Mobile Sportwetten: der kleine Bildschirm, die grossen Bedingungen
Ladevorgang...
Wer in der Schweiz auf dem Handy auf ein Fussballspiel setzen will, hat genau zwei legale Wege — und beide enden bei einem Veranstalter, der auch eine Papierlotterie verkauft. Alles andere, was als App im Store liegt und mit hohen Quoten wirbt, hat hier keine Bewilligung.
Datenstand: Oktober 29, 2026; die Angaben zu Bewilligungen und Limiten wurden gegen die Publikationen der Gespa und die Spielregeln der beiden bewilligten Veranstalter geprüft.
Bevor die erste Wette läuft: Limiten, die man selbst setzen muss
Der unangenehmste Teil des mobilen Wettens steht am Anfang und nicht am Ende. Wer bei Sporttip eine erste Wette abgeben will, muss vorher Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage festlegen. Kein Vorschlag, keine Auswahl aus drei freundlichen Varianten — die Limite muss stehen, sonst geht nichts.
Die Oberlimite liegt bei CHF 9’999, wer unter 21 Jahre alt ist, darf höchstens CHF 1’000 einstellen. Interessanter als die Zahl ist die Richtung, in die sie sich bewegen lässt. Eine Senkung gilt sofort. Eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Das ist der Punkt, an dem die Verordnung den Spielenden ernster nimmt als er sich selbst: In dem Moment, in dem man die Limite hochsetzen will, ist man genau der Mensch, dem man sie nicht hochsetzen sollte, und drei Tage Bedenkzeit sind die Antwort darauf. Zusätzlich lässt sich eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage führen — ein zweites Schloss an derselben Tür.
Der Kanton macht hier keine Vorgabe. Die Limiten setzt der Spielende, nicht der Staat; der Veranstalter muss lediglich verlangen, dass überhaupt Höchstwerte für Tag, Woche oder Monat definiert sind. Eine gesetzlich fixierte Einzahlungsobergrenze kennt die Schweiz nicht. Wer aus einem Land mit staatlichem Einzahlungsdeckel anreist und hier einen sucht, findet keinen — nur die eigene Zahl, die man selbst eingetragen hat.
Sperren: der Weg zurück ist länger als der hinein
Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, und vor Ablauf dieser Frist wird sie nicht aufgehoben. Eine unbefristete Spielsperre wandert dagegen in ein schweizweites Register und wirkt auch in Casinos einschliesslich der Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Das ist der wirksamste Hebel im ganzen System, und er ist einer der wenigen, der über den einzelnen Anbieter hinausreicht.
Die gesetzliche Sperre trifft überschuldete oder spielsuchtgefährdete Personen ebenso wie die Selbstsperre, und sie steht in einem gemeinsamen Register der gesperrten Personen. Freiwillig verhängt, lässt sie sich erst nach drei Monaten wieder lösen, und dabei ist eine Fachstelle beteiligt. Eine selbst gewählte Pause von bis zu sechs Monaten muss das Angebot ohnehin vorhalten. Wer gesperrt oder minderjährig ist, hat keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne.
Ein Test der Aufsicht aus dem Jahr 2025 zeigt, wie weit die Praxis am Schalter von der Regel entfernt ist: Bei 200 Testkäufen an Verkaufsstellen wurde in 47,5 % der Fälle eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft. Das ist keine Randnotiz über ein Nachbarland, das ist die Schweiz. Wer glaubt, die Schweiz habe das Wetten im Griff, weil es nur zwei Veranstalter gibt, sollte diese Zahl zweimal lesen.
Was das kleine Display mit dem Kopf macht
Ein Telefon ist ein Wettterminal, das in der Hosentasche vibriert. Diese zwei Eigenschaften sind der ganze Unterschied zum Schalter. Der Touchscreen senkt die Reibung auf null — kein Gang zur Verkaufsstelle, kein Formular, kein Moment, in dem einem kalt wird. Und die Mitteilung auf dem Sperrbildschirm holt das Spiel zurück, wenn man längst aufgehört hat, daran zu denken.
Genau deshalb ist das Budget auf dem Handy wichtiger als am Schalter und nicht weniger. Wer am Samstagnachmittag einen Wettschein ausfüllt, hat einen physischen Rahmen. Wer in der Schlange an der Kasse steht und nebenbei eine Livewette nachschiebt, hat keinen. Die Limiten aus dem Abschnitt zu den Verlustlimiten sind das einzige Werkzeug, das diese Lücke schliesst, und sie wirken nur, wenn sie vorher stehen.
Die Sporttip App: eine Verkaufsstelle, die man mitnimmt
Sporttip-Wetten laufen online über die Website von Swisslos oder über die Sporttip App für iOS und Android. Der QR-Code ist das eigentlich Schlaue daran: Wer in der App eine Wette zusammengestellt hat, kann sie an einer Sporttip Verkaufsstelle scannen und dort spielen — der digitale Entwurf trifft die physische Annahmestelle, statt sie zu ersetzen. Für wen das passt, ist schnell erzählt: für den Feierabendtyp, der unterwegs eine Kombination zusammenklickt und sie abends an der Verkaufsstelle mit Bargeld bezahlt.
Zur Registrierung braucht es mindestens 18 Jahre und Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Swisslos-Vertragsgebiet. Eine bestehende Spielsperre schliesst aus, und registrieren darf man sich nur einmal. Die Ausweisdaten liest das System aus dem hochgeladenen Ausweis und gleicht sie gegen Adressdatenbanken ab.
Das Aufladen des Spielkontos läuft unter anderem über PostFinance Pay, bestätigt direkt in der PostFinance App. Wer ohnehin mit PostFinance unterwegs ist, spart sich damit das Abtippen von Kartenangaben auf einem kleinen Bildschirm. Spielguthaben lässt sich auch per Einzahlungsschein kaufen, Mindestbetrag CHF 20. In 30 Tagen sind höchstens CHF 10’000 möglich, und ein Kauf ist nur so lange möglich, wie das Wallet-Guthaben CHF 9’999 nicht übersteigt. Das ist ein Konto, das gegen oben gedeckelt ist, nicht eines, das einen hineinzieht.
Wenn das Spiel kippt: Cash-Out und die Grenzen davon
Cash-Out gibt es bei Sporttip für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live — aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht.
Der ausbezahlte Betrag liegt tiefer als der mögliche Gewinn ohne vorzeitigen Ausstieg, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden. Wer denkt, Cash-Out sei eine Versicherung, verwechselt zwei Dinge: Es ist ein Verkauf der Wette zurück an den Buchmacher, zu einem Preis, den der Buchmacher bestimmt. Bei einem Quotenboost verfällt der Boost obendrein, sobald man aussteigt.
Der Vergleich: zehn Namen, zwei Gruppen
Die folgende Einordnung sortiert die Anbieter nach dem Merkmal, das alles andere bestimmt — ob hinter dem Angebot eine Schweizer Bewilligung steht. Alles Weitere, also Wettangebot und Bedienung, hängt daran.
| Anbieter | Bewilligungsstatus in der Schweiz | Veranstalter beziehungsweise gemeldete Bewilligung | Zugang für Spielende |
|---|---|---|---|
| Swisslos Sporttip | Veranstalter- und Spielbewilligung für ein Grossspiel unter dem BGS (SR 935.51), Aufsicht Gespa | SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel | Deutschschweizer Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG, ZH, Tessin und Liechtenstein |
| Loterie Romande Jouez Sport | Veranstalter- und Spielbewilligung für ein Grossspiel unter dem BGS (SR 935.51), Aufsicht Gespa | Loterie Romande, Société de la Loterie de la Suisse Romande | Kantone FR, GE, JU, NE, VD und VS |
| MrXbet | keine Schweizer Bewilligung | keine nachgewiesene Bewilligung; eine ausländische Bewilligung hat in der Schweiz keine Wirkung (Art. 4 BGS) | kein Zugang zum Schweizer Sperrregister, kein Schweizer Rechtsschutz; Domain kann auf der Gespa Sperrliste stehen |
| Wettigo | keine Schweizer Bewilligung | keine nachgewiesene Bewilligung; eine ausländische Bewilligung hat in der Schweiz keine Wirkung (Art. 4 BGS) | kein Zugang zum Schweizer Sperrregister, kein Schweizer Rechtsschutz; Domain kann auf der Gespa Sperrliste stehen |
| Pribet | keine Schweizer Bewilligung | keine nachgewiesene Bewilligung; eine ausländische Bewilligung hat in der Schweiz keine Wirkung (Art. 4 BGS) | kein Zugang zum Schweizer Sperrregister, kein Schweizer Rechtsschutz; Domain kann auf der Gespa Sperrliste stehen |
| HighFlyBet | keine Schweizer Bewilligung | keine nachgewiesene Bewilligung; eine ausländische Bewilligung hat in der Schweiz keine Wirkung (Art. 4 BGS) | kein Zugang zum Schweizer Sperrregister, kein Schweizer Rechtsschutz; Domain kann auf der Gespa Sperrliste stehen |
| Boomerang Bet | keine Schweizer Bewilligung | keine nachgewiesene Bewilligung; eine ausländische Bewilligung hat in der Schweiz keine Wirkung (Art. 4 BGS) | kein Zugang zum Schweizer Sperrregister, kein Schweizer Rechtsschutz; Domain kann auf der Gespa Sperrliste stehen |
| AmunRa | keine Schweizer Bewilligung | keine nachgewiesene Bewilligung; eine ausländische Bewilligung hat in der Schweiz keine Wirkung (Art. 4 BGS) | kein Zugang zum Schweizer Sperrregister, kein Schweizer Rechtsschutz; Domain kann auf der Gespa Sperrliste stehen |
| Betify | keine Schweizer Bewilligung | keine nachgewiesene Bewilligung; eine ausländische Bewilligung hat in der Schweiz keine Wirkung (Art. 4 BGS) | kein Zugang zum Schweizer Sperrregister, kein Schweizer Rechtsschutz; Domain kann auf der Gespa Sperrliste stehen |
| Funbet | keine Schweizer Bewilligung | keine nachgewiesene Bewilligung; eine ausländische Bewilligung hat in der Schweiz keine Wirkung (Art. 4 BGS) | kein Zugang zum Schweizer Sperrregister, kein Schweizer Rechtsschutz; Domain kann auf der Gespa Sperrliste stehen |
Von zehn Namen in dieser Liste haben acht denselben Eintrag in der zweiten Spalte. Das ist keine Auslassung, sondern das schweizerische System in seiner ganzen Kürze: Es gibt keine Liste weiterer bewilligter Buchmacher, weil es keine weiteren gibt. Eine ausländische Bewilligung — Curaçao, Malta, Deutschland, was auch immer — entfaltet in der Schweiz keine Wirkung.
Was eine Schweizer Bewilligung mitbringt, ist ebenso konkret wie unspektakulär: ein Verlustlimitensystem, ein Sperrregister, an dem man teilnehmen kann, ein Rechtsschutz im Inland und eine Aufsicht, die Testkäufe macht. Was sie nicht mitbringt, ist eine Garantie auf ein gutes Angebot. Das ist der Handel, den man eingeht.
Grundlagen: was auf dem Handy eigentlich passiert
Eine Wette auf dem Smartphone ist dieselbe Wette wie am Schalter. Nur der Weg dorthin ist kürzer. Wer das einmal verstanden hat, hört auf, in «mobil» und «klassisch» zwei Produkte zu sehen.

Die Abgabe läuft bei Sporttip online über die Website von Swisslos oder die App. Eine in der App zusammengestellte Wette lässt sich per QR-Code an einer Verkaufsstelle spielen. Der Wettschein bleibt also ein Wettschein, ob er nun auf dem Display liegt oder in der Hand.
Die Einsätze sind knapp bemessen und schnell erreicht: Bei Sporttip beträgt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1’000 und für eine Systemwette CHF 10’000. Swisslos kann diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird gar nicht erst angenommen.
Wie aus Einsatz und Quote ein Gewinn wird
Der Gewinnbetrag einer Sporttip-Wette ergibt sich aus Einsatz mal Quote, bei Kombinationen mal der Gesamtquote, also dem Produkt der Einzelquoten. Dann folgt das buchhalterische Kleingedruckte, das man kennen sollte, weil es in die eine Richtung läuft: Der Betrag wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und anschliessend auf 5 Rappen genau abgerundet. Bei einem Einsatz von CHF 10 auf eine Quote von 2.10 sind das CHF 21 — die Rundung kostet hier nichts, weil 21 exakt passt. Bei krummen Quoten geht der abgerundete Rest ins Haus.
Das ist eine kleine Sache. Zusammen mit der Marge, die ohnehin in jeder Quote steckt, ist es der zweite Betrag, den der Buchmacher still einbehält. Wer eine Quote von 2.10 sieht, sieht nicht die Marge des Veranstalters darin, und genau die ist der Grund, warum dieselbe Wette in einem anderen Markt anders bepreist ist.
Das Umfeld einer Wette: Live, Zeit und Abbruch
Bei Sporttip-Livewetten gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Das ist wichtig für alle, die annehmen, eine Livewette brauche einen Stream. Kein Stream, trotzdem live — die Quote bewegt sich mit dem Spiel, nicht mit dem Bildschirm. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00. In spielentscheidenden Situationen wie Elfmeter, Roter Karte oder Videoschiedsrichter-Entscheid kann Swisslos Wetten ebenfalls mit Quote 1.00 werten. Der Schutz gegen den Zufall ist also vorhanden, aber er schützt den Buchmacher, nicht nur den Spielenden.
Die reguläre Spielzeit umfasst die reguläre Spieldauer, im Fussball also 90 Minuten, plus Nachspielzeit. Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm ausdrücklich darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Wer auf ein Pokalspiel tippt und dabei an die Verlängerung denkt, hat nicht dieselbe Wette abgegeben wie der, der die reguläre Spielzeit meint.
Voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung lassen sich nur über die Bet-Builder-Funktion kombinieren. Nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Und wird ein Wettereignis abgesagt und nicht innerhalb von 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn — oder im Rahmen eines Turniers nachgeholt —, ist die Wette ungültig: Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationswetten erhält die Voraussage Quote 1.00.
Kombiboost und Quotenboost: was wirklich hängen bleibt
Der Kombiboost gilt nur online, also Prematch, Live und Systemwetten, und verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn solchen Voraussagen; Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert.
Die Staffelung ist der eigentliche Inhalt dieser Regel. Wer vier Voraussagen trifft, die alle die Mindestquote schaffen, bekommt 5 % obendrauf — auf den Nettogewinn, nicht auf den Einsatz. Bei einer Kombination aus vier Spielen sind fünf Prozent ein Getränk. Die 100 % stehen bei fünfzehn Voraussagen, und fünfzehn Spiele mit je mindestens 1.50 zu treffen ist kein Angebot, das ist ein Los mit überdurchschnittlicher Buchhaltung.
Quotenboosts gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage. Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert; bei einem Cash-Out verfällt der Boost. «Boost» klingt nach geschenktem Geld. Es ist ein Rabatt auf eine einzige Wette, und der Rabatt verschwindet in dem Moment, in dem man den Ausstieg nimmt.
Wo das Geld landet
Gewinne bis CHF 1’000 pro Spielbestätigungsquittung schreibt Swisslos automatisch dem Wallet gut. Gewinne über CHF 1’000 gehen bei bekannter Zahlungsverbindung innerhalb von 3 Arbeitstagen auf das Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto des Teilnehmers. Wer höher gewinnt, wartet also nicht auf einen Scheck, sondern auf eine Überweisung.
Für das Spielguthaben selbst gelten eigene Fristen: Swisslos zahlt innerhalb von 365 Tagen zweimal gratis auf ein auf den eigenen Namen lautendes Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto aus. Ab der dritten Auszahlung kann eine Kommission von 3 % anfallen. Die Überweisung erfolgt innerhalb von 5 bis 10 Arbeitstagen. Gratisspielguthaben aus Promotionen ist nicht auszahlbar. Wer dreimal im Jahr auszahlt, zahlt beim dritten Mal — das ist die Art Kleingedrucktes, die man einmal liest und dann nie wieder vergisst.
Nicht eingelöstes Geld verfällt schneller, als man denkt: Gewinne, die nicht innerhalb von 26 Wochen nach der öffentlichen Bekanntmachung der Wettauswertung geltend gemacht werden, verfallen zugunsten des Zwecks der Swisslos. Eine Einsprache bei verweigerter Auszahlung ist innerhalb von 10 Tagen per eingeschriebenem Brief zu erheben. Wer sechs Monate später merkt, dass eine Auszahlung ausgeblieben ist, hat ein Problem, das kein Kundendienst löst.
Rechtslage: zwei Veranstalter, und das ist die ganze Liste
Sportwetten sind in der Schweiz ein Grossspiel unter dem Geldspielgesetz, in Kraft seit dem 1. Januar 2019. Die Aufsicht führt die Gespa, die Interkantonale Geldspielaufsicht in Bern; das Geldspielkonkordat ist seit dem 1. Januar 2021 in Kraft. Nicht zuständig ist die ESBK, die nur die Casinos beaufsichtigt — ein Detail, das viele falsch zuordnen, wenn sie nach der «Schweizer Lizenz» fragen.

Eine Bewilligung braucht zwei Teile: eine Veranstalterbewilligung und eine Bewilligung pro Spiel. Und sie gilt nur in der Schweiz. Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter von Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport.
Zwei Gebiete, und keines ist das ganze Land
Swisslos führt Sporttip im Gebiet der Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie im Kanton Tessin und im Fürstentum Liechtenstein. Zusammen bilden sie das Swisslos-Vertragsgebiet. Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Sie nennt als Kontaktadresse die Avenue de Provence 14 in Lausanne und zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz sowie 221 Mitarbeitende.
Das ist die praktischste Einschränkung des ganzen Systems, und sie hat mit Wettmärkten nichts zu tun. Ein Online-Konto setzt Wohnsitz in der Schweiz voraus und in der Praxis zusätzlich Wohnsitz im Gebiet des jeweiligen Veranstalters. Wer in Zürich lebt, kommt an Jouez Sport nicht heran. Wer in Genf lebt, nicht an Sporttip. Ein Umzug kann das Angebot wechseln, ohne dass sich am Sport etwas ändert.
Was überhaupt gesetzt werden darf
Gegenstand von Sportwetten sind ausschliesslich Sportereignisse. Wetten auf Wetter, Politik oder Fernsehsendungen sind nicht erlaubt. Das erlaubte Angebot ist eine geschlossene Liste: die Liste der bewilligten Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten der Gespa in der Version vom 10.09.2026.
Die Liste lässt sich lesen wie eine Reihe von Nein. Qualifikationsrunden stehen nur darauf, wenn sie ausdrücklich genannt sind. Frauenwettbewerbe nur, wenn sie genannt sind. Ranglistenwetten nur, wenn die Rangierung über die Teilnahme an einem internationalen Wettkampf oder über das Podest entscheidet. Auf Trainingsläufe lässt sich nie wetten. Ecken- und Kartenmärkte fehlen in der Liste, eine Esport-Sektion gibt es nicht. Ereignisse, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind ausgeschlossen.
Für Livewetten gibt es dagegen keine gesetzliche Beschränkung auf bestimmte Märkte: Erlaubt ist, was der Veranstalter in seiner Bewilligung darf. Cash-Out ist gar nicht reguliert. Wer bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung Ecken, Karten und Esport findet, findet dort also nicht ein besseres Angebot, sondern ein anderes Rechtsgebiet.
Steuern: «je nach Kanton» ist keine Ausrede, sondern die Antwort
Gewinne aus schweizerisch bewilligten Grossspielen sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommenssteuerfrei und werden erst darüber besteuert. Der Bundesfreibetrag liegt ab dem 1.1.2026 bei CHF 1’071’000 (2025: CHF 1’070’400). Oberhalb der Schwelle behält der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ein, die man über die Steuererklärung zurückholt. Der typische Wettende gewinnt weit unter dieser Grenze und zahlt weder Einkommenssteuer noch Verrechnungssteuer auf den Gewinn. Eine Wettsteuer auf den Einsatz gibt es in der Schweiz nicht.
Die kantonale Schwelle weicht ab, deshalb gehört «je nach Kanton» in jede Antwort auf diese Frage und keine einzelne kantonale Zahl. Bei Gewinnen von ausländischen Anbietern fällt keine Verrechnungssteuer an, dafür behandelt die kantonale Praxis im Thurgau Gewinne aus ausländischen Grossspielen als vollständig steuerbares Einkommen, unabhängig von der Höhe. Wer offshore spielt, tauscht also eine Steuerfreiheit gegen eine Steuerpflicht, und die Rechnung geht nicht auf, weil man nichts gewinnt dabei.
Das ist allgemeine Information und keine Steuerberatung. Wer in dieser Grössenordnung gewinnt, fragt einen Steuerberater oder die kantonale Steuerverwaltung.
Werbung, Gratisspielguthaben und die 500’000 Franken
Werbung darf nicht aufdringlich oder irreführend sein und sich nicht an Minderjährige oder gesperrte Personen richten. Werbung für Geldspiele, die in der Schweiz nicht erlaubt sind, ist verboten und wird mit einer Busse von bis zu CHF 500’000 geahndet. Das ist der Grund, warum diese Seite Anbieter ohne Schweizer Bewilligung beschreibt und einordnet, aber nicht empfiehlt — und warum die Werbesprache mancher Portale im Widerspruch zu genau dem Artikel steht, der sie lesen.
Gratisspiele oder Gratisguthaben brauchen die vorgängige Zustimmung der Gespa. 2025 erteilte sie 24 Zustimmungen an die Loterie Romande und 8 an Swisslos. Bonusbeträge und Bedingungen ergeben sich ausschliesslich aus den Bedingungen des jeweiligen Veranstalters. Ein Werbeverbot zu bestimmten Tageszeiten gibt es nicht.
Offshore: was fehlt, wenn die Bewilligung fehlt
Eine ausländische Bewilligung hat in der Schweiz keine Wirkung. Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung zu veranstalten ist strafbar — bis zu drei Jahren oder eine Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu fünf Jahren. Die Spielenden werden nicht bestraft, aber Einsätze und Gewinne können in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, und es gibt weder Schutz noch Fairplay-Kontrolle.
Gegen unerlaubte Anbieter arbeitet die Schweiz mit Domainsperren. Die Gespa veröffentlicht eine Sperrliste ausländischer Domains, die Schweizer Telekommunikationsanbieter per DNS blockieren; die erste Liste datiert vom 3. September 2019, am Ende des Jahres 2025 standen 671 Domains darauf. Blockierte Domains werden innerhalb von Stunden ersetzt, die Gespa nennt dieses Domain-Hopping und nennt Interwetten und Bet-at-Home; bet365 führt sie ebenfalls auf der Liste. Ein Zahlungsblocking gegen unerlaubte Wettseiten gibt es in der Schweiz nicht — wer schreibt, Banken oder Kartellorganisationen würden solche Zahlungen sperren, behauptet etwas, das nicht stimmt.
Zwei Wege, ehrlich gegenübergestellt: Offshore bedeutet keine Schweizer Bewilligung, kein Schweizer Sperrregister, keinen Schweizer Rechtsschutz und steuerbare Gewinne nach kantonaler Praxis. Bewilligt bedeutet vollen Schweizer Schutz, aber nur zwei Veranstalter, eine geschlossene Liste von Sportarten und Märkten, eine Wohnsitzanforderung und eine Ausweiskontrolle. Keiner der beiden Wege ist automatisch die sichere Wahl.
Wie man registriert wird
Ein Konto pro Person, mit verifizierter Identität. Online braucht es mindestens 18 Jahre, Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet, keine bestehende Spielsperre — und eine einzige Registrierung pro Person. Die Ausweisdaten werden aus dem hochgeladenen Ausweis gelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft. Auf dem Handy heisst das: Ausweis fotografieren, warten, dann wetten. Der eine Moment, in dem mobiles Wetten unpraktisch ist, ist ausgerechnet der erste.
Die geprüften Anbieter: zwei Bewilligungen und acht Fragezeichen
Die Reihenfolge unten folgt dem Vergleich oben. Die beiden bewilligten Veranstalter stehen zuerst, weil sich an ihnen die Messlatte ergibt; die acht ausländischen Namen danach, weil Schweizer Spielende ihnen begegnen, egal ob sie auf einer Sperrliste stehen. Wer dort anfängt, fängt bei einem Anbieter an, der hier nichts darf.
Swisslos Sporttip: das Angebot mit dem dichtesten Regelwerk
Swisslos sitzt als Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft in Basel und veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019. Sporttip ist das Sportwettenprodukt darunter.
Für 2025 verteilte Swisslos einen Reingewinn von CHF 562 Mio.: CHF 506 Mio. an die kantonalen Fonds und CHF 56 Mio. an die Stiftung Sportförderung Schweiz für Swiss Olympic, Fussball, Eishockey und Sporthilfe. Aus den Sportwetten stammten davon CHF 109 Mio., nach CHF 122 Mio. im Jahr 2024. Das ist die Zahl, die man im Kopf behalten sollte, wenn man über Quoten diskutiert: Der Ertrag geht an öffentliche Zwecke, und die Sportwetten sind darin der kleinere Posten mit rückläufiger Tendenz.
Bedienerseitig ist Sporttip die App, die am meisten mitbringt: iOS und Android, QR-Code an der Verkaufsstelle, PostFinance Pay zum Aufladen, Cash-Out, Livewetten ohne Streaming-Zwang, Kombiboost, Quoten- und Profitboosts. Dazu das dichteste Regelwerk, das diese Seite beschreibt — 48-Stunden-Nachholfrist, Bet-Builder-Pflicht bei abhängigen Ereignissen, Quote 1.00 in spielentscheidenden Momenten, Rundung auf 5 Rappen bei jeder Auszahlung.
Genau dieses Regelwerk ist der Haken. Rundungen, Fristen, Limits und Boost-Grenzen sind so viele kleine Stellen, an denen ein Gewinn schrumpft, dass man ohne Lesen der Bedingungen nie weiss, was eine Wette wirklich wert ist. Wer damit leben kann — und es lohnt sich, damit leben zu lernen —, bekommt das einzige Sportwettenangebot im Land, das ein Sperrregister, eine Aufsicht und einen Rechtsschutz im Inland hinter sich hat. Der Preis dafür ist ein enges Spielfeld: keine Ecken, keine Karten, kein Esport, und in vielen Kantonen gar kein Zugang.
Loterie Romande Jouez Sport: dasselbe Recht, ein anderes Gebiet
Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Sie sitzt an der Avenue de Provence 14 in Lausanne, betreibt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und beschäftigt 221 Mitarbeitende. Wer in Genf oder Lausanne wohnt, kommt über Sporttip nicht ins Spiel und über Jouez Sport schon.
Mehr ist über dieses Angebot auf dieser Seite nicht zu sagen, und das ist keine Schwäche der Darstellung, sondern die Struktur des schweizerischen Systems: Zwei Veranstalter mit demselben rechtlichen Rahmen, demselben Aufsichtsorgan und derselben Begrenzung auf Sportarten und Märkte. Der Unterschied ist der Wohnsitz, nicht das Produkt.
Zwischen Sporttip und Jouez Sport zu wählen ist deshalb die einzige Wahl, die hier wirklich eine ist — und sie wird nicht getroffen, sondern vorgegeben. Wer in einem der sechs Kantone wohnt, ist rechtlich ohnehin bei Jouez Sport; alle anderen sind bei Sporttip. Die Frage, die bleibt, ist keine Anbieterfrage: Es ist die Frage, ob man die Limiten ernst genug setzt, um in einem Land mit zwei Angeboten überhaupt gut zu fahren.
MrXbet: kein Name auf der Schweizer Bewilligungsliste
MrXbet tritt mit Sitz im Ausland an und hat keine Schweizer Bewilligung. Nur Swisslos und die Loterie Romande dürfen hier Sportwetten anbieten. Eine nachgewiesene Bewilligung liegt nicht vor, und eine ausländische hätte nach Art. 4 BGS ohnehin keine Wirkung. Der Anbieter hängt nicht am Schweizer Sperrregister, es gibt keinen Schweizer Rechtsschutz, und seine Domain kann auf der Gespa Sperrliste landen.
Daraus folgt für den Spielenden mehr als eine Formalität. Wer sich dort sperren will, sperrt sich für ein System, das ihn nicht kennt. Wer einen Streit über eine Wette austragen will, trägt ihn in einem anderen Land aus. Wer eine Auszahlung erwartet, erwartet sie nach Regeln, die kein Schweizer Gericht geschrieben hat.
Reizvoll ist an solchen Angeboten vor allem die Breite: Märkte und Sportereignisse, die die Schweizer Liste nicht kennt, sind hier selbstverständlich. Wer genau weiss, was er sucht, und wem bewusst ist, dass er damit ausserhalb jedes hiesigen Schutzes steht, kann das als bewusste Wahl treffen. Eine Empfehlung ist es nicht.
Wettigo: dasselbe Rechtsloch, ein anderer Name
Auch Wettigo hat keine Schweizer Bewilligung, hängt nicht am Sperrregister, bietet keinen Schweizer Rechtsschutz und kann per DNS gesperrt werden. Eine nachgewiesene Bewilligung liegt nicht vor.
Bei solchen Anbietern entscheidet nicht die Marke, sondern die Frage, ob die Zahlung überhaupt ankommt. Ohne Schweizer Aufsicht gibt es keine Instanz, die eine ausgebliebene Auszahlung erzwingt — und wer mehrere solche Konten führt, führt mehrere dieser Risiken gleichzeitig und merkt es erst, wenn eines davon eintritt.
Ein Anbieter mit Schweizer Bewilligung ist teurer, langsamer und langweiliger. Er verschwindet aber nicht über Nacht aus dem Netz. Wer mobile Wetten langfristig betreibt, sollte das einmal zu Ende denken: Eine gesperrte Domain ist am nächsten Tag kein Kundendienstproblem mehr.
Pribet: acht von zehn teilen denselben Status
Pribet steht in derselben Spalte wie Wettigo und MrXbet: keine Schweizer Bewilligung, keine nachgewiesene Bewilligung, keine Anbindung an das Sperrregister, kein inländischer Rechtsschutz, Sperrliste möglich.
Das ist der Befund, den diese Liste hergibt, und er ist unbequem für jeden Anbietervergleich mit zehn Zeilen. Acht von zehn geprüften Namen teilen einen Status, der sich in einem Satz zusammenfassen lässt und in keinem Ranking etwas entscheidet. Ein Vergleich, der diese acht nach Quoten sortiert, bewertet Merkmale, die für einen Schweizer Spielenden an zweiter Stelle stehen.
Wer trotzdem vergleicht, sollte zuerst diese Zeile prüfen und erst danach die Quote. Die Reihenfolge umzudrehen ist die häufigste Art, sich ein Angebot schönzurechnen.
HighFlyBet: «hoch fliegen» mit Schweizer Konto
Keine Schweizer Bewilligung, keine geprüfte ausländische, kein Sperrregister, kein Rechtsschutz, Sperrliste möglich. Die Marke wählt ihren Namen offenbar nach dem Gefühl, das sie beim Spielenden erzeugen will.
Mehr lässt sich über HighFlyBet in dieser Liste nicht festhalten, weil nur die Bewilligung geprüft ist und nicht das Wettprogramm. Wer ein solches Konto erwägt, kann das Programm selbst ansehen — aber er tut es dann ohne jede Absicherung. Geprüft ist hier nur eines: dass in der Schweiz keine Bewilligung dahintersteht.
Wer trotzdem auf ein ausländisches Angebot setzt, sollte wenigstens die Auszahlung vorher testen und einen kleinen Betrag auszahlen lassen. Ob ein Anbieter zahlt, zeigt sich nicht in der Werbung, sondern in der ersten Auszahlung — und die lässt sich mit einem Zwanziger prüfen, bevor das Guthaben gross wird.
Boomerang Bet: der Name ist das Programm
Keine Schweizer Bewilligung, kein Register, kein Rechtsschutz, Sperrliste möglich. Der Name verspricht die Rückkehr des Geldes — was ein verspielter Einfall eines Marketingteams ist und keine Zusage des Rechts.
Ein Guthaben bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung verhält sich anders als ein Guthaben bei einem bewilligten Veranstalter: Bei letzterem steht ein Verfahren bereit, bei ersterem nicht. Wer das versteht, versteht auch, warum die Quoten offshore häufig besser aussehen. Es ist derselbe Grund, aus dem ein Marktstand ohne Rechnung billiger ist.
AmunRa: grosse Namen, kleine Sicherheit
Keine Schweizer Bewilligung, keine nachgewiesene Bewilligung, kein Zugang zum Schweizer Sperrregister, kein inländischer Rechtsschutz, Domain kann per DNS gesperrt werden.
Diese Zeile trägt bei AmunRa nichts anderes als bei den Nachbarn, und das ist der Punkt. Markengrösse, Werbebudget und Zahlungsgeschwindigkeit erfährt ein Spielender erst, nachdem er ein Konto eröffnet hat — die Bewilligungsfrage ist die einzige, die er vorher beantworten kann. Sie vorher zu beantworten ist billig. Sie nachher zu stellen ist es nicht.
Betify: dieselbe Zeile, ein anderer Eintrag
Keine Schweizer Bewilligung, keine nachgewiesene Bewilligung, kein Sperrregister, kein Rechtsschutz, Sperrliste möglich.
Für Schweizer Spielende ändert sich damit nichts gegenüber den vorgenannten Anbietern. Die vier Angaben, die bei all diesen Marken gelten, sind das einzige verlässliche Material, das über sie verfügbar ist: keine Bewilligung, kein Register, kein Rechtsschutz, mögliche Sperre. Alles andere, was ein solches Portal über sich selbst schreibt, ist Werbung.
Interessanter als die einzelne Marke ist die Mechanik dahinter. Wenn Domains innerhalb von Stunden ersetzt werden, ist die Marke austauschbar und die Gesperrte irrelevant. Für den Spielenden heisst das: Der Anbieter, bei dem er heute sein Guthaben hält, muss morgen nicht mehr derselbe sein.
Funbet: der letzte Eintrag, dieselbe Feststellung
Keine Schweizer Bewilligung, keine nachgewiesene Bewilligung, kein Zugang zum Sperrregister, kein Schweizer Rechtsschutz, Sperrliste möglich.
Das ist die vollständige Prüfung, die diese Seite für Funbet leisten kann. Wer auf ein ausländisches Angebot setzt, informiert sich am besten auf der Sperrliste der Gespa, ob die Domain dort steht — das ist die einzige öffentlich geführte Liste, die über diese acht Marken überhaupt Auskunft gibt.
Wo man nachschaut, bevor man einzahlt
Wer mobil wettet, prüft vor der ersten Einzahlung drei Dinge, und alle drei sind in wenigen Minuten erledigt. Erstens das Vertragsgebiet: Wohnsitz oder gewöhnlicher Aufenthalt in einem der Kantone, die der Veranstalter bedienen darf. Zweitens die Limiten aus dem Abschnitt zu den Verlustlimiten — sie stehen, bevor die erste Wette läuft, und sie lassen sich nur langsam anheben. Drittens die eigenen Bedingungen des Angebots: Mindesteinsatz, Höchsteinsatz, Auszahlungsfristen und Rundungsregeln.
Wer das abkürzt, kürzt an der Stelle ab, an der es Geld kostet. Die günstigste Wette ist am Ende meist die, deren Bedingungen man vorher gelesen hat — und die unbequemste Zahl auf dieser Seite bleibt nicht die Quote, sondern die Sitzung, die man sich selbst setzt.
Häufige Fragen zu mobilen Sportwetten
Wer darf Schweizer Spielenden Sportwetten für das Smartphone anbieten?
Geldspielgesetz und Geldspielkonkordat lassen dafür nur zwei Veranstalter zu: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport. Jeder betreut sein eigenes Gebiet. Ein Online-Konto setzt Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt in diesem Gebiet voraus. Weitere bewilligte Anbieter gibt es nicht.
Kann ich mich auf eine ausländische Bewilligung verlassen, wenn ich in der Schweiz wette?
Nein. Nach Art. 4 BGS gilt eine Bewilligung nur in der Schweiz, und eine ausländische hat hier keine Wirkung. Solche Anbieter hängen nicht am Schweizer Sperrregister und bieten keinen Schweizer Rechtsschutz; ihre Domain kann auf der Sperrliste der Gespa landen und per DNS gesperrt werden. Wer dort spielt, spielt ausserhalb dieses Systems.
Welche Verlustlimiten muss ich vor der ersten Wette auf dem Handy setzen?
Bei Sporttip sind Limiten für 1, 7 und 30 Tage festzulegen, mit einer Oberlimite von CHF 9’999 und CHF 1’000 für Personen unter 21 Jahren. Eine Senkung wirkt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich. Der Staat gibt keinen Betrag vor.
Wie rechne ich den Gewinn meiner Wette aus?
Der Gewinnbetrag ist Einsatz mal Quote, bei Kombinationen mal dem Produkt der Einzelquoten. Bei Sporttip wird das Ergebnis zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Eine Wette mit CHF 10 Einsatz auf Quote 2.10 bringt also CHF 21; die Marge steckt bereits in der Quote.
Wie hoch sind Mindest- und Höchsteinsatz bei Sporttip?
Der Mindesteinsatz beträgt CHF 1 für Einzel- und Kombinationswetten. Der Höchsteinsatz liegt bei CHF 1’000 für eine Einzel- oder Kombinationswette und bei CHF 10’000 für eine Systemwette. Swisslos kann diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern; eine Wette über der Limite wird nicht angenommen.
Sind Gewinne aus Sportwetten steuerfrei, und was heisst «je nach Kanton»?
Bei bewilligten Schweizer Grossspielen sind Gewinne bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommenssteuerfrei; der Bundesfreibetrag liegt ab dem 1.1.2026 bei CHF 1’071’000. Darüber behält der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ein. Die kantonale Schwelle weicht ab — daher «je nach Kanton». Eine Wettsteuer auf den Einsatz gibt es nicht.
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Inhalt erstellt vom Team «handicapwettench»
