofort herunterziehen, und niemand hält ihn auf.

Sperre, Register und Beratung

Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein.

Das ist die stärkere Massnahme und zugleich die unbequemere, denn sie lässt sich nicht zurücknehmen, wenn der Abend anders aussieht als der Morgen. Die Sperre nach Art. 80–82 BGS erfasst überschuldete oder spielsuchtgefährdete Personen ebenso wie die freiwillige Selbstsperre; eine freiwillige Sperre kann erst nach drei Monaten aufgehoben werden (Art. 84 VGS), unter Beteiligung einer Fachstelle (Art. 81 BGS). Eine selbst gewählte Pause von bis zu sechs Monaten muss angeboten werden (Art. 89 VGS). Gesperrte oder minderjährige Personen haben keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne (Art. 45 BGS).

Der letzte Punkt wird oft überlesen und ist der härteste: Wer gesperrt ist und trotzdem spielt, verliert den Anspruch — nicht nur den Zugang.

Zur Beratung gehört ein Hinweis ohne Pointe. Wer sein Wettverhalten nicht mehr unter Kontrolle hat, findet Unterstützung bei den kantonalen Beratungs- und Präventionsstellen und über die Spielsuchtberatung desGespa-Umfelds. Ich schreibe das flach, weil es flach bleiben muss: Ein solcher Kanal ist wirksamer, wenn er nicht nach der zwölften Erwähnung klingt.

Wo die Kontrolle an der Verkaufsstelle endet

Die Gespa führte 2025 Testkäufe durch, und das Ergebnis ist unangenehm: 200 Fälle, in 47,5 % davon wurde an der Verkaufsstelle eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft.

Wer daraus schliesst, die Schweizer Regulierung sei Fassade, zieht die falsche Lehre, aber es wäre falsch, den Befund weichzuspülen. An der Ladentheke entscheidet eine Person, und Personen machen Fehler in fast der Hälfte der geprüften Fälle. Am Bildschirm gilt das nicht: Dort liest das System den Ausweis aus und prüft ihn gegen Adressdatenbanken. Wer eine Wetten aus der Hand geben will, sollte das nicht als Argument für mehr Regulierung lesen, sondern als Hinweis darauf, wo er selbst genauer hinschauen muss.

Konto, Zahlung und Auszahlung

Auszahlungen gehen nur auf ein Zahlungskonto im Namen des Kontoinhabers (Art. 50 Abs. 2 VGS). Welche Zahlungsmarken ein Veranstalter akzeptiert, ist seine eigene Sache und steht in seinen Bedingungen. Ein Zahlungsblocker gegen unerlaubte Wettseiten existiert in der Schweiz nicht — Banken und Kartensysteme blockieren solche Zahlungen nicht. Wer das Gegenteil behauptet, erzählt eine beruhigende Geschichte ohne Deckung.

Wettarten und Quoten: was in einer Quote steckt

Eine Quote ist keine Prognose, sondern ein Preis mit einer Gebühr darin. Wer das einmal verstanden hat, liest Wettprogramme anders.

Bei den French Open stehen regelmässig drei Arten von Wetten nebeneinander, und sie unterscheiden sich nicht in der Logik, sondern im Zeitpunkt: der Gesamtsieger vor dem ersten Aufschlag, das Einzelmatch, die Satzwette. Dazu Livewetten während des Spiels.

Die Grundrechnung

Der mögliche Gewinn folgt aus Einsatz mal Quote. Bei einem Einsatz von CHF 50 auf eine Quote von 2.10 kommen CHF 105 zurück, und davon sind CHF 55 Nettogewinn — die Rechnung gilt für die Einzelwette und für jede Kombination, bei der sich die Quoten der Teile zu einer Gesamtquote multiplizieren. Wer drei Matches kombiniert, multipliziert drei Preise, und der Rückfluss wächst genauso wie das Risiko: Es genügt ein verlorenes Teilstück.

Eine Satzwette auf einen Spieler, der einen Satz verliert, erledigt den Wettschein, auch wenn das Match noch nicht entschieden ist. Und ein Langzeitschein auf den Gesamtsieger bindet den Einsatz über zwei Wochen. Das ist die eigentliche Auswahlentscheidung zwischen den Wettarten — nicht die Höhe der Quote, sondern die Frage, wie lange das Geld und die Erwartung laufen.

Die Marge — und was sie in einem Zweiwegemarkt kostet

Jede Quote enthält die Marge des Veranstalters, und man kann sie ausrechnen. Der Quotenschlüssel oder die Auszahlungsquote eines Marktes ist 1 ÷ (1/Quote₁ + … + 1/Quoteₙ) über alle Ausgänge desselben Marktes; die Marge ist 100 % minus dieser Wert.

Nehmen wir einen illustrativen Zweiwegemarkt mit Quoten von 1.90 auf beiden Seiten — ein Rechenbeispiel, kein quotierter Preis. Die Kehrwerte sind je 0,5263, ihre Summe 1,0526. Der Quotenschlüssel liegt damit bei etwa 95,0 %, die Marge bei rund 5,0 %. Bei knapp 5 % liegt sie, wenn der Markt tatsächlich so gepreist ist, und diese Bedingung gehört zum Ergebnis: Eine Marge ist keine Eigenschaft eines Anbieters, sondern eines Marktes an einem Tag. Ein Zweiwegemarkt auf ein Tennismatch lässt sich eng kalkulieren, ein Markt über den Gesamtsieger eines zweiwöchigen Turniers mit über hundert Startenden trägt mehr Unsicherheit und wird in aller Regel breiter bepreist. Für denselben Anbieter können deshalb zwei Märkte auf dasselbe Turnier zwei verschiedene Werte tragen, und ein Vergleich, der nur einen davon kennt, vergleicht nichts.

Was die Marge in der Praxis bedeutet: Bei 5 % Marge geht dem Spielenden im Durchschnitt etwa 5 % jedes Einsatzes verloren, und zwar unabhängig davon, ob er gewinnt oder verliert — sie sitzt im Preis, nicht im Ausgang. Über den Quotenschlüssel dargestellt: Rund 95 % aller Einsätze eines solchen Marktes fliessen als Gewinne zurück, und die Aufteilung dieses Trichters auf einzelne Spielende ist nicht planbar. Wer sein Glück über hunderte Wetten versucht, tauscht nach und nach einen Teil seines Geldes gegen Unterhaltung. Das ist das Geschäftsmodell, und es ist nicht unanständig; es wird nur selten ausgesprochen.

Wo die Quoten herkommen und warum die Anzahl Sätze zählt

Bei den French Open spielen die Herren auf drei Gewinnsätze und die Damen auf zwei. Die Regel stammt aus einer Einigung aller vier Grand-Slam-Turniere im März 2022: Bei 6:6 gibt es einen Tiebreak bis 7, im Entscheidungssatz einen Match-Tiebreak bis 10 mit zwei Punkten Vorsprung.

Für Satz- und Spielwetten ist das kein Detail. Ein Best-of-three-Match endet im schlechtesten Fall in drei Sätzen, ein Best-of-five-Match in fünf — jede Satzwette auf ein Herrenmatch hat damit mehr Sätze, in denen sie kippen kann, und ein Favorit, der einen Durchgang abgibt, ist im Herrenfeld nicht halb so selten wie im Damenfeld. Das prägt auch das Gesamtbild: Ein gewonnener erster Satz verschiebt die Livequote im Herrenfeld anders als im Damenfeld, weil die Zeitachse länger ist.

Wer die Anzahl Sätze im Kopf behält, versteht, warum sich zwei oberflächlich gleiche Wetten mit gleicher Quote unterschiedlich anfühlen. Das ist ein Stück Information, das in keiner Quote steht.

Live, Cash-Out und Kombinationen

Livewetten gelten unabhängig davon, ob das Ereignis übertragen wird — eine Livewette braucht keinen Stream. Wer nach dem tatsächlichen Eintreffen des Ausgangs platziert, bekommt Quote 1.00; in spielentscheidenden Situationen wie Elfmeter, Roter Karte oder Videoentscheid kann der Veranstalter Wetten mit Quote 1.00 werten. Das ist eine Absicherung des Veranstalters gegen sein eigenes Reaktionsfenster, keine Auszahlung.

Cash-Out verdient einen eigenen, nüchternen Satz: Bei einem Schweizer Veranstalter ist der Cash-Out-Betrag tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, er hängt vom Stand der Ereignisse ab und kann jederzeit geändert werden. Beim beworbenen Produkt handelt es sich um eine Einzel-, Kombinations- oder Langzeitwette, und Cash-Out ist als vollständiger Vorgang ohne Teilauszahlung ausgestaltet — keine Garantie für jeden Markt, und ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen. Das Wort lässt eine Versicherung erahnen, wo eine Verrechnung mit dem Marktpreis des Moments steht. Wer zwei Wochen auf einen Gesamtsieger gesetzt hat und am Halbfinale in Versuchung gerät, sollte vorher wissen, dass er dafür weniger bekommt als beim Durchhalten — und dass der Betrag davon abhängt, wie der Veranstalter die Restwahrscheinlichkeit gerade liest.

Kombinationen haben eine eigene Regel. Bei einem bewilligten Schweizer Veranstalter sind voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung nur über die Bet-Builder-Funktion kombinierbar; nimmt der Veranstalter eine solche Kombination irrtümlich ohne diese Funktion an, kann er die gesamte Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Ohne Bet-Builder ist die Wette also nicht nur schwächer preisbar, sondern im Zweifel nichtig.

Auswirkung auf den Wettschein: Ein Verlängerungs- und Penaltyschiessen-Fall, der bei einer Kombination entscheidend wird, ist dagegen klar geregelt — bei einem Schweizer Veranstalter zählt die reguläre Spielzeit plus Nachspielzeit, und Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Für die French Open ist das ohne Bedeutung; für einen Fussballschein mit dem Finale eines Turniers ebenfalls nicht, aber für das Pokalfinale in der eigenen Kombination schon. Die Bedingungen des jeweiligen Marktes sind hier die einzige verlässliche Auskunft, nicht die Erwartung, die ein Endstand nahelegt.

Sport und Turnier: der Rhythmus, nach dem die Wetten laufen

Die French Open sind die offene französische Meisterschaft im Tennis und werden im Stade Roland Garros im 16. Arrondissement von Paris auf Sand gespielt, der Terre battue. Veranstalter ist der Weltverband ITF. Das erste Turnier fand 1891 als «Championnat de France international de Tennis» statt.

Ein Grand-Slam-Turnier auf Sand ist kein beliebiges Tennisturnier, und für Wetten zählt der Unterschied mehr als die Tradition. Sand verlangt mehr Beinarbeit, längere Ballwechsel und mehr Sätze pro Matchzeit. Für einen Wetter heisst das: Das Spiel ist langsamer, die Favoritenrollen sind stabiler, und das Publikum, das den Ballwechsel hört statt ihn zu sehen, vertraut der Quote des Weltranglistenersten mehr als bei einem schnellen Belag. Keine dieser Beobachtungen ist eine Prognose, sondern eine Eigenschaft des Belags.

Der Kalender, die Qualifikation und die Langzeitwette

Die French Open 2026 fanden vom 24. Mai bis 7. Juni 2026 in Paris auf Sand statt. Turnierform: Hauptfeld, vorgeschaltete Qualifikation, Finale. Die Qualifikation ist der Zeitraum, in dem sich Spielerinnen und Spieler ohne Setzung in das Hauptfeld spielen; für Wettende ist sie der einzige Abschnitt des Turniers, dessen Namen im Vorfeld kaum jemand kennt.

Genau dort liegt die interessante Eigenschaft einer Langzeitwette auf den Gesamtsieg. Sie wird über Wochen gehandelt, und je früher sie platziert wird, desto weniger Information enthält der Preis — weil zu diesem Zeitpunkt noch nicht feststeht, gegen wen im Feld gespielt wird. Das ist die Zeit, in der ein langer Preis am längsten ist, und es ist auch die Zeit, in der er am wenigsten bedeutet.

Zum Rahmen des Turniers gehören zwei weitere Zahlen. Das Gesamtpreisgeld der French Open 2026 betrug 61’723’000 €, ein Anstieg um 9,35 % gegenüber dem Vorjahr; die Einzelsieger im Profitennis erhielten jeweils 2’800’000 €. Für eine Wette ist das irrelevant, für die Einordnung nicht: Ein Turnier dieser Grössenordnung rechtfertigt ein tiefes Wettprogramm, und der Preisgeldanstieg ist selbst ein Beleg dafür, wie viel Aufmerksamkeit auf den zwei Wochen liegt.

Die Zwei-Wochen-Erinnerung

Das Dameneinzel der French Open 2026 gewann Mirra Andrejewa im Finale gegen die Qualifikantin Maja Chwalińska. Das Herreneinzel ging an Alexander Zverev (Deutschland) im Finale gegen Flavio Cobolli (Italien).

Das Ergebnis ist für künftige Quoten kein Faktor — ein neuer Anbieter bepreist das nächste Turnier nicht mit der Erinnerung an dieses. Es sagt aber etwas über das Feld: Eine Qualifikantin im Endspiel des Dameneinzels ist der Beweis, dass die Rangliste auf Sand weniger starr ist als auf anderen Belägen. Wer aus dem Ergebnis auf einen Favoriten für 2027 schliesst, tut genau das, was der Markt am Tag der Auslosung einpreist, und zahlt dafür einen Preis, den andere Wettende ebenfalls kennen.

Warum es für 2027 noch keine Quoten gibt

Die nächste Ausgabe folgt im Jahr 2027. Die French Open werden jährlich ausgetragen, die 2026er Ausgabe ist abgerechnet, und ein Zwei-Wochen-Turnier bepreist niemand seriös, solange Auslosung und Formkurven fehlen.

Wer heute nach Quoten für 2027 sucht, findet Anzeigen von Anbietern, die sich an ein Publikum richten, das sich im Datum vertut: Setzungslisten, die sich ändern, Verletzungen, die niemand kennt, und ein Hauptfeld, das es noch nicht gibt. Dahinter steht die Marge — über einen so langen Zeitraum ist sie breiter kalkuliert, weil die Unsicherheit grösser ist. Wo die Zahl herkommt: Sie ist eine Annahme des Preisstellers über Wochen, keine Beobachtung.

Die Rekordmarken und das Verhältnis zur Quote

Rekordsieger der French Open im Herreneinzel ist Rafael Nadal mit 14 Titeln; im Dameneinzel hält Chris Evert den Rekord mit 7 Titeln.

Solche Marken wandern in die Quotenargumente der Marketingabteilungen und in die Gespräche, die man in einem Wettbüro hört. Der Fehler dabei ist strukturell: Die Regelmässigkeit eines Sportlers über Jahre sagt nichts über die Wahrscheinlichkeit eines einzelnen Matches, und im Herrenfeld ist der Titelrekord mit einer Karriere verbunden, nicht mit einem Turnier. Auf Sand kann der stärkere Spieler auch deshalb gewinnen, weil der schwächere ihn kennt und um die Statistik weiss.

Ein Rekord kann sogar das Gegenteil anzeigen: Wenn ein Turnier fast ausschliesslich von einem einzigen Spieler gewonnen wurde, sind seine Bezwinger dort über Jahre selten und die Rolle der Setzliste schwächer als bei einer ausgeglichenen Historie. Für den Wetter heisst das nichts über den Ausgang, aber etwas über die Unsicherheit, die in der Quote steckt. Für Spanien mit vierzehn Titeln im Herreneinzel lässt sich daraus kein nächster Titel ableiten.

Anbieter im Vergleich

Fünfzehn Namen stehen in der Liste, die ein Schweizer Suchlauf ausspuckt, und zwei davon haben hier etwas zu bieten. Das ist die Ausgangslage, und sie ist kein Marketingproblem, sondern eine Folge der Deckelung auf zwei Veranstalter. Wer vergleichen will, vergleicht also den bewilligten Rahmen mit dem, was ausländische Seiten anbieten — und in dem Vergleich sind sie nicht gleichwertig, egal wie ähnlich die Oberflächen aussehen.

Die folgende Übersicht stellt die beiden bewilligten Veranstalter und mehrere ausländische Seiten nebeneinander, auf den Feldern, für die eine klare Grundlage besteht. Die letzte Spalte nennt, was für die Zulassung des Anbieters berichtet wird oder ob er eine Schweizer Bewilligung besitzt.

Anbieter Schweizer Bewilligung Veranstalter oder berichtete Zulassung
Swisslos Sporttip Bewilligung für ein Grossspiel (Veranstalter- und Spielbewilligung nach BGS) SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel
Loterie Romande Jouez Sport Bewilligung für ein Grossspiel (Veranstalter- und Spielbewilligung nach BGS) Loterie Romande (Société de la Loterie de la Suisse Romande)
Betify keine Schweizer Bewilligung keine Zulassung belegt, ohne Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS)
FortuneJack keine Schweizer Bewilligung keine Zulassung belegt, ohne Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS)
BetLabel keine Schweizer Bewilligung keine Zulassung belegt, ohne Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS)
Funbet keine Schweizer Bewilligung keine Zulassung belegt, ohne Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS)
Betclic keine Schweizer Bewilligung keine Zulassung belegt, ohne Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS)
X3Bet keine Schweizer Bewilligung berichtet: Tobique (Kanada), ohne Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS)
Bahigo keine Schweizer Bewilligung keine Zulassung belegt, ohne Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS)
Rollbit keine Schweizer Bewilligung keine Zulassung belegt, ohne Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS)

Wer die Spalte der Zulassung liest, sieht eine Zweiteilung, und sie ist schärfer, als das Format suggeriert. Eine Schweizer Bewilligung gilt nur in der Schweiz (Art. 4 BGS) — und nur sie verbindet ein Konto mit dem Sperrregister, mit der Verifikation nach VGS und mit einer Schweizer Ansprechstelle. Ausländische Bewilligungen haben hier keine Wirkung; selbst die eine berichtete Zulassung ändert daran nichts. Die Zeile «keine Zulassung belegt» ist deshalb keine Lücke im Bild, sondern der Befund.

Die Massstäbe des Vergleichs

Vier Felder entscheiden in diesem Vergleich, und es sind nicht die, mit denen eine Werbeseite wirbt.

Das erste ist die Zulassung: eine Schweizer Bewilligung mit Aufsicht durch die Gespa, oder keine. Kein anderes Feld kann das aufwiegen, weil alle anderen Felder daran hängen. Ohne Bewilligung gibt es kein Sperrregister, keine geprüfte Identität, keine Schweizer Aufsicht — und keinen Schweizer Rechtsweg.

Das zweite ist das Wettangebot innerhalb der bewilligten Liste. Wie Sporttip und Jouez Sport Tennis bepreisen, ist an die Eintragung des Turniers gebunden; Anbieter mit breiterem Angebot können mehr anbieten, aber ihr Mehr ist nicht durch eine Aufsicht geprüft.

Das dritte sind die Limiten. Bei den bewilligten Veranstaltern sind sie Spielerschutz mit Bindung: Verlustlimiten vor der ersten Wette, Senkung sofort, Erhöhung nach Frist, Mindesteinsatz CHF 1 und Höchsteinsatz CHF 1’000 bei Einzel- und Kombinationswetten, CHF 10’000 bei Systemwetten, Limiten jederzeit änderbar und Wetten über der Limite werden nicht angenommen.

Das vierte ist die Quotenmarge. Sie lässt sich für jeden Markt aus den Quoten rechnen, aber nicht aus der Werbung, und sie unterscheidet sich von Markt zu Markt stärker als von Anbieter zu Anbieter. Ein Vergleich über einen einzelnen Markt ist ein Vergleich über einen einzelnen Preis.

Wie wir die zehn geprüft haben

Die Prüfung folgt diesen vier Schritten für jeden Anbieter, und die Reihenfolge ist nicht beliebig — sie geht von der Zulassung nach unten, weil alles Nachfolgende nur innerhalb einer Zulassung Bedeutung hat.

Zuerst die Zulassung und die registrierte Trägerschaft. Bei den bewilligten Veranstaltern ist sie über das Gesetz belegt und nicht überprüfungsbedürftig; bei den übrigen acht ist sie der offene Punkt, und ein Anbieter, der hier keine klare Angabe liefert, fällt in der Bewertung nach unten, nicht in der Ausarbeitung.

Dann das Angebot, soweit es die bewilligte Liste zulässt. Der Vergleich prüft, welche Wettarten und Märkte tatsächlich bestehen — nicht die Zahl der Sportarten im Menü, sondern die Einträge, die ein Schweizer Veranstalter zeigen darf.

Dann die Limiten und die Schutzmechanismen: Verlustlimiten, Mindest- und Höchsteinsätze, Sperrfunktionen, und was davon verbindlich ist und was ein freiwilliges Angebot bleibt.

Zum Schluss die Kostenrechnung: die Marge der bepreisten Märkte, gerechnet aus den Quoten, und das nur für Märkte, für die tatsächlich ein Preis vorliegt. Eine Marge, die man nicht rechnen kann, wird nicht geschätzt.

Die Grenze dieser Prüfung ist ihre Ehrlichkeit: Bei den acht ausländischen Seiten ist die Zulassung der einzige Punkt, der auf einer belastbaren Grundlage steht; darüber hinaus gibt es keine Schweizer Stelle, die Angaben verifizieren könnte. Wer auf einer dieser Seiten ein Konto hält, hat dort nichts, worauf ein Anspruch in der Schweiz beruhen könnte — und das ist am Ende der Befund, den die Aufsichtsbehörde mit ihrer eigenen Liste unterstreicht: 671 blockierte Domains zum Jahresende 2025, mit Nachlauf in Stunden.

Die Anbieter im Einzelnen

Zehn Anbieter, zwei davon mit Bewilligung. Die Reihenfolge folgt der Zulassung und nicht der Grösse des Angebots, weil ohne Zulassung kaum ein Unterschied im Angebot zählt.

Swisslos Sporttip — das Produkt mit dem grössten Bewilligungsraum

Swisslos ist im Markt der Ausnahmefall: ein Veranstalter mit einer Bewilligung für ein Grossspiel, getragen von der SWISSLOS Interkantonalen Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel, mit Lotterien und Sportwetten auf Grundlage der Interkantonalen Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019. Die Sportwetten laufen unter dem Namen Sporttip, und der Bewilligungsraum, den Sporttip abdeckt, ist grösser als der jedes anderen Anbieters auf dieser Seite: die Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH, dazu Tessin und das Fürstentum Liechtenstein.

Ein Online-Konto setzt Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt in diesem Gebiet voraus, mindestens 18 Jahre, keine bestehende Spielsperre, und pro Person ist nur eine Registrierung zulässig. Der Ausweis wird ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft. Der Ausschluss von Wettkämpfern ist ausdrücklich: Wer als Wettkämpfer an einem Ereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten; unter 18-Jährige sind von der Teilnahme ausgeschlossen.

Der wirtschaftliche Hintergrund ist Teil der Bewertung, nicht des Marketings: Swisslos verteilte für 2025 einen Reingewinn von CHF 562 Mio. — CHF 506 Mio. an die kantonalen Fonds und CHF 56 Mio. an die Stiftung Sportförderung Schweiz, für Swiss Olympic, Fussball, Eishockey und Sporthilfe. Aus den Sportwetten stammten CHF 109 Mio., nach CHF 122 Mio. im Jahr 2024. Der Rückgang in diesem einen Posten ist die interessantere Zahl, denn er läuft gegen die Erzählung, der bewilligte Markt wachse einfach mit.

Fazit: Der ausschlaggebende Punkt ist nicht die Grösse des Angebots, sondern der Umstand, dass sich hier ein Rückgang im Sportwettenertrag beobachten lässt, während das Gesamtvolumen gedeckt bleibt — wer ein Konto mit Schweizer Ansprechstelle, vollständigem Sperrregister-Anschluss und bewilligter Marktliste sucht, findet es nur bei zwei Anbietern, und Sporttip deckt davon das grössere Sprachgebiet ab.

Loterie Romande Jouez Sport — das Westschweizer Gegenstück

Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Als Kontaktadresse nennt sie Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne, und sie zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz sowie 221 Mitarbeitende. Auch hier gilt eine Bewilligung für ein Grossspiel mit Aufsicht durch die Gespa, und ein Online-Konto ist nur für Personen mit Wohnsitz im eigenen Gebiet möglich.

Ein Punkt unterscheidet die beiden Bewilligungsträger in der Praxis stärker, als beide Namen vermuten lassen: Der Zugang ist geographisch getrennt, und die Trennung verläuft nicht nur zwischen Sprachregionen, sondern durch das Land. Wer in einem der sechs Kantone wohnt, hat die Loterie Romande und nicht Sporttip — und umgekehrt. Für einen Wetter in Grenznähe heisst das, dass ein Umzug um zwanzig Kilometer das Konto wechselt.

Fazit: Die entscheidende Verengung ist die geographische, und sie ist die einzige Bewilligungsgrenze, die ein Spielender tatsächlich nicht umgehen kann — wer in der Westschweiz wohnt, hat hier sein Produkt, und für einen Vergleich mit dem deutschschweizerischen Gegenstück fehlt ihm der Zugang.

Betify — ohne Schweizer Bewilligung

Betify besitzt keine Schweizer Bewilligung. Nur Swisslos und die Loterie Romande dürfen in der Schweiz Sportwetten anbieten; für Betify ist keine Zulassung belegt, und was im Ausland gilt, hat in der Schweiz keine Wirkung (Art. 4 BGS). Ein Konto ist nicht an das schweizerische Sperrregister angeschlossen, es besteht kein Schweizer Rechtsweg, und die Domain kann auf die Sperrliste der Gespa gesetzt und per DNS blockiert werden.

Damit ist über Betify als Wettanbieter genau eines gesagt: Für einen Spielenden mit Wohnsitz in der Schweiz existiert keine Instanz, die eine Streitigkeit mit dieser Seite zugunsten des Kontoinhabers entscheiden könnte. Wer ein französisches Turnier bewetten will und dafür eine Seite ohne hiesige Bewilligung wählt, tauscht einen geschlossenen Markt gegen einen Markt ohne Schweizer Schutz ein — und der Preis für den Tausch ist nicht sichtbar, weil er nicht auf dem Wettschein steht.

Fazit: In diesem Vergleich ist Betify kein Anbieter mit schwächeren Bedingungen, sondern ein Anbieter ohne die Grundlage, auf der Bedingungen in der Schweiz überhaupt durchsetzbar wären.

FortuneJack — ohne Schweizer Bewilligung

FortuneJack gehört in dieselbe Kategorie: keine Schweizer Bewilligung, keine belegte Zulassung mit Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS), keine Verbindung zum Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg. Die Domain kann von der Gespa auf die Sperrliste gesetzt werden.

Über ein Wettangebot zu den French Open sagt das nichts, und über die Qualität der Bepreisung ebenso wenig. Die Bewertung endet hier nicht aus Unkenntnis, sondern aus Zuständigkeit: Eine Schweizer Sportwette braucht einen Schweizer Veranstalter, und FortuneJack ist keiner.

Fazit: Wer diese Seite dennoch nutzt, sollte den Einsatz so behandeln, wie er ihn behandeln würde, wenn er ihn verleiht — mit einem Abschlag für das Ausfallrisiko, das im Vertrag nicht abgebildet ist.

BetLabel — ohne Schweizer Bewilligung

Bei BetLabel lautet der Befund wie bei den vorangehenden Einträgen: keine Schweizer Bewilligung, keine belegte Zulassung mit hiesiger Wirkung (Art. 4 BGS), keine Anbindung an das Sperrregister, keine Schweizer Ansprechstelle, und die Möglichkeit einer DNS-Sperre über die Sperrliste der Gespa.

Ein Detail verdient Aufmerksamkeit, weil es die Mechanik erklärt: Der Sperrfilter arbeitet auf Ebene der Namen und wird umgangen, sobald eine Domain innert Stunden ersetzt wird. Die Blockade ist damit keine Absicherung des Spielenden, sondern ein Aufwand für den Anbieter. Wer sich auf die Sperrliste als Schutz verlässt, verlässt sich auf eine technische Massnahme, deren Umgehung die Aufsicht selbst als Domain-Hopping beschreibt.

Fazit: BetLabel bietet einem Schweizer Wetter nicht weniger Sport, sondern weniger Streitwert — und ein Streitwert von null macht jede Diskussion über Quoten im Nachhinein akademisch.

Funbet — ohne Schweizer Bewilligung

Funbet: keine Schweizer Bewilligung, keine Zulassung mit Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS), keine Verbindung zu einem Schweizer Sperrregister, kein hiesiger Rechtsweg, Sperrlistenrisiko für die Domain.

Über die bewilligte Marktliste hinaus, die Corner- und Kartenmärkte und eine Esport-Abteilung nicht enthält, ist das Feld begrifflich offen: Diese Liste bindet Schweizer Veranstalter, und Funbet ist keiner. Wer dort ein französisches Turnier bewettet, wettet nicht unter Schweizer Rahmenbedingungen, sondern unter den Bedingungen der Seite.

Fazit: Wer ohne Schweizer Bewilligung setzt, setzt auf dieselbe Tatsache, auf die ausländische Anbieter ihre Werbung stützen — und bezahlt sie mit dem Wegfall jeder hiesigen Kontrolle.

Betclic — ohne Schweizer Bewilligung

Auch Betclic hat keine Schweizer Bewilligung und keine belegte Zulassung mit Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS); kein Anschluss an das Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, mögliche Aufnahme der Domain in die Sperrliste.

Betclic ist unter den hier gelisteten Namen der bekannteste und damit derjenige, bei dem die Verwechslung am wahrscheinlichsten ist. Wer die Marke aus einem französischen oder deutschen Kontext kennt, kann den Unterschied zwischen einer Bewilligung in einem anderen Land und einer in der Schweiz übersehen — und genau dieser Unterschied entscheidet darüber, was im Streitfall gilt. Bekanntheit ist keine Zulassung; sie ist Wiedererkennung.

Fazit: Bei Betclic liegt der Fehler nicht in der Seite, sondern im Zuschreiben — wer aus der geläufigen Marke auf eine Schweizer Grundlage schliesst, schliesst auf etwas, das keine Stelle hier bestätigt.

X3Bet — ohne Schweizer Bewilligung, berichtete Zulassung

X3Bet ist der einzige Eintrag, für den überhaupt eine Zulassung berichtet wird. Danach handelt es sich um Tobique (Kanada), und diese Zulassung hat in der Schweiz keine Wirkung (Art. 4 BGS). Eine Schweizer Bewilligung besteht nicht; die Verbindung zum Sperrregister fehlt, ein Schweizer Rechtsweg besteht nicht, die Domain kann auf die Sperrliste gesetzt werden.

Der Unterschied zwischen «keine Zulassung» und «eine Zulassung ohne hiesige Wirkung» ist für den Spielenden klein: In beiden Fällen gibt es in der Schweiz keine Stelle, die zuständig wäre. Der Unterschied ist nur die Herkunft des Papiers.

Fazit: Eine Zulassung aus Kanada ist für einen Schweizer Wettschein ein Nullsummenspiel — sie dokumentiert, dass irgendwo eine Behörde eine Erlaubnis erteilt hat, und ändert nichts daran, dass hier keine greift.

Bahigo — ohne Schweizer Bewilligung

Bahigo: keine Schweizer Bewilligung, keine hier anerkannte Zulassung (Art. 4 BGS), keine Anbindung an das Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, Sperrlistenrisiko für die Domain.

Der praktisch wichtigste Punkt bei Bahigo ist derselbe wie bei allen acht ausländischen Einträgen und wird gerade deshalb nicht wiederholt, sondern nur benannt: Wer als gesperrte Person auf einer Seite spielt, die das Register nicht kennt, hat die Sperre nicht umgangen — er hat sich nur eine neue Zugangstür gebaut.

Fazit: Bahigo verhält sich in diesem Vergleich wie jeder Anbieter ohne hiesige Bewilligung: sportlich nicht schlechter, rechtlich nicht vorhanden.

Rollbit — ohne Schweizer Bewilligung

Rollbit schliesst die Liste mit demselben Befund: keine Schweizer Bewilligung, keine hier anerkannte Zulassung (Art. 4 BGS), keine Verbindung zum Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, mögliche DNS-Sperre über die Sperrliste der Gespa.

Die Aufzählung der acht ausländischen Namen hat damit eines gezeigt, was keine einzelne Zeile zeigen konnte: Die Unterschiede zwischen ihnen liegen auf Feldern, über die in der Schweiz niemand Auskunft geben kann. Was bleibt, ist eine Gemeinsamkeit — fehlende hiesige Bewilligung — und eine Zahl, die sie zusammenfasst: 671 blockierte Domains Ende 2025.

Fazit: Bei Rollbit wie bei den übrigen: Ein Vergleich dieser Seite mit einem bewilligten Veranstalter ist kein Vergleich über Quoten, sondern über den Ort, an dem ein Anspruch durchgesetzt werden könnte.

Was die Limiten und Fristen praktisch bedeuten

Ein Mindesteinsatz von CHF 1 klingt nach einem Detail, und er ist eines, das die Nutzung eines Kontos formt. Bei Sporttip reicht er für eine Einzel- oder Kombinationswette ebenso wie für eine Systemwette; wer einen Wetttipp mit CHF 2 abgeben will, kann das mit zwei Wetten tun. Der Höchsteinsatz liegt bei CHF 1’000 für eine Einzel- oder Kombinationswette und CHF 10’000 für eine Systemwette, und die Limiten können jederzeit ohne Angabe von Gründen geändert werden. Eine Wette über der Limite wird nicht angenommen.

Die Aussage «jederzeit änderbar» ist die unbequemere Hälfte dieser Regel. Ein Kontingent, das sich ohne Begründung verschiebt, ist auch nach oben verschiebbar. Wer seinen Wetteinsatz um eine Limite herum plant — für einen langfristigen Gesamtsiegerschein etwa — sollte die Limite als Momentaufnahme behandeln, nicht als Kontrakt.

Zusammen mit den Verlustlimiten von CHF 9’999 als Oberlimite, CHF 1’000 für Personen unter 21 Jahren und der 72-Stunden-Frist für eine Erhöhung ergibt sich ein Bild: Der bewilligte Schweizer Markt begrenzt den einzelnen Einsatz scharf, aber er tut es auf mehreren Ebenen, und keine davon ist eine Kontrolle des Spielers durch den Staat. Die eigentliche Begrenzung des Verlustrisikos steht bei der Person, die den Verlustlimitenwert eingibt.

Doch selbst hier gilt eine Bedingung: Die Limiten gelten in einem Konto mit geprüfter Identität und einem Zahlungskonto im Namen des Inhabers. Ohne Bewilligung und ohne Verifikation fällt beides weg — und mit ihm die Verlustlimite, die Sperre und die 72 Stunden, die zwischen einem Impuls und seiner Wirkung liegen.

Frage Schweizer Veranstalter Ausländische Seite ohne Bewilligung
Bewilligung und Aufsicht Veranstalter- und Spielbewilligung nach BGS, Aufsicht durch die Gespa keine Schweizer Bewilligung, keine Schweizer Aufsicht
Wohnsitz Wohnsitz oder gewöhnlicher Aufenthalt im eigenen Vertragsgebiet entfällt
Verlustlimiten verpflichtend vor der ersten Wette, Senkung sofort, Erhöhung nach 72 Stunden entfällt
Spielsperre Sperre 1 bis 180 Tage, unbefristete Sperre im schweizweiten Register entfällt, kein Registeranschluss
Auszahlung nur auf ein Zahlungskonto im Namen des Kontoinhabers kein Schweizer Anspruch
Steuer bei grossem Gewinn Verrechnungssteuer von 35 % oberhalb des Steuerfreibetrags, bei Schweizer Grossspielen keine Verrechnungssteuer, kantonale Praxis unterschiedlich

Die letzte Zeile der Übersicht verdient mehr als ein Häkchen, weil sie in Diskussionen am häufigsten falsch herum erzählt wird. Gewinne aus Schweizer Grossspielen, zu denen die Sportwette gehört, sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn von der Einkommenssteuer befreit; der Freibetrag des Bundes liegt ab 1.1.2026 bei CHF 1’071’000, 2025 waren es CHF 1’070’400. Darüber hinaus behält der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ein, die über die Steuererklärung zurückgeholt wird. Der Freibetrag der Kantone unterscheidet sich — die Antwort lautet hier «je nach Kanton», nie eine einzelne kantonale Zahl.

Ein typischer Wetter gewinnt weit unterhalb dieser Schwelle und zahlt auf seinen Gewinn weder Einkommenssteuer noch Verrechnungssteuer. Eine Wettsteuer auf den Einsatz existiert in der Schweiz nicht. Wer dennoch plant, mit einer Wette den Freibetrag zu überschreiten, bekommt zwei Empfehlungen: die Gewinnhöhe im Auge behalten und vor dem Einreichen der Steuererklärung Steuerberater oder kantonale Steuerverwaltung fragen.

Bei ausländischen Anbietern gilt die Verrechnungssteuer nicht, dafür ist die steuerliche Behandlung kantonal unterschiedlich — die Praxis des Kantons Thurgau etwa behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen unabhängig von der Höhe als volles steuerbares Einkommen. Das ist der unangenehme Teil der Auslandswahl, und er trifft erst bei der Steuererklärung ein. Diese Hinweise sind allgemeiner Natur und ersetzen keine Beratung.

Gut zu wissen vor dem ersten Wettschein

Die französischen Open sind ein Turnier, die Schweizer Auswahl beim Bewetten ist kleiner als das Turnier. Wer nach der Lektüre eine Wette platzieren will, sollte die Reihenfolge der Entscheidungen kennen, denn sie laufen nicht parallel: erst der eigene Wohnsitz, dann der Gang zur Registrierung mit Ausweis und Adressprüfung, dann die Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage, dann die Limite wird aktiv — und eine Erhöhung wirkt erst nach 72 Stunden. Wer in Eile registriert und die Limiten hoch setzt, hat nach zwei Tagen keinen Weg, sie kurzfristig zu lockern. Wer sie tief setzt, kann nach drei Tagen nach oben, ohne das Vorgehen zu bereuen.

Zwei Dinge aus dem bewilligten Rahmen, die manche als Grants-Inseln lesen, und die etwas anderes sind: Der Cash-Out-Betrag liegt tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn — die Funktion ist ein Preis, nicht eine Versicherung. Und der Kombiboost gilt nur online, verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50 und erhöht den Nettogewinn um 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn solchen Voraussagen, mit limitiertem Einsatz und limitierter Gewinnerhöhung. Die Zahlen klettern, die Voraussetzungen wachsen mit. Wer mit vier Voraussagen aus der Vierer-Stufe den Zehner-Schein erreichen will, muss drei zusätzliche Teilstücke richtig haben — und keiner der Zusatzpunkte kommt vom Wettbüro geschenkt. Quotenboosts bei Sporttip gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine einzige Voraussage; Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettenden einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert. Bei einem Cash-Out verfällt der Boost.

Das ist die unangenehme Mechanik hinter jedem Ausdruck, den man aus der Werbung kennt: «Boosterhöhung» ist keine Erhöhung der Trefferwahrscheinlichkeit, sondern eine Erhöhung des möglichen Nettogewinns unter Bedingungen, von denen eine — der Cash-Out — die Erhöhung wieder aufhebt.

Häufige Fragen zu French Open Wetten in der Schweiz

Welche Wetten auf Tennisturniere dürfen Schweizer Veranstalter laut der Gespa-Liste anbieten?

Die Gespa führt die bewilligten Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten in einer geschlossenen Liste (Version 10.09.2026, Art. 25 BGS, Art. 29 VGS). Qualifikationsrunden, Frauenwettkämpfe und Ranglistenwetten stehen nur darauf, wenn sie ausdrücklich genannt sind; Corner- und Kartenmärkte sowie Esport fehlen ganz. Wetten auf Wetter, Politik oder Fernsehsendungen sind ausgeschlossen.

Wie liest man Quoten für den Gesamtsieger, und was steckt darin?

Der Gesamtsieger wird über Wochen gehandelt, und der Preis enthält die Marge des Anbieters. Bei einem illustrativen Zweiwegemarkt mit je 1.90 liegt der Quotenschlüssel bei rund 95,0 % und die Marge bei knapp 5 %, sofern der Markt tatsächlich so bepreist ist. Über einen so langen Zeitraum und ein so grosses Feld wird die Marge breiter kalkuliert.

Welche Rolle spielen drei Gewinnsätze bei den Herren und zwei bei den Damen?

Die Herren spielen auf drei Gewinnsätze, die Damen auf zwei; bei 6:6 greift ein Tiebreak bis 7, im Entscheidungssatz ein Match-Tiebreak bis 10 mit zwei Punkten Vorsprung, worauf sich alle vier Grand-Slam-Turniere im März 2022 einigten. Für Satzwetten heisst das: Ein Best-of-five-Match bietet einem Favoriten mehr Gelegenheiten, einen Satz abzugeben, und der Live-Verlauf ist länger.

Welche Verlustlimiten muss man vor der ersten Wette setzen?

Bei Swisslos müssen vor der ersten Sporttip-Teilnahme Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage gesetzt werden, mit einer Oberlimite von CHF 9’999 und CHF 1’000 für Personen unter 21 Jahren; eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden, und zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für 30 Tage möglich. Gesetzlich gilt eine Erhöhung nach 24 Stunden.

Wie unterscheidet sich ein bewilligter Veranstalter von einer ausländischen Wettseite?

Der bewilligte Veranstalter steht unter Aufsicht der Gespa, verlangt Wohnsitz im eigenen Gebiet und eine geprüfte Identität, ist an das Sperrregister angeschlossen und zahlt nur auf ein Zahlungskonto im Namen des Inhabers aus. Die ausländische Seite ohne Schweizer Bewilligung hat hier keine Aufsicht, keine Registeranbindung und keinen Schweizer Rechtsweg; ihre Domain kann auf der Sperrliste stehen.

Muss man einen Gewinn aus einer French-Open-Wette versteuern?

Gewinne aus Schweizer Grossspielen sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommenssteuerfrei — ab 1.1.2026 liegt der Bundesfreibetrag bei CHF 1’071’000. Darüber behält der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ein, die man über die Steuererklärung zurückholt. Der Freibetrag der Kantone ist unterschiedlich: je nach Kanton, und im Zweifel bei der kantonalen Steuerverwaltung nachfragen.

Inhalt erstellt vom Team «handicapwettench»