Australian Open Wetten in der Schweiz – zwei Veranstalter, ein enges Programm

Updated Oktober 2026
Licensed
usAvailable in US
Fast payouts
18+ Only

Ladevorgang...

Want more predictions?
Join our Telegram channel
Join
Ein Tennisnetz in Nahaufnahme im Gegenlicht der tiefstehenden Sonne, feine Staubkörner schweben über dem Platz.

Im ganzen Land dürfen Sportwetten nur zwei Veranstalter anbieten, und beide gehören den Kantonen. Wer auf die Australian Open setzen will, hat damit keine Wahl zwischen Anbietern, sondern eine Wahl zwischen zwei Wegen – und einer Handvoll ausländischer Seiten, die keine Schweizer Bewilligung haben.

Die Australian Open 2026 sind beendet; für die Ausgabe 2027 sind der 17. bis 31. Januar angesetzt.

Datenstand: Oktober 29, 2026; Bewilligungen und Limiten geprüft gegen die Angaben der Gespa und die Teilnahmebedingungen von Swisslos und Loterie Romande.

Warum die Rechtslage in der Schweiz jede Anbieterwahl vorwegnimmt

Online-Sportwetten sind hier ein Grossspiel. Das Geldspielgesetz, kurz BGS, regelt sie seit dem 1. Januar 2019 abschliessend, und was es erlaubt, ist eng: Wetten auf Sportereignisse, nichts sonst. Wer auf Wetter, Wahlen oder eine Fernsehshow setzen möchte, findet dafür keinen zugelassenen Weg. Aufsicht führt die Gespa in Bern, die Interkantonale Geldspielaufsicht – nicht die ESBK, die nur für Casinos zuständig ist. Das ist keine Feinheit für Juristen: Wer eine Beschwerde über einen Sportwettenanbieter hat, landet bei der Gespa und nicht bei der Casino-Aufsicht.

Ein Feldweg zwischen Weinreben im Wallis bei Sonnenaufgang, im Hintergrund hohe Berge und klare Luft.
Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf.

Eine Bewilligung besteht aus zwei Teilen, der Veranstalterbewilligung und der Spielbewilligung, und sie gilt nur in der Schweiz. Genau dieser Satz entscheidet den ganzen Vergleich. Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter von Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt. Auf der einen Seite steht Swisslos mit dem Produkt Sporttip, auf der anderen die Loterie Romande mit Jouez Sport. Eine Liste weiterer Schweizer Sportwetten-Anbieter gibt es nicht, weil es keine gibt; die Gespa veröffentlicht lediglich die Sperrliste der ausländischen Domains, die Schweizer Telekom-Anbieter per DNS blockieren.

Das Angebot ist zudem eine geschlossene Liste. Die Gespa führt in ihrer Liste der bewilligten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten (Ausgabe 10.09.2026) auf, was überhaupt gespielt werden darf: Qualifikationsrunden nur, wenn sie darin steht, Frauenwettbewerbe nur, wenn sie darin steht, Ranglistenwetten nur dann, wenn die Rangliste über den Einzug in einen internationalen Wettbewerb oder das Podest entscheidet, Trainingsläufe nie. Eckball- und Kartenmärkte finden sich darin nicht, eine Esport-Sektion ebenso wenig. Veranstaltungen, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind gesperrt. Livewetten sind erlaubt, vor dem Match und währenddessen, soweit der Veranstalter eine entsprechende Entscheidung hat – eine gesetzliche Beschränkung auf bestimmte Live-Märkte kennt das BGS nicht.

Ein Zuhause in der Schweiz, ein Zuhause im Ausland

Was folgt daraus für den Einzelnen? Zwei Dinge, die zusammen ein Problem ergeben: Die Bewilligung gilt nur in der Schweiz, und die Veranstalter bedienen nur ihre eigenen Gebiete. Swisslos mit Sporttip arbeitet im Vertragsgebiet der Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH, dazu im Tessin und im Fürstentum Liechtenstein. Die Loterie Romande mit Jouez Sport deckt die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura ab. Für ein Online-Konto braucht es Wohnsitz in der Schweiz, in der Praxis also im Gebiet des jeweiligen Unternehmens.

Ein Schläger und ein Handtuch liegen auf einer Bank im Schatten eines Sonnensegels, dahinter flimmert die Hitze über dem Platz.
Die Australian Open 2026 waren das letzte Turnier, für die Ausgabe 2027 ist der 17. bis 31. Januar angesetzt.

Für die meisten Leserinnen und Leser heisst das: Es gibt faktisch einen Anbieter, nicht zwei. Wer in Zürich wohnt, kommt an Jouez Sport nicht heran, wer in Lausanne wohnt, nicht an Sporttip. Die viel beschworene «Auswahl» unter Schweizer Anbietern schrumpft damit auf die Frage, ob man im richtigen Landesteil wohnt.

Die ausländischen Seiten: ohne Schweizer Bewilligung, ohne Schweizer Schutz

Die Alternative sind ausländische Marken. Eine Bewilligung aus Curaçao, Malta oder Deutschland hat in der Schweiz keine Wirkung – das steht ausdrücklich im BGS. Wer dort spielt, verlässt den Schweizer Rahmen vollständig. Diese Seiten sind nicht an das Schweizer Sperrregister angeschlossen, sie schulden keinem Schweizer Gericht Rechenschaft, und die Gespa kann ihre Domains auf die Sperrliste setzen und blockieren lassen. Blockierte Domains tauchen nach kurzer Zeit unter neuen Adressen wieder auf; die Gespa nennt dafür Interwetten und Bet-at-Home und führt auch bet365 auf der Liste. Am Organisieren ohne Bewilligung ändert das nichts: Das ist strafbar, bis zu drei Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu fünf Jahre. Der Spielende selbst wird nicht bestraft – aber Einsätze und Gewinne können in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden.

Ehrlich ist deshalb nur eine Formulierung: Es gibt keinen standardmässig sicheren Weg. Der bewilligte Weg bringt vollen Schweizer Schutz, aber nur zwei Veranstalter, eine geschlossene Liste von Sportarten und Märkten, eine Wohnsitzbedingung und die Prüfung der Identität. Der ausländische Weg bringt mehr Auswahl und mehr Märkte, dafür keine Schweizer Aufsicht, keine Schweizer Spielsperre, keinen Schweizer Rechtsweg – und Gewinne, die nach kantonaler Praxis steuerbar sein können.

Die Schweizer Veranstalter haben die Wahl nicht nur vorweggenommen, sie machen sie auch sichtbar: Reingewinne gehen an gemeinnützige Zwecke in den Kantonen. Swisslos verteilte für 2025 CHF 562 Mio. Reingewinn, davon CHF 506 Mio. an die kantonalen Fonds und CHF 56 Mio. an die Stiftung Sportförderung Schweiz für Swiss Olympic, Fussball, Eishockey und Sporthilfe; aus den Sportwetten stammten davon CHF 109 Mio., nach CHF 122 Mio. im Vorjahr. Wer bei Sporttip setzt, finanziert also einen Teil des Schweizer Sportbetriebs mit. Das ist ein Argument für diesen Weg – aber keines dafür, dass die Quote gut wäre.

Verlustlimiten und Spielsperre: was der Schutz in der Praxis verlangt

Die Limiten setzt nicht der Staat, sondern der Spielende selbst. Der Veranstalter muss verlangen, dass Höchstwerte für Einsätze oder Verluste pro Tag, Woche oder Monat hinterlegt werden. Eine feste staatliche Einzahlungsgrenze gibt es nicht, und wer das Gegenteil liest, hat eine deutsche oder österreichische Regelung vor sich.

Bei Sporttip müssen vor der ersten Teilnahme Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage gesetzt werden, mit einer Oberlimite von CHF 9’999 und CHF 1’000 für Personen unter 21 Jahren. Senken wirkt sofort, erhöhen erst nach 72 Stunden. Dazu kommt die Möglichkeit einer freiwilligen Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage. Der gesetzliche Rahmen sagt 24 Stunden für die Erhöhung, die beiden Veranstalter arbeiten in ihren eigenen Bestimmungen mit 72 – die längere Frist ist die, die zählt.

Diese Verzögerung ist der eigentliche Mechanismus, und sie ist unbequem mit Absicht. Sie greift genau in dem Moment, in dem jemand nach einem verlorenen Satz schnell mehr Geld nachlegen möchte. Wer das nervig findet, hat das System verstanden. Die andere Frage lautet: Was tun, wenn aus dem Spielen mehr wird als ein Abend mit einem Tennismatch?

Dafür gibt es die Spielsperre. Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf; eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Wer sich sperrt, sperrt sich nicht nur aus einem Produkt aus, sondern aus dem gesamten geregelten Schweizer Angebot. Ausgeschlossene und minderjährige Personen haben keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne.

Ein Punkt, der die Beruhigung trübt: Die Gespa hat 2025 Testkäufe an Verkaufsstellen durchgeführt und dabei in 47,5 % von 200 Fällen eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft. Wer die Schutzvorkehrungen an der Verkaufsstelle für streng hält, liest diese Zahl besser zweimal.

Wer bemerkt, dass der eigene Einsatz die Kontrolle übernimmt, findet Hilfe bei den Beratungsstellen der Kantone und bei der Gespa. Das ist keine Formalie am Ende eines Vergleichs, sondern der Teil, den man vor der ersten Wette zur Kenntnis nimmt.

Warum das Spielen zu australischen Zeiten nichts an den Limiten ändert

Die Australian Open werden in Melbourne ausgetragen, und Melbourne liegt der Schweiz zehn Stunden voraus. Ein Erstrundenmatch beginnt für Schweizer Verhältnisse am späten Vormittag, ein Finalabend kippt in die Nacht. Realistisch wettet man auf dieses Turnier um ein Uhr morgens, wenn im Haus alle schlafen.

Genau hier zeigt sich, was Verlustlimiten und Spielsperre leisten. Sie sind nicht an das Ereignis gebunden, sondern an das Konto. Wer auf ein Nachttmatch setzt, setzt unter derselben 30-Tage-Limite wie bei einem Samstagnachmittagsspiel in der Super League. Es gibt keine Sonderlimite für Nachtstunden, keinen Ausnahmezustand für ein Turnier, das im Fernsehen läuft, während man eigentlich schlafen sollte. Die Limite ist die Limite.

Umgekehrt gilt derselbe Mechanismus für das frühe Aufstehen: Die Sperre und die Erhöhungsfrist von 72 Stunden laufen unabhängig davon, ob gerade ein Grand-Slam-Turnier gespielt wird. Wer mitten in der zweiten Turnierwoche beschliesst, die Limite anzuheben, wartet drei Tage – und die zweite Woche ist dann zur Hälfte vorbei. Das ist keine Schikane, sondern die einzige Bremse, die in einem Moment greift, in dem man selbst keine Bremse will.

Wie Quoten auf die Australian Open entstehen und was die Marge kostet

Die Quoten für ein Tennismatch sind keine Messung der Wahrheit, sondern ein Preis. Der Veranstalter schätzt ein, wie sich die Einsätze verteilen, und legt seine Spanne darüber. Was unter dem Strich übrig bleibt, ist die Auszahlungsquote; die Marge ist 100 % minus diese Quote. Das gilt für Sporttip und Jouez Sport genauso wie für jede ausländische Seite.

Rechnen wir es an einem illustrativen Zwei-Weg-Markt durch, wie er bei einem Tennismatch aussieht: Quote 1.90 auf den einen Spieler, Quote 1.90 auf den anderen. Das ist ein Beispiel, kein notierter Preis. Der Quotenschlüssel beträgt 1 ÷ (1 ÷ 1.90 + 1 ÷ 1.90), also rund 95 %. Die Marge liegt damit bei etwa 5 %, und zwar als Band mit einer Bedingung: Sie gilt für einen Markt mit genau zwei Ausgängen und gleichen Quoten. Je stärker der Favorit, desto mehr verteilt sich die Spanne zwischen den beiden Seiten, und bei einem Dreier- oder Viermarkt wie dem Satzergebnis verschiebt sie sich noch einmal, weil dort drei oder vier Ausgänge abgedeckt werden müssen.

Warum ist die Marge der einzige Vergleichsmassstab, der ohne Werbeversprechen auskommt? Weil sie in jeder Quote steckt, auch in der, die auf der Startseite als Spitzenwert beworben wird. Fünf Prozent heissen: Von jedem Franken, der auf diesen Markt fliesst, behält der Veranstalter im Schnitt fünf Rappen, bevor überhaupt ein Ball geschlagen ist. Bei einer Einzelwette über CHF 100 sind das rund CHF 5 – unabhängig davon, ob die Wette gewinnt.

Einzelwette, Kombiwette, Systemwette

Der Gewinnbetrag einer Sporttip-Wette ergibt sich aus Einsatz mal Quote, bei Kombinationen mal der Gesamtquote, dem Produkt der Einzelquoten. Der Betrag wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Bei einem Einsatz von CHF 100 auf Quote 1.90 beträgt der Rückzahlungsbetrag CHF 190, der Nettogewinn CHF 90 – vorausgesetzt, die Wette gewinnt, was sie nicht muss.

Die Kombiwette ist das Produkt ihrer Teile, und genau dort kippt die Rechnung oft. Zwei Spiele mit je 1.90 ergeben zusammen 3.61, drei ergeben 6.86, vier ergeben 13.03. Klingt grosszügig, ist es aber nicht: Mit jeder hinzugefügten Voraussage multipliziert sich auch die Wahrscheinlichkeit, dass mindestens eine davon danebengeht. Die ausländischen Seiten werben gern mit Kombipreisen im vierstelligen Bereich. Die Zahl ist echt, die Chance darauf nicht gross.

Nebeneinanderliegende Ereignisse derselben Sportveranstaltung darf man bei Sporttip nur über die Bet-Builder-Funktion kombinieren. Nimmt Swisslos eine solche Kombination irrtümlich ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Wetten für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten – nicht mehr und nicht weniger. Ein Trost ist das nur, wenn man den Einsatz ohnehin abgeschrieben hatte.

Der Kombiboost bei Sporttip läuft nur online, für Prematch, Live und Systemwetten, und verlangt mindestens vier Voraussagen mit je mindestens Quote 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn solchen Voraussagen; Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert. Ein Boost von 100 % klingt nach dem grossen Wurf. Er verlangt fünfzehn richtige Voraussagen – und die Wahrscheinlichkeit, dass fünfzehn einzelne Voraussagen alle eintreffen, liegt in einer Grössenordnung, die kein Werbetext erwähnt.

Quotenboosts bei Sporttip gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage. Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro wettende Person nur einmal nutzbar, in Einsatz und Erhöhung limitiert, und bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Wer den Boost also nutzt und dann aussteigen will, verliert die Erhöhung – die zwei Annehmlichkeiten schliessen sich gegenseitig aus.

Wenn der eine Markt den anderen erklärt

Die Marge eines Einzelmarkts ist nicht die Marge eines anderen. Wer die Quoten für den Spielsieger mit denen für den Satzausgang vergleicht, vergleicht nicht Ähnliches. Der Spielsieger ist ein Zwei-Weg-Markt, der Satzausgang in der Regel ein Drei-Weg-Markt – und je mehr Ausgänge abzudecken sind, desto mehr Spanne baut der Veranstalter ein. Dasselbe Turnier, dieselbe Partie, zwei verschiedene Kosten.

Ein weiterer Punkt, der auf das Quotenniveau durchschlägt: Wie viel Vorlauf hat der Veranstalter? Bei den Grand-Slam-Turnieren sind die Paarungen der ersten Runde kurz vor dem Start bekannt, die Quoten für die ersten Tage stehen also früh. Für die Titelwetten auf einen Spieler oder eine Spielerin gilt das Gegenteil: Sie stehen wochenlang offen und reagieren auf jede Verletzung. Eine Langzeitwette vom November auf einen Namen, der im Januar nicht mehr antritt, ist eine lange Haltefrist ohne Rendite.

Spielplan, Platz und der lange Weg durch zwei Wochen

Die Australian Open finden im Melbourne Park in Melbourne statt, auf Hartplatz. Das ist die erste Information, die in die Quotenschätzung eingeht. Der Belag war bis 2007 Rebound Ace, ab 2008 Plexicushion und ist seit 2020 GreenSet. Hartplatz ist im Tennis das schnellste der drei grossen Beläge, Bälle springen flach und regelmässig ab, und Aufschläger finden darauf eine Freundin. Bei Gras und Sand weiss jeder, was kommt; über Hartplatz reden weniger Leute, weil er weniger Charakter zu haben scheint. Tatsächlich verschiebt er die Kräfteverteilung am stärksten zwischen den drei Untergründen, und genau deshalb sind die Quoten für Spiele auf Hartplatz häufig enger gestellt als die für Sandturniere.

Die Australian Open 2026 sind beendet; für die Ausgabe 2027 sind der 17. bis 31. Januar angesetzt. Das Turnier ist gespielt, der Titel ist vergeben, und wer heute auf «die Australian Open» setzen möchte, setzt auf die Ausgabe, die im Januar 2027 beginnt. Für die Vorschau auf die Partien der ersten Runde heisst das: Vor dem Auslosungstermin gibt es keine Gegner, nur Titelwetten.

Bei den Australian Open spielen die Herren auf drei Gewinnsätze und die Damen auf zwei Gewinnsätze; bei 6:6 wird ein Tiebreak gespielt, im Entscheidungssatz ein Match-Tiebreak bis 10 Punkte mit zwei Punkten Vorsprung. Diese Zeile ist wichtiger, als sie aussieht. Der Match-Tiebreak im Entscheidungssatz ist ein eigener Markt mit eigener Wahrscheinlichkeit – ein Spieler kann zwei Sätze verloren haben und im dritten Satz trotzdem noch der Favorit sein. Am Satzausgang entscheidet das nichts: Ein Match, das bis zum Match-Tiebreak geht, wird in den Sätzen 0:2, 1:2 oder 2:2 notiert, und die dritte Zahl zählt anders als bei einem glatten 6:4. Wer den Satzausgang tippt, tippt gegen ein Format, in dem ein Satz auch dann zählt, wenn er nur bis 10 Punkte ging.

Der Spielplan über zwei Wochen in Melbourne entscheidet, wann Wetten auf einzelne Partien überhaupt möglich sind. Zuerst die ersten Runden mit vielen Matches und vielen Paarungen auf den Aussenplätzen, dann die zweite Runde, dann die dritte und vierte, dazwischen die Viertel- und Halbfinals, am Ende die Finals. Die Menge an gleichzeitig laufenden Matches schrumpft Woche für Woche, die Bedeutung jedes einzelnen wächst. Aufgabe von Live-Wetten: In der ersten Runde ist das Angebot an Einzelmärkten am breitesten, in der zweiten Woche am tiefsten – es gibt einfach weniger Spiele, über die man ein Angebot bauen könnte.

Wer das Turnier geprägt hat

Wer die Geschichte des Turniers kennt, kennt die Namen, die dort stehen. Das erste Turnier der Australian Open fand im November 1905 statt, der Australasian Lawn Tennis Association war 1904 gegründet worden. Rekordsieger in der Open Era ist Novak Djokovic mit 10 Titeln im Herreneinzel; bei den Damen hält Serena Williams mit 7 Titeln den Rekord. Margaret Court gewann insgesamt 11 Einzeltitel, darunter Titel aus der Zeit vor der Open Era ab 1969. Diese Zahlen gehören zur Orientierung, nicht zur Vorhersage. Ein Rekord von zehn Titeln sagt nichts darüber, wer im Januar 2027 den nächsten holt – er sagt nur, wie schwer das ist.

Die Australian Open 2026 gewannen im Herreneinzel Carlos Alcaraz aus Spanien und im Dameneinzel Jelena Rybakina aus Kasachstan. Damit steht für die Ausgabe 2027 ein Feld fest, in dem der Titelverteidiger und die Titelverteidigerin namentlich bekannt sind. Für jede Titelanwärterin, für jeden Titelanwärter gilt dieselbe alte Regel: Im Januar entscheidet der Körper mit, nicht nur der Schlag. Wer vor dem Turnier verletzt ist oder nach dem ersten harten Match Krämpfe bekommt, hat in der dritten Runde schon verloren.

Die zehn Plattformen im Vergleich

Der Vergleich hier läuft nicht über Werbebotschaften und nicht über beworbene Bonusbeträge. Er läuft über drei Fragen: Wer darf hierzulande überhaupt Wetten auf dieses Turnier annehmen, wie eng ist das Wettprogramm um das Turnier gelegt, und zu welchem Preis. Die ersten beiden Plätze sind durch das Gesetz gesetzt und nicht durch Geschmack; alles dahinter ist eine Auswahl, die mit dem Schweizer Recht nichts zu tun hat.

Plattform Schweizer Bewilligung Veranstalter bzw. gemeldete Bewilligung
Swisslos Sporttip Bewilligung als Grossspiel (SR 935.51, Aufsicht Gespa) SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel
Loterie Romande Jouez Sport Bewilligung als Grossspiel (SR 935.51, Aufsicht Gespa) Loterie Romande, Lausanne
Rainbet ohne Schweizer Bewilligung keine anerkannte Bewilligung, in der Schweiz ohne Wirkung
BassBet ohne Schweizer Bewilligung keine anerkannte Bewilligung, in der Schweiz ohne Wirkung
DirectionBet ohne Schweizer Bewilligung keine anerkannte Bewilligung, in der Schweiz ohne Wirkung
Betovo ohne Schweizer Bewilligung keine anerkannte Bewilligung, in der Schweiz ohne Wirkung
Rollbit ohne Schweizer Bewilligung keine anerkannte Bewilligung, in der Schweiz ohne Wirkung
Sportuna ohne Schweizer Bewilligung keine anerkannte Bewilligung, in der Schweiz ohne Wirkung
Cloudbet ohne Schweizer Bewilligung keine anerkannte Bewilligung, in der Schweiz ohne Wirkung
Bahigo ohne Schweizer Bewilligung keine anerkannte Bewilligung, in der Schweiz ohne Wirkung

Die Tabelle liest sich auf einen Blick schief, und das ist der Punkt. Acht der zehn Zeilen tragen denselben Eintrag in der Bewilligungsspalte, weil die Rechtslage denselben Eintrag erzwingt. Was sich unterscheidet, ist die Gemengelage dahinter: Bei den beiden Schweizer Häusern steht eine Aufsichtsbehörde mit Sitz in Bern, ein Register, ein Rechtsweg und ein gemeinnütziger Zweck. Bei den acht ausländischen Marken steht nichts davon, dafür eine Domain, die morgen auf der Sperrliste stehen kann.

Was die Spalte «Veranstalter bzw. gemeldete Bewilligung» bei den ausländischen Marken aussagt, ist bewusst zurückhaltend formuliert. Eine ausländische Bewilligung – aus Curaçao, Malta, Deutschland oder anderswo – hat in der Schweiz keine Kraft. Wer also prüfen möchte, was hinter einer solchen Seite steht, findet den Hinweis im Impressum und in den eigenen Bedingungen; nur rechtlich verbindlich ist er hier nicht.

Die zwei Schweizer Häuser unterscheiden sich untereinander weniger im Produkt als im Wohnsitz. Wer im Vertragsgebiet von Swisslos lebt, kann bei Sporttip ein Konto eröffnen, in den Kantonen Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura ist es Jouez Sport. Umgekehrt ist ein Konto nicht möglich. Eine Wahl zwischen zwei Anbietern mit gleichem Ruf und gleicher Aufsicht ist damit für die meisten keine Wahl, sondern eine Frage des Wohnsitzes.

Die Anmeldung und der erste Wettschein

Bevor über Quoten gesprochen werden kann, steht die Registrierung. Bei Swisslos sind mindestens 18 Jahre nötig, dazu Wohnsitz oder gewöhnlicher Aufenthalt im Swisslos-Vertragsgebiet. Es darf keine Spielsperre bestehen, und jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adress-Datenbanken geprüft. Ein Schweizer Konto mit Krypto-Bezahlung, das ohne Identitätsprüfung auskommt, existiert hier nicht: Das Konto läuft auf eine verifizierte Identität, und es gilt eine Person, ein Konto. Ausländische Seiten verlangen von ihren Nutzern oft nichts dergleichen, und wer das als Vorteil liest, sollte wissen, dass er damit auch auf den Schutz verzichtet, den die Prüfung mitbringt.

Gewinne und Guthaben dürfen nur auf ein Zahlungskonto auf den Namen der Kontoinhaberin oder des Kontoinhabers ausbezahlt werden; anonyme oder Krypto-Auszahlungen an Schweizer Veranstalter sind schlichtweg nicht vorgesehen, und Kredit an Spielende gibt es nicht. Welche Zahlungsmarken ein Veranstalter akzeptiert, steht in seinen eigenen Bedingungen – das ist eine Frage, die man vor der Einzahlung klärt und nicht danach.

Beim Einsatz gibt es klare Grenzen. Bei Sporttip beträgt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1’000 und für eine Systemwette CHF 10’000. Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Die Limiten selbst sind kein Problem für den Normalbetrieb, aber die Möglichkeit, sie ohne Begründung anzupassen, ist eine Klausel, die man kennen sollte, bevor sie einen überrascht. Ein Zwanzigernotenschein pro Wette ist bei Sporttip kein Problem. Wer vierstellig setzen will, landet bei einer Systemwette – und die bündelt mehrere Wetten in einem Schein.

Für Wetten auf Sporttip gilt dasselbe Altersregime wie für das Angebot: ab 18 Jahren, Minderjährige sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Wer als Wettkämpfer an einem Wettereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten. Bei einem Tennisturnier heisst das: Wer im Feld der Australian Open steht, ist für sich selbst keine Wette wert.

Was Cash-Out kostet

Cash-Out bei Sporttip gibt es für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung; ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Der Cash-Out-Betrag liegt unter dem möglichen nicht vorzeitigen Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden; anbieten muss Swisslos Cash-Out nicht für alle Wetten.

Diese vier Sätze sind der ganze Vertrag, und sie sagen mehr über das Instrument aus als jede Beschreibung. Der Ausstieg kostet stets etwas – er muss unter dem möglichen Gewinn liegen, sonst wäre er für den Veranstalter ein Verlustgeschäft. Teilauszahlungen gibt es nicht, man steigt ganz aus oder gar nicht. Und weil die Option pro Markt nicht garantiert ist, kann sie in dem Moment verschwinden, in dem man sie am dringendsten braucht. Cash-Out ist eine Annehmlichkeit des Veranstalters, kein Recht der Wettenden.

Bei Livewetten gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00; in spielentscheidenden Situationen wie Elfmeter, Rote Karte oder Videoschiedsrichter-Entscheid kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Kurz: Wer zu spät klickt, bekommt den Einsatz zurück und keinen Gewinn. Und eine Wette, die während einer VAR-Prüfung abgeschickt wird, kann mit Quote 1.00 abgerechnet werden – der Bildschirm zeigt den Treffer, die Buchung zeigt den Einsatz. Es lohnt sich, den Klick nicht in den Sekunden zu setzen, in denen das Bild noch nicht zeigt, was tatsächlich gilt.

Wie die Schweizer Wetten besteuert werden

Gewinne aus Schweizer Grossspielen, und die ESTV nennt Sportwetten ausdrücklich, sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommensteuerfrei und werden erst darüber besteuert. Der Bundesbetrag liegt ab dem 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000, im Jahr 2025 lag er bei CHF 1’070’400. Oberhalb der Schwelle behält der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ein, die man über die Deklaration in der Steuererklärung zurückholt. Der kantonale Freibetrag weicht ab – «je nach Kanton», und eine einzelne kantonale Zahl wäre hier eine falsche Aussage.

Für den üblichen Wetter ist die ganze Frage akademisch. Ein Gewinn in der Höhe von sieben Stellen kommt bei einem Tennismatch nicht vor; wer CHF 100 auf eine Quote von 1.90 setzt und gewinnt, bleibt weit unter jeder Schwelle, zahlt keine Einkommensteuer und keine Verrechnungssteuer. Eine Steuer auf den Einsatz kennt die Schweiz nicht, und wer sie in einem Rechner findet, hat ein anderes Land vor sich.

Anders liegt der Fall bei ausländischen Anbietern. Deren Gewinne unterliegen nicht der Verrechnungssteuer, aber die kantonale Praxis kann sie anders behandeln: Im Kanton Thurgau etwa gelten Gewinne aus ausländischen Grossspielen unabhängig von der Höhe als steuerbares Einkommen. Wer dort wohnt und bei einer ausländischen Marke gewinnt, hat möglicherweise eine Zeile mehr auszufüllen, als ihm lieb ist. Das ist kein Argument gegen den Anbieter, sondern eine Frage, die man mit der eigenen kantonalen Steuerverwaltung oder einer Steuerberatung klärt – vor dem ersten grossen Gewinn, nicht danach.

Die Veranstalter und Plattformen im Einzelnen

Zehn Namen, zwei Rechtsordnungen, sehr unterschiedliche Wege. Die Reihenfolge beginnt bei den beiden Häusern, die hier tatsächlich eine Bewilligung haben.

Swisslos Sporttip: das Schweizer Haus mit dem dichtesten Regelwerk

Swisslos hat seinen Sitz in Basel und veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019; Sportwetten laufen unter dem Namen Sporttip. Damit ist Swisslos einer der beiden Veranstalter, die das kantonale Recht überhaupt zulässt – bewilligt als Grossspiel nach dem BGS mit Veranstalter- und Spielbewilligung, unter Aufsicht der Gespa. Ein Online-Konto ist nur für Personen mit Wohnsitz im Vertragsgebiet möglich, also in den deutschsprachigen Kantonen, im Tessin und im Fürstentum Liechtenstein.

Was den Anbieter von den ausländischen Marken unterscheidet, ist weniger die Quote als die Verbindlichkeit. Hier gibt es einen Ansprechpartner in der Schweiz, eine Identitätsprüfung, ein Spielerkonto auf den eigenen Namen, Limiten, eine Spielsperre im schweizweiten Register und einen Rechtsweg. Das alles macht den Schein nicht rentabler – es macht den Fall geregelt, in dem etwas schiefgeht.

Sporttip deckt die Sportarten ab, die die Gespa-Liste zulässt, Tennis eingeschlossen. Wie breit das Angebot an Tennis-Märkten für die Australian Open im Einzelnen ausfällt, entscheidet das Wettprogramm des jeweiligen Tages; der Umfang schwankt mit Turnierphase und Anzahl der Paarungen. Was an Terminologie auf dem Schein steht, ist Schweizer Marktsprache: Einzelwette, Kombiwette, Systemwette, Livewette, Wettschein. Wer aus einem deutschen Ratgeber die Begriffe «Kombiwette mit Boost» oder «Freiwette» mitbringt, findet die Sache wieder, die Wörter nur teilweise.

Die Bewilligung schützt, sie wählt aber nicht aus. Wer hier im Vertragsgebiet wohnt, findet ein vollständig reguliertes Angebot mit einer geschlossenen Liste von Sportarten und einer schmalen Palette von Zahlungswegen – Gewinne gehen auf ein Konto auf den eigenen Namen, sonst nirgendwohin. Wer Wert auf volle Aufsicht und klare Haftungswege legt, zahlt dafür mit einem kleineren Wettprogramm als bei einer ausländischen Seite. So sieht der Tausch aus.

Loterie Romande Jouez Sport: derselbe Rahmen, anderes Territorium

Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Sie nennt als Kontaktadresse Avenue de Provence 14 in Lausanne und zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz sowie 221 Mitarbeitende. Auch sie ist bewilligt als Grossspiel nach dem BGS, unter Aufsicht der Gespa, mit einem Online-Konto ausschliesslich für Personen mit Wohnsitz in ihrem Gebiet.

Rechtlich ist Jouez Sport das Spiegelbild von Sporttip: gleiche Bewilligungsart, gleiche Aufsicht, gleiche Vorschriften zu Limiten, Sperre und Auszahlung auf ein Konto auf den eigenen Namen. Was sich unterscheidet, ist das Territorium und damit für einen Teil der Leserschaft alles. Wer in Genf oder im Wallis wohnt, hat hier den einen Schweizer Anbieter, wer in Zürich wohnt, hat ihn nicht.

Die 2’350 Verkaufsstellen sind die zweite sichtbare Seite. Jouez Sport lebt nicht nur vom Online-Konto, sondern von einem Netz, das bis in kleine Westschweizer Orte reicht. Wer einen Wettschein lieber am Schalter abgibt als am Bildschirm, findet hier eine physische Anlaufstelle – und mit ihr eine Person, die das Alter prüfen sollte. Die Testkäufe der Gespa zeigen, wie zuverlässig das funktioniert: In 47,5 % der 200 geprüften Fälle ging eine Sportwette an eine minderjährige Person. Diese Quote hängt nicht an einem einzelnen Veranstalter, aber sie ist der Grund, warum man sich auf die Schalterkontrolle nicht verlassen sollte.

Für die Australian Open bedeutet der westliche Standort keinen Unterschied im Angebot: Tennis steht auf der Liste, die Bewilligung gilt für das ganze Land, das Wohnsitzkriterium entscheidet. Wer das Konto bei Jouez Sport eröffnet, wettet auf dasselbe Turnier unter denselben Regeln wie jemand bei Sporttip. Der Weg dorthin ist ein anderer, das Ziel ist identisch – und diese Austauschbarkeit ist die ehrlichste Beschreibung der Schweizer Lage.

Rainbet: ohne Schweizer Bewilligung

Rainbet hat keine Schweizer Bewilligung. Nur Swisslos und die Loterie Romande dürfen in der Schweiz Sportwetten anbieten, und eine ausländische Bewilligung – gleich welcher Herkunft – hat hier keine Kraft. Das bedeutet konkret: kein Anschluss an das Schweizer Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, keine Schweizer Aufsicht. Die Domains können auf die Sperrliste der Gespa gesetzt und von Schweizer Telekom-Anbietern per DNS blockiert werden.

Wer sich für eine solche Seite entscheidet, entscheidet sich für ein Angebot ohne Schweizer Rahmen. Die Konditionen, die Zahlungswege und die Regeln stehen in den Bedingungen des Anbieters und nirgends sonst. Eine namentlich bekannte Aufsichtsbehörde, an die man sich wenden könnte, gibt es von hier aus nicht.

Die eine Sache, die diese Seite über Schweizer Veranstalter hinaus bieten kann, ist die Auswahl: mehr Sportarten, mehr Märkte, mehr Turniere. Wer ein Programm sucht, das über die Gespa-Liste hinausgeht, wird hier fündig. Wer einen Streitfall klären muss, findet niemanden, der zuständig wäre. Wer sich das vorher klarmacht, trifft eine informierte Entscheidung statt einer bequemen.

BassBet: ohne Schweizer Bewilligung

BassBet hat keine Schweizer Bewilligung. Eine Bewilligung im Ausland ändert daran nichts, weil sie in der Schweiz keine Wirkung entfaltet. Swisslos und die Loterie Romande bleiben die einzigen Veranstalter, die hier Wetten annehmen dürfen; alles andere steht ausserhalb dieses Rahmens. Die Gespa kann solche Domains auf ihre Sperrliste setzen und blockieren lassen.

Das heisst nicht, dass man dort nicht spielen könnte. Es heisst, dass man in einem Regime spielt, in dem die Schweizer Spielsperre nicht greift – wer sich bei einem Schweizer Anbieter sperren lässt, ist bei einem ausländischen nicht gesperrt. Das schweizweite Register endet an der Grenze der bewilligten Veranstalter.

Was bleibt, ist ein zusätzliches Programm. Wer bei einem Schweizer Haus nicht fündig wird, findet hier unter Umständen einen Markt, den die Gespa-Liste nicht kennt. Der Preis dafür ist die Aufsicht, die man aufgibt. Beides zusammen sollte man vor der Einzahlung abwägen, nicht nach dem ersten Streitfall.

DirectionBet: ohne Schweizer Bewilligung

DirectionBet hat keine Schweizer Bewilligung. Die Rechtslage duldet in der Schweiz genau zwei Veranstalter für Sportwetten, und keine ausländische Bewilligung ändert etwas an deren Stellung. Für Spielende bedeutet das: kein Anschluss an das hiesige Sperrregister, keine Schweizer Aufsicht, kein Schweizer Rechtsweg. Die Domain kann auf der Sperrliste landen.

Bemerkenswert ist an diesen Fällen weniger die einzelne Marke als die Mechanik dahinter. Blockierte Domains werden innerhalb von Stunden ersetzt; die Gespa nennt für dieses Domain-Hopping Interwetten und Bet-at-Home und führt bet365 auf der Liste. Wer glaubt, eine Sperrliste halte das Angebot auf, hat die Geschwindigkeit des Vorgangs unterschätzt.

Die eigene Entscheidung wird dadurch nicht leichter. Wer ein breites Programm sucht, findet es ausserhalb des Bewilligungsrahmens; wer im Rahmen bleiben will, bleibt bei zwei Häusern. Dazwischen gibt es nichts.

Betovo: ohne Schweizer Bewilligung

Betovo hat keine Schweizer Bewilligung. Nur Swisslos mit Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport dürfen in der Schweiz Sportwetten veranstalten; eine Bewilligung aus einem anderen Land hat hier keine Kraft. Schweizer Rechtsschutz, Schweizer Sperrregister und Schweizer Aufsicht fallen damit weg, und die Domain kann auf die Sperrliste kommen.

Praktisch relevant sind zwei Dinge. Erstens: Wer sich bei Swisslos sperren lässt, ist bei Betovo weiterhin zugelassen – die Sperre geht nicht mit. Zweitens: Bei einem Streit über eine Auszahlung steht keine Schweizer Behörde bereit, an die man sich wenden könnte.

Wer dennoch dort spielt, spielt in einem fremden Regelwerk. Das kann gutgehen. Es kann aber auch der Fall eintreten, in dem man merkt, dass niemand das Regelwerk für einen überprüft hat.

Rollbit: ohne Schweizer Bewilligung

Rollbit hat keine Schweizer Bewilligung. Damit gilt auch hier: kein Bezug zum Schweizer Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, keine Aufsicht durch die Gespa, und die Möglichkeit, dass Schweizer Telekom-Anbieter die Domain per DNS blockieren. Eine im Ausland gemeldete Bewilligung entfaltet in der Schweiz keine Wirkung.

Von den Schweizer Veranstaltern unterscheidet sich ein solches Angebot am stärksten dort, wo es um das Umfeld des Spielens geht: Limiten setzt man hier nach den Bedingungen des Anbieters, nicht nach dem Schweizer System mit 1-, 7- und 30-Tage-Werten und der dreitägigen Sperre bei Erhöhungen. Ob und wie eine solche Seite Limiten erzwingt, steht in ihren eigenen Bedingungen.

Das ist die eigentliche Frage, die vor einer Anmeldung zu klären ist. Nicht, wie viele Märkte angeboten werden, sondern was passiert, wenn man selbst die Kontrolle verliert. Darauf antwortet keine Startseite.

Sportuna: ohne Schweizer Bewilligung

Sportuna hat keine Schweizer Bewilligung. Die Schweiz lässt für Sportwetten nur die zwei konzessionierten Veranstalter zu; ein ausländischer Rechtstitel hat hier keine Geltung. Kein Anschluss an das Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, kein Schweizer Aufsichtszugriff – und die Domain kann auf die Sperrliste gesetzt werden.

Wer dieses Angebot prüft, sollte zwei Dinge vergleichen, die nichts mit der Quote zu tun haben: die Bedingungen zur Auszahlung auf ein Konto auf den eigenen Namen und die Frage, ob eine Spielsperre nach Schweizer Muster möglich ist. Beides ist hier eine reine Anbieterfrage.

Bleibt die Quote. Sie kann besser sein als bei Swisslos oder Jouez Sport, und genau das ist der Anreiz. Wer den Anreiz prüfen will, vergleicht die Quoten desselben Matches – nicht die beworbenen Spitzenwerte, sondern die tatsächlichen Preise auf denselben Markt.

Cloudbet: ohne Schweizer Bewilligung

Cloudbet hat keine Schweizer Bewilligung. Nur die beiden einheimischen Veranstalter dürfen hier Sportwetten anbieten, und keine ausländische Bewilligung ändert daran etwas. Die Folgen sind die gleichen wie bei den übrigen Marken ohne Schweizer Bewilligung: kein Sperrregister, keine Schweizer Aufsicht, keine Schweizer Beschwerdestelle, Sperrliste als Möglichkeit.

Für die Australian Open heisst das: Wer dort auf ein Tennismatch setzt, setzt in einem Regime, in dem die Schweizer Regeln zum Konto, zur Auszahlung und zum Sperrmechanismus nicht gelten. Die Bedingungen des Anbieters treten an ihre Stelle – vollständig und ohne Ergänzung durch Schweizer Recht.

Das ist weder Skandal noch Empfehlung, sondern die Beschaffenheit der Sache. Wer die Wahl trifft, sollte wissen, was er wählt.

Bahigo: ohne Schweizer Bewilligung

Bahigo hat keine Schweizer Bewilligung. Die Lage ist damit dieselbe wie bei den anderen acht ausländischen Marken: Swisslos und die Loterie Romande bleiben die einzigen Veranstalter in der Schweiz, eine ausländische Bewilligung ist hier wirkungslos, die Domain kann geblockt werden, und Schweizer Spielerschutzvorkehrungen greifen nicht.

Der eine Vorteil, der sich nicht wegdiskutieren lässt, ist die Programmbreite. Der eine Nachteil, der sich ebenso wenig wegdiskutieren lässt, ist die Zuständigkeitslücke. Wer gross gewinnt und sich über die Auszahlung einig werden muss, verhandelt mit einem Unternehmen in einem Rechtsraum, den er nicht kennt.

Damit sind zehn Namen abgearbeitet, und das Ergebnis ist ungewöhnlich klar: Acht davon stehen in der Schweiz ausserhalb des Bewilligungsrahmens. Die Auswahl, die bleibt, ist die Wahl zwischen geregelt und ungeregelt, nicht die Wahl zwischen gut und besser.

Wo die Reise für wen endet

Zwei Wege, zwei Profile. Wer in der Schweiz wohnt, im Vertragsgebiet von Swisslos oder in einem Westschweizer Kanton, und dort auf die Australian Open setzen möchte, hat einen klaren Weg: bei Sporttip oder Jouez Sport ein Konto eröffnen, die Verlustlimiten setzen, den Match-Tiebreak im Entscheidungssatz bei Satzwetten mitdenken und die Quoten desselben Matches mit dem vergleichen, was eine ausländische Seite bietet. Wer den vollen Schweizer Schutz will, geht diesen Weg und zahlt ihn mit einer geschlossenen Liste von Sportarten und Märkten und mit einer kleineren Anbieterzahl.

Wer vor allem Programm und Quotenvielfalt sucht, findet sie ausserhalb. Man sollte dann genau wissen, auf was man verzichtet: auf das Sperrregister, auf die Schweizer Aufsicht, auf einen Rechtsweg und auf die Sicherheit, dass eine Auszahlung nach hier überprüfbaren Regeln läuft. Wer dort gewinnt, erklärt den Gewinn unter Umständen anders als bei einem Schweizer Grossspiel – im Kanton Thurgau gelten Gewinne aus ausländischen Grossspielen unabhängig von der Höhe als steuerbares Einkommen.

Was auf dieser Seite nicht steht: wer die Australian Open gewinnt, welcher Spieler «sicher» ist und ob ein System auf Hartplatz funktioniert. Niemand weiss den Ausgang eines Matches im Januar, und jede Seite, die ihn kennt, verkauft ihn. Die Marge dagegen kennt jeder Veranstalter in jedem Markt: Bei einem Zwei-Weg-Markt mit zwei Quoten von 1.90 sind es rund 5 % des Umsatzes, und diese Zahl ändert sich nicht, wenn jemand eine Spielerin empfiehlt.

Zum Schluss der Hinweis, der an keiner Stelle fehlen sollte: Wer merkt, dass der Einsatz mehr Raum einnimmt als geplant, findet Rat bei den kantonalen Beratungsstellen und bei der Gespa. Das ist der einzige Teil dieses Themas, der wirklich zählt, wenn es schiefgeht. Alles andere ist ein Preisvergleich.

Häufige Fragen zu Wetten auf die Australian Open in der Schweiz

Wann fand das Turnier zuletzt statt, und wann ist die nächste Ausgabe angesetzt?

Die Australian Open 2026 sind beendet, für die Ausgabe 2027 ist der 17. bis 31. Januar angesetzt. Wer heute einsteigt, setzt auf das kommende Turnier und nicht auf das gespielte.

Darf in der Schweiz auf die Australian Open gewettet werden, und bei welchem Veranstalter?

Ja, Tennis steht auf der Gespa-Liste der bewilligten Sportarten. Anbieten dürfen Sportwetten in der Schweiz aber nur zwei Veranstalter: Swisslos mit Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport. Ein Online-Konto setzt Wohnsitz im jeweiligen Gebiet voraus.

Wie wirkt sich der Match-Tiebreak im Entscheidungssatz auf Wetten auf Satz und Spielausgang aus?

Im Entscheidungssatz läuft statt eines Tiebreaks bis 7 Punkte ein Match-Tiebreak bis 10 Punkte mit zwei Punkten Vorsprung. Ein Satz kann also knapp enden und trotzdem länger dauern als ein normaler Satz. Für Satzwetten zählt er als regulärer Satz, für den Spielausgang bleibt er der Entscheidungssatz.

Wie berechnet sich der Gewinn aus Einsatz und Quote, und was ist die Marge?

Der Gewinnbetrag ist Einsatz mal Quote, bei Kombinationen mal der Gesamtquote aus dem Produkt der Einzelquoten. Die Marge ist 100 % minus der Auszahlungsquote eines Marktes. Sie steckt in jeder Quote, gleich ob der Preis beworben wird oder nicht.

Welche Verlustlimiten gelten, und wie lässt sich eine Spielsperre beantragen?

Limiten setzen die Spielenden selbst; der Veranstalter verlangt Höchstwerte für 1, 7 und 30 Tage. Eine Senkung wirkt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Eine Spielsperre lässt sich bei Swisslos produktbezogen für 1 bis 180 Tage setzen, unbefristet wird sie im schweizweiten Register eingetragen.

Wie funktioniert der Steuerfreibetrag bei Wettgewinnen, und was heisst «je nach Kanton»?

Gewinne aus Schweizer Grossspielen sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommensteuerfrei. Ab dem 1. Januar 2026 liegt der Bundesbetrag bei CHF 1’071’000, darüber behält der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ein. Der kantonale Freibetrag weicht ab – daher «je nach Kanton».

Inhalt erstellt vom Team «handicapwettench»