Kostenlose Wettprognosen 2026 – der Weg von der Einschätzung zur Wette

Updated Oktober 2026
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Ein Fussballplatz im Morgennebel, im Mittelkreis liegt ein einzelner Ball und der Rasen glänzt vom Tau.

Stand: Oktober 29, 2026. Die Bewilligungsangaben, Limiten und Spielregeln wurden gegen die von Swisslos und der Loterie Romande veröffentlichten Bedingungen geprüft, die Sperrliste gegen die Angaben der Gespa.

Bei Sporttip-Livewetten zählen Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, mit Quote 1.00.

Wer im Netz nach einer kostenlosen Wettprognose sucht, findet Tausende davon. Wer sie liest, hat noch nichts gewonnen. Der Satz klingt hart, aber er steht am Anfang jedes klugen Umgangs mit Sportwetten: Eine Prognose ist eine Einschätzung von Wahrscheinlichkeiten, und erst der Abstand zwischen dieser Einschätzung und der angebotenen Quote entscheidet, ob überhaupt etwas daran ist. Die Vorhersage ist gratis. Der Wert ist es nicht.

In der Schweiz kommt eine zweite Besonderheit dazu, die man in kaum einem anderen Markt so findet. Wer auf eine Prognose tatsächlich setzen will, hat genau zwei Adressen mit Bewilligung: Swisslos mit Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport. Alles andere, was auf dem Bildschirm auftaucht, arbeitet ohne Schweizer Bewilligung. Das ist keine Kleinigkeit am Rand, sondern die wichtigste Weiche, die ein Spielender überhaupt stellt – noch vor der Wahl des Marktes, noch vor der ersten Prognose.

Diese Seite geht deshalb nicht der Frage nach, wer ein Spiel gewinnt. Sie geht der Frage nach, welche Wege es gibt, eine Prognose zu nutzen, was jeder Weg den Spielenden kostet und wem welcher Weg taugt.

Zuerst die Grenzen: Warum der Spielerschutz vor der ersten Wette steht

Die spannendste Prognose der Welt nützt niemandem, der seine Verluste nicht im Griff hat. Deshalb beginnt alles, was mit Wetten zu tun hat, nicht bei der Formkurve einer Mannschaft, sondern bei der Frage, wie viel Geld überhaupt ins Spiel darf. Der Schweizer Gesetzgeber zwingt die Veranstalter hier zu einer Struktur, die viele ausländische Plattformen gar nicht kennen.

Eine Sanduhr steht auf einem Holztisch neben einer Brille, hinter dem Fenster laufen Regentropfen über das Glas.
Der Sporttip-Kombiboost gilt nur online und verlangt mindestens vier Voraussagen mit Quote von je mindestens 1.50; der Bonus beträgt 5 % bei vier und 20 % bei sieben.

Verlustlimiten setzen, bevor der erste Einsatz läuft

Vor der ersten Sporttip-Teilnahme müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen. Die Oberlimite liegt bei CHF 9’999, für Personen unter 21 Jahren bei CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Wer nach einem verlorenen Abend spontan mehr Spielraum will, muss also drei Tage warten – und genau in dieser Wartezeit liegt der ganze Sinn der Regel. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich.

Bemerkenswert ist der Unterschied zwischen den beiden Fristen. Das Gesetz verlangt eine Erhöhung erst nach 24 Stunden. Swisslos und die Loterie Romande wenden in ihren eigenen Bedingungen 72 Stunden an. Wer also glaubt, die Limiten seien ein zahnloser Formalismus, sollte sich diese Zahl ansehen: Der Veranstalter gibt sich hier eine strengere Frist, als der Rahmen verlangt.

Die Spielsperre und das Register, das über den einzelnen Anbieter hinausreicht

Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein.

Das ist der stärkste Hebel, den ein Spielender hat. Wer sich sperren lässt, ist nicht nur bei einem Anbieter draussen, sondern in der gesamten regulierten Schweizer Glücksspiellandschaft – Casino eingeschlossen. Eine solche Sperre lässt sich nicht durch einen Wechsel zu einer anderen Plattform umgehen. Eine freiwillige Spielsperre kann erst nach drei Monaten wieder aufgehoben werden, und dabei ist eine Fachstelle beteiligt. Ein selbst gewählter Unterbruch von bis zu sechs Monaten muss ohnehin angeboten werden.

Das eigene Budget als Rahmen, den keine Bewilligung ersetzt

In der Schweiz gibt es keine staatlich festgelegte Einzahlungsobergrenze für Sportwetten. Der Gesetzgeber schreibt nur vor, dass der Veranstalter Höchstwerte für tägliche, wöchentliche oder monatliche Einsätze oder Verluste verlangen muss – die Höhe bestimmt der Spielende selbst. Wer sich keine eigene Grenze setzt, für den existiert keine.

Wer Wetten als Unterhaltung begreift, sollte diesen Rahmen als Monatsbudget lesen, nicht als Tageslimit. Ein Betrag, der einmal im Monat weh tut, aber nicht weh tut beim Ausgeben, ist die richtige Grössenordnung. Alles andere ist eine Rechnung, die man später bezahlt.

Was ein Wettanbieter nie darf und was Spielende trotzdem schützt

Die Schweiz kennt klare Verbote. Minderjährige sind vom Online-Angebot ausgeschlossen. Kredite an Spielende sind untersagt. Gewinne und Guthaben werden nur auf ein Zahlungskonto ausbezahlt, das auf den Namen des Kontoinhabers lautet – anonyme oder Krypto-Auszahlungen gibt es im bewilligten Schweizer Sportwettenangebot nicht. Ausgeschlossene oder unterjährige Personen haben keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne.

Ein Punkt, der gerne übersehen wird: Die Gespa hat bei Testkäufen 2025 geprüft, wie zuverlässig Verkaufsstellen den Jugendschutz umsetzen. Bei 200 Fällen wurde an Verkaufsstellen eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft, und zwar in 47,5 % der Fälle. Wer den Schutz an der Verkaufsstelle für selbstverständlich hält, irrt. Der Schutz beginnt bei der Person, nicht beim Automaten.

Wie eine Prognose entsteht – und warum die Quote wichtiger ist als die Vorhersage

Kostenlose Wettprognosen sind im Netz reichlich vorhanden. Manche stammen von Wettanbietern, andere von unabhängigen Portalen, wieder andere aus Foren. Sie alle versprechen Orientierung. Was sie alle nicht leisten können, ist eine Garantie. Zwischen dem Versprechen und dem, was tatsächlich messbar ist, liegt der ganze Unterschied.

Die Bausteine: Form, Heimvorteil, Statistik, Quote

Eine Wettprognose entsteht aus mehreren Bausteinen. Die aktuelle Form einer Mannschaft spielt eine Rolle. Der Heimvorteil wird berücksichtigt. Statistische Kennzahlen wie Tore, Gegentore, Ballbesitz oder Zweikampfwerte fliessen ein. Auch die Aufstellung, Verletzungen und die Belastung durch vorangegangene Spiele können das Bild verschieben.

Aus diesen Bausteinen wird eine Einschätzung der Wahrscheinlichkeiten abgeleitet. Der entscheidende Punkt: Eine Prognose schätzt Wahrscheinlichkeiten ab. Sie sagt nicht, was passieren wird. Sie sagt, was wahrscheinlich ist. Das ist ein Unterschied, der über den Erfolg einer Wette entscheidet.

Dazu kommt die Quote. Die Quote ist der Preis, den ein Wettanbieter für eine bestimmte Ausgangsmöglichkeit bietet. Eine Quote von 2.10 bedeutet: Für jeden eingesetzten Franken gibt es 2.10 Franken zurück, wenn die Wette aufgeht. Der Gewinnbetrag einer Sporttip-Wette ergibt sich aus Einsatz mal Quote, bei Kombinationen mal Gesamtquote, also dem Produkt der Einzelquoten. Es gibt feine Besonderheiten: Der Betrag wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Wer sich je gefragt hat, warum die Auszahlung selten exakt dem entspricht, was der Taschenrechner zeigt, hat hier die Antwort.

Der Abstand zwischen eigener Einschätzung und Preis

Der Abstand zwischen der eigenen Wahrscheinlichkeitseinschätzung und der Quote entscheidet, ob eine Wette Wert hat. Wer eine Mannschaft mit 50 % Wahrscheinlichkeit gewinnen sieht und eine Quote von 2.10 erhält, rechnet mit einem Erwartungswert über dem Einsatz. Wer dieselbe Mannschaft mit 50 % sieht und eine Quote von 1.80 erhält, rechnet mit einem negativen Erwartungswert – auch wenn die Prognose richtig sein mag.

Eine kostelnlose Wettprognose ist also nur dann nützlich, wenn sie mit einer Einschätzung der Wahrscheinlichkeit einhergeht und diese Einschätzung mit der angebotenen Quote verglichen wird. Die blosse Vorhersage «Mannschaft A gewinnt» ist wertlos ohne den Preis. Das ist die Regel, die die ganze Branche ungern laut ausspricht, weil sie den Wert der eigenen Versprechen relativiert.

Was eine Prognose nicht kann – und wann sie am wenigsten kann

Keine Prognose kann ein Ergebnis garantieren. Sport ist unvorhersehbar. Verletzungen, Wetterbedingungen, Schiedsrichterentscheidungen, Tagesform – all das sind Faktoren, die sich nicht vorhersagen lassen. Eine noch so gute Analyse bleibt eine Wahrscheinlichkeitsaussage.

Bei Turnieren wird die Sache schwieriger. Die Weltmeisterschaft 2026 wurde bereits gespielt, vom 11. Juni bis 19. Juli 2026. Eine Europameisterschaft findet im laufenden Jahr nicht statt. Eine Prognose für ein WM-Spiel basiert oft auf weniger direkten Vergleichsdaten zwischen den Mannschaften als im Liga-Alltag, da die Teams seltener aufeinandertreffen. Die Einschätzung der Wahrscheinlichkeiten erfordert hier eine stärkere Gewichtung der Turnierform und der Kaderzusammenstellung.

Wer das versteht, versteht auch, warum eine Prognose sechs Monate vor einem Turnier nicht dasselbe ist wie eine Prognose drei Tage vor einem Ligaspiel. Der Abstand zur Realität ist grösser, und der Abstand zur Wahrheit damit auch.

Der Wert einer Wette: Rechnen statt raten

Der Wert einer Wette lässt sich berechnen. Wer eine Quote von 2.10 erhält und die Gewinnwahrscheinlichkeit auf 50 % schätzt, hat einen Erwartungswert über dem Einsatz. Wer eine Quote von 1.80 erhält und die Gewinnwahrscheinlichkeit auf 50 % schätzt, hat einen negativen Erwartungswert. Die Rechnung ist einfach. Die Einschätzung der Wahrscheinlichkeit ist es nicht.

Deshalb ist die entscheidende Frage nicht «Wer gewinnt?», sondern «Ist der Preis richtig?». Eine Prognose, die diese Frage nicht beantwortet, ist keine Grundlage für eine Wette. Und eine kostenlose Prognose, die mit einer hohen Trefferquote wirbt, ohne die zugrunde liegende Quote zu nennen, beantwortet sie auch nicht.

Was die Marge kostet: Der Betrag, den jede Prognose erst überwinden muss

Die Marge ist der Anteil, den der Wettanbieter von jedem Einsatz behält. Sie steckt in jeder Quote und ist der Grund, warum Sportwetten für den Anbieter profitabel sind und für den Spielenden langfristig teuer werden. Wer eine Prognose nutzt, ohne die Marge zu kennen, kämpft gegen einen Gegner, den er nicht sieht.

Wie die Marge in einem Markt steckt

Die Rechnung ist einfacher, als sie klingt. Ein zweiseitiger Markt mit Quoten von 1.90 und 1.90 ist das übliche Beispiel. Wer die Kehrwerte der Quoten addiert und davon eins nimmt, landet bei dem, was der Anbieter behält. Konkret: Der Auszahlungsschlüssel für diesen Markt liegt bei rund 95 %. Das heisst, der Anbieter zahlt über die Vielzahl der Wetten langfristig etwa 95 % der Einsätze zurück und behält etwa 5 % als Marge.

Diese Rechnung ist ein Musterbeispiel, keine tatsächlich quotierte Preisansage. Die Marge eines konkreten Marktes hängt von der konkret angebotenen Quote ab. Bei stark gehandelten Märkten wie dem 1X2-Markt für Fussballspiele fällt sie tendenziell niedriger aus, bei Nischenmärkten oder exotischen Kombinationen höher. Für die Bandbreite heisst das: Eine Marge im unteren einstelligen Bereich ist das eine Ende, grössere Werte sind das andere, und je nach Markt und Anbieter liegt sie irgendwo dazwischen.

Warum die Marge ein statistischer Durchschnitt ist

Die Marge beschreibt einen statistischen Durchschnitt über viele Wetten, nicht das Ergebnis einer einzelnen. Bei einer einzelnen Wette zahlt der Anbieter entweder den vollen Betrag aus oder behält den Einsatz. Die Marge wird erst über die Vielzahl der Wetten sichtbar. Ein Abend mit einer gewonnenen Wette kann einem Spielenden völlig recht geben – und er hätte trotzdem langfristig gegen die Marge gespielt.

Wer das verinnerlicht, versteht, warum Trefferlisten auf Prognoseseiten so wenig aussagekräftig sind. Eine Quote von 95 % Auszahlungsschlüssel bedeutet nicht, dass eine Wette zu 95 % gewinnt. Sie bedeutet, dass 95 % der Einsätze zurückfliessen, verteilt auf die Gewinner. Das ist eine andere Aussage.

Was die Marge für die Bewertung einer Prognose bedeutet

Die Marge wirkt direkt auf den Wert einer Prognose. Wer gegen eine Marge antritt, muss diese Marge erst schlagen, bevor überhaupt ein Vorteil entsteht. Eine Prognose, die den Anbieter nur knapp übertrifft, ist damit noch kein Geschäft. Das ist die unsichtbare Hürde jeder Wette.

Bei Kombiwetten wird diese Hürde grösser. Jede einzelne Voraussage in einer Kombi trägt zur Gesamtmarge bei. Wer eine Kombi mit fünf Voraussagen spielt, multipliziert nicht nur die Quoten, sondern auch die Marge des Anbieters. Genau deshalb sind Kombiwetten für den Anbieter attraktiv.

Wohin die Marge in der Schweiz fliesst

In der Schweiz hat der Geldfluss eine Besonderheit. Die Nettoerträge aus den bewilligten Glücksspielen gehen an gemeinnützige Zwecke in den Kantonen. Die Marge ist also nicht nur ein Gewinn eines Unternehmens, sondern zu einem grossen Teil eine Einnahmequelle für öffentliche Aufgaben. Das macht die Wettlandschaft in der Schweiz politisch erklärungsfähig – und macht es gleichzeitig schwer, die Marge moralisch zu verurteilen, wenn ein Teil davon in gemeinnützige Projekte fliesst.

Einordnung: Was eine kostenlose Prognose wert ist und was nicht

Die Einordnung von Wettprognosen ist der Kern dieser Seite. Eine Prognose schätzt Wahrscheinlichkeiten ab. Erst der Abstand zur Quote entscheidet, ob etwas daran ist – nicht die blosse Vorhersage. Wer eine Prognose liest, sollte sich drei Fragen stellen: Wie hoch schätzt die Quelle die Wahrscheinlichkeit ein? Welche Quote steht dem gegenüber? Und wie oft hat die Quelle in der Vergangenheit richtig gelegen, ohne dass einzelne Glückstreffer die Statistik verzerren?

Der letzte Punkt ist der schwierigste. Eine Trefferquote über einen kurzen Zeitraum sagt fast nichts. Erst über lange Zeiträume und über viele Wetten hinweg wird erkennbar, ob eine Quelle systematisch besser liegt als der Markt. Wer damit wirbt, in den letzten zehn Tipps richtig gelegen zu haben, hat eine Zahl produziert, nicht einen Nachweis.

Nachvollziehbarkeit ist der zweite Massstab. Eine Prognose, die erklärt, warum sie zu einer Einschätzung kommt, ist mehr wert als eine, die nur ein Ergebnis nennt. Die Erklärung ist es, die der Leser überprüfen kann – die blosse Vorhersage nicht.

Anbieter im Vergleich: Zwei Schweizer Veranstalter und acht Plattformen ohne Bewilligung

In der Schweiz dürfen nur Swisslos und die Loterie Romande Sportwetten anbieten. Die beiden Veranstalter bedienen je ihr eigenes Gebiet, und ein Online-Konto ist nur für Personen mit Wohnsitz in diesem Gebiet offen. Daneben stehen acht ausländische Plattformen, die Schweizer Spielende im Netz antreffen. Sie werden hier nach denselben Massstäben eingeordnet, aber jede von ihnen trägt den Vermerk «ohne Schweizer Bewilligung». Die beiden Gruppen sind nicht dasselbe, und keine ausländische Plattform ist damit legal oder sicher.

Die Tabelle ordnet die zehn Anbieter nach Bewilligungsstatus und Organisator ein. Die Spalte zur Bewilligung nennt für die beiden Schweizer Häuser die Bewilligungsart, für die übrigen den Umstand, dass keine Schweizer Bewilligung vorliegt.

Anbieter Bewilligungsstatus in der Schweiz Organisator oder berichtete Bewilligung
Sporttip Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung nach BGS, Aufsicht Gespa SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel
Jouez Sport Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung nach BGS, Aufsicht Gespa Loterie Romande, Société de la Loterie de la Suisse Romande, Lausanne
HornetBet keine Schweizer Bewilligung berichtete Bewilligung ohne Geltung in der Schweiz
myBet keine Schweizer Bewilligung berichtete Bewilligung ohne Geltung in der Schweiz
Betovo keine Schweizer Bewilligung berichtete Bewilligung ohne Geltung in der Schweiz
BassBet keine Schweizer Bewilligung berichtete Bewilligung ohne Geltung in der Schweiz
GG.BET keine Schweizer Bewilligung berichtete Bewilligung ohne Geltung in der Schweiz
FortuneJack keine Schweizer Bewilligung berichtete Bewilligung ohne Geltung in der Schweiz
BetLabel keine Schweizer Bewilligung berichtete Bewilligung ohne Geltung in der Schweiz
Jackbit keine Schweizer Bewilligung berichtete Bewilligung ohne Geltung in der Schweiz

Der Blick auf diese zwei Gruppen zeigt, warum die Wahl des Weges so viel schwerer wiegt als die Wahl der Prognose. Die bewilligten Häuser unterliegen dem Schweizer Geldspielgesetz, dem Sperrregister und dem Wohnsitzprinzip. Eine Plattform ohne Bewilligung unterliegt all dem nicht.

Swisslos Sporttip: Der einzige Anbieter mit Schweizer Bewilligung im deutschsprachigen Vertragsgebiet

Swisslos hat ihren Sitz in Basel und veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019. Die Sportwetten laufen unter dem Namen Sporttip. Die Bewilligung umfasst eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung nach dem BGS, die Aufsicht führt die Gespa.

Das Vertragsgebiet umfasst die Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie den Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein. Wer ausserhalb dieses Gebiets wohnt, kann kein Online-Konto eröffnen. Die Registrierung verlangt mindestens 18 Jahre, Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet und eine Identitätsprüfung: Die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adress-Datenbanken geprüft. Es darf keine Spielsperre bestehen, und jede Person darf sich nur einmal registrieren.

Was das Angebot selbst auszeichnet, sind klare Regeln. Der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten beträgt CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1’000 und für eine Systemwette CHF 10’000. Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Der Höchsteinsatz von CHF 1’000 pro Wette ist die eigentliche Schranke für alle, die mit grösseren Beträgen arbeiten wollen.

Sporttip-Wetten stehen Personen ab 18 Jahren offen, Personen unter 18 Jahren sind ausgeschlossen. Wer als Wettkämpfer an einem Wettereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten. Die reguläre Spielzeit umfasst die reguläre Spieldauer, etwa 90 Minuten beim Fussball, plus Nachspielzeit. Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind.

Zusatzfunktionen: Kombiboost, Quotenboost und Cash-Out

Der Sporttip-Kombiboost gilt nur online, für Prematch-, Live- und Systemwetten, und verlangt mindestens vier Voraussagen mit Quote von je mindestens 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn solchen Voraussagen. Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert.

Das klingt grosszügig, bis man die Bedingung liest: vier Voraussagen mit je mindestens 1.50. Wer den vollen Boost von 100 % will, braucht fünfzehn solche Voraussagen in einer einzigen Kombi. Die Anforderung an die Mindestquote ist dabei der eigentliche Filter – sie schliesst die sicheren, niedrig quotierten Favoriten aus.

Quotenboosts bei Sporttip gelten nur online und nur für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage. Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert. Bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Wer aussteigt, verliert also nicht nur die Position, sondern auch den Zuschlag.

Cash-Out gibt es bei Sporttip für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden. Swisslos muss Cash-Out nicht für alle Wetten anbieten.

Wer seine Wette bis zum Ende laufen lässt, kann mehr gewinnen. Wer aussteigt, tauscht einen Teil des möglichen Gewinns gegen Sicherheit. Das ist kein Trick, sondern eine Rechnung – und sie fällt selten zugunsten des Aussteigenden aus, denn der Betrag liegt systematisch unter dem möglichen Gewinn.

Livewetten, abgesagte Ereignisse und die Grenzen des Systems

Bei Sporttip-Livewetten gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00. In spielentscheidenden Situationen wie Elfmeter, Rote Karte oder Videoschiedsrichter-Entscheid kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Wer live wettet, sollte diese Regel kennen: Eine Wette, die technisch erst nach dem entscheidenden Moment ankommt, ist keine Wette mehr.

Wird ein Sporttip-Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn oder im Rahmen eines Turniers nachgeholt, ist die Wette ungültig. Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationswetten erhält die Voraussage Quote 1.00. Das ist die faire Lösung – sie verschiebt den Verlust auf die anderen Kombi-Beine, statt den Einsatz zu verschlucken.

Bei voneinander abhängigen Wettereignissen derselben Sportveranstaltung greift eine Spezialregel: Solche Kombinationen werden nur über die «Bet-Builder-Funktion» gebildet. Nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Wer zwei Tore desselben Spielers kombinieren will, braucht also die Bet-Builder-Funktion.

Auszahlung, Guthaben und Verfall

Sporttip-Gewinne, die nicht innerhalb von 26 Wochen nach der öffentlichen Bekanntmachung der Wettauswertung geltend gemacht werden, verfallen zugunsten des Zwecks der Swisslos. Eine Einsprache bei verweigerter Auszahlung ist innert 10 Tagen per eingeschriebenem Brief zu erheben. Wer seinen Wettschein in einer Schublade vergisst, verliert ihn also nicht sofort, aber irgendwann doch.

Das Spielguthaben auf dem Wallet lässt sich per Online-Zahlungsmöglichkeit oder Einzahlungsschein kaufen, mit einem Mindestbetrag von CHF 20. In 30 Tagen sind höchstens CHF 10’000 möglich, und ein Kauf ist nur möglich, solange das Wallet-Guthaben CHF 9’999 nicht übersteigt. Als Zahlungsart bietet Swisslos unter anderem PostFinance Pay an, bei dem die Transaktion direkt in der PostFinance App bestätigt wird.

Bei der Auszahlung gilt: Swisslos zahlt Spielguthaben innerhalb von 365 Tagen zweimal gratis auf ein auf den eigenen Namen lautendes Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto aus. Ab der dritten Auszahlung kann eine Kommission von 3 % belastet werden, die Überweisung erfolgt innert 5 bis 10 Arbeitstagen. Gratisspielguthaben aus Promotionen ist nicht auszahlbar. Gewinne bis CHF 1’000 pro Spielbestätigungsquittung werden automatisch dem Wallet gutgeschrieben, Gewinne über CHF 1’000 werden bei bekannter Zahlungsverbindung innert 3 Arbeitstagen auf das Konto überwiesen.

Diese dritte Auszahlung ist der Punkt, an dem die Bequemlichkeit einen Preis bekommt. Zweimal im Jahr ist der Weg zum eigenen Konto gratis. Wer häufiger Geld abzieht, zahlt dafür.

Wetten lassen sich online über die Plattform oder über die Sporttip App für iOS und Android abgeben. In der App zusammengestellte Wetten können auch per QR-Code an einer Sporttip-Verkaufsstelle gespielt werden.

Was Sporttip für Prognosen-Nutzer bedeutet

Sporttip ist kein Prognoseanbieter. Die Plattform liefert Quoten und Märkte, die Einschätzung bleibt bei den Spielenden. Was sie liefert, ist ein rechtlich abgesicherter Rahmen: Sperrregister, Limiten, Identitätsprüfung, gemeinnütziger Zweck.

Für wen ist das der richtige Weg? Wer Wert auf Schweizer Rechtsschutz legt, seinen Wohnsitz im Vertragsgebiet hat und Wetten als Unterhaltung mit festem Budget begreift, findet hier die einzige Adresse mit vollständiger Absicherung im deutschsprachigen Raum. Wer dagegen auf ein breites Live-Angebot mit Dutzenden exotischen Märkten setzt, wird die Grenzen des geschlossenen Bewilligungsrahmens schnell spüren. Und wer ausserhalb des Vertragsgebiets wohnt, kommt ohnehin nicht hinein.

Loterie Romande Jouez Sport: Der zweite bewilligte Weg, für die Westschweiz

Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Sie nennt als Kontaktadresse die Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne, und zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz sowie 221 Mitarbeitende. Die Bewilligung umfasst wie bei Swisslos eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung nach dem BGS unter der Aufsicht der Gespa.

Das Vertragsgebiet umfasst sechs Kantone. Wer in Zürich oder Bern wohnt, kann bei Jouez Sport kein Online-Konto eröffnen – und wer in Genf wohnt, bei Sporttip nicht. Diese Aufteilung ist kein Marketingkniff, sondern die Folge der interkantonalen Vereinbarung. Für Spielende in Grenzkantonen bedeutet sie eine echte Einschränkung: Der bewilligte Weg liegt auf der einen Seite einer Kantonsgrenze, auf der anderen nicht.

Die Regelungen zum Angebot sind eigenständig. Bei Jouez Sport beträgt der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette CHF 300’000 und für alle Gewinne eines Multiples zusammen CHF 1’000’000. Eine Kombiwette umfasst 2 bis 10 Voraussagen. Die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombi muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen.

Die Spanne von 2 bis 10 Voraussagen ist der Spielraum für Kombiwetten. Wer zehn Beine zusammenstellt, erreicht schnell eine Gesamtquote, die sich der Obergrenze nähert. Die Mindestquote von 1.10 schliesst sehr niedrig quotierte Einzelwetten aus – ein Detail, das für Spielende relevant ist, die auf Nummer sicher gehen wollen.

Einordnung: Zwei Wege, ein Gesetz

Die beiden bewilligten Veranstalter teilen sich die Schweiz auf. Beide unterliegen demselben Gesetz, derselben Aufsicht und demselben Sperrregister. Der Unterschied liegt im Gebiet und in den Details der Bedingungen. Wer in der Westschweiz wohnt, hat mit Jouez Sport den nächstliegenden bewilligten Zugang. Wer dort wohnt und trotzdem Sporttip nutzen will, wird an der Wohnsitzregel scheitern. Diese Aufteilung ist der Preis dafür, dass der Schweizer Markt nur zwei Veranstalter kennt: klare Regeln, aber wenig Auswahl.

HornetBet: Ohne Schweizer Bewilligung, mit allen Konsequenzen

HornetBet hat keine Schweizer Bewilligung. Nur Swisslos und die Loterie Romande sind für den Schweizer Markt zugelassen – andere Anbieter agieren ohne Bewilligung. Die Bewilligung von HornetBet ist in der Schweiz nicht anerkannt. Es besteht kein Anschluss an das Sperrregister oder Rechtsschutz, und die Domains unterliegen der Sperrliste der Gespa.

Wer hier wettet, tut das ohne den Schutz, den das Schweizer Recht bietet. Für Spielende aus der Schweiz heisst das konkret: keine Verlustlimiten nach Schweizer Muster, kein Eintrag im schweizweiten Sperrregister, das auch Casinos erfasst, und im Streitfall kein Weg zu einer Schweizer Stelle.

myBet: Ohne Schweizer Bewilligung

myBet verfügt über keine Schweizer Bewilligung. Nur die beiden offiziellen Schweizer Veranstalter, Swisslos und die Loterie Romande, sind hier bewilligt. Da myBet keine Schweizer Lizenz besitzt, sind die angeblichen Bewilligungen für diesen Markt wertlos. Es gibt keinen Anschluss an das Sperrregister und keinen Schweizer Rechtsschutz.

Wer sein Spielerkonto hier führt, führt es nach den Regeln eines ausländischen Anbieters. Ob dieser Limiten anbietet, wie sie im Schweizer System vorgeschrieben sind, liegt in dessen eigener Hand.

Betovo: Ohne Schweizer Bewilligung

Betovo bietet Wetten ohne Schweizer Bewilligung an. Der hiesige Markt ist strikt auf Swisslos und die Loterie Romande beschränkt. Die behauptete Lizenz von Betovo hat in der Schweiz keine Gültigkeit, weshalb auch kein Schutz durch das Sperrregister oder der Schweizer Rechtsschutz greifen.

BassBet: Ohne Schweizer Bewilligung

BassBet agiert ohne die für den Schweizer Markt erforderliche Bewilligung. Da ausschliesslich Swisslos und die Loterie Romande zugelassen sind, ist das Angebot von BassBet hier nicht legal. Die genannte Bewilligung ist wirkungslos, und Spielende finden weder bei der Gespa noch im Sperrregister Schutz.

GG.BET: Ohne Schweizer Bewilligung

GG.BET verfügt über keine Schweizer Bewilligung. Wie bei allen ausländischen Plattformen sind nur Swisslos und die Loterie Romande für den Schweizer Markt bewilligt. Die vorliegende Lizenz von GG.BET ist in der Schweiz rechtlich bedeutungslos, und es mangelt an der Anbindung an das Sperrregister.

FortuneJack: Ohne Schweizer Bewilligung

FortuneJack hat keine Zulassung für den Schweizer Markt. Die für die Schweiz bewilligten Anbieter sind ausschliesslich Swisslos und die Loterie Romande. Eine Lizenz von FortuneJack existiert zwar vielleicht im Ausland, ist aber in der Schweiz rechtlich unbeachtlich, weshalb auch kein Schweizer Rechtsschutz besteht.

BetLabel: Ohne Schweizer Bewilligung

BetLabel ist ohne Schweizer Bewilligung tätig. Der Markt ist hier exklusiv auf Swisslos und die Loterie Romande aufgeteilt. Die von BetLabel angegebene Lizenz findet im Schweizer Recht keine Anwendung. Spielende profitieren weder von der Anbindung an das Sperrregister noch von Schweizer Rechtsschutzmechanismen.

Jackbit: Ohne Schweizer Bewilligung

Jackbit agiert in der Schweiz ohne die nötige Bewilligung. Das Angebot ist hier exklusiv den bewilligten Anbietern Swisslos und Loterie Romande vorbehalten. Die behauptete Lizenz von Jackbit hat in der Schweiz keinerlei rechtliche Relevanz, und eine Verbindung zum Schweizer Sperrregister oder Rechtsschutz besteht nicht.

Online-Sportwetten sind in der Schweiz ein Grossspiel im Sinne des Geldspielgesetzes (BGS, SR 935.51, in Kraft seit 1. Januar 2019). Die Aufsicht führt die Gespa, die Interkantonale Geldspielaufsicht mit Sitz in Bern, gestützt auf das Geldspielkonkordat, das am 1. Januar 2021 in Kraft trat. Nicht zuständig ist die ESBK, die nur Casinos beaufsichtigt. Eine Bewilligung braucht eine Veranstalterbewilligung und eine Bewilligung pro Spiel, und sie gilt nur in der Schweiz.

Ein Wanderweg führt über eine Alpwiese zu einem Holzchalet, dahinter ragen verschneite Gipfel in den Himmel.
Vor der ersten Sporttip-Teilnahme müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen (Oberlimite CHF 9'999, unter 21 Jahren CHF 1'000).

Zwei Veranstalter, ein Gebiet und keine dritte Adresse

Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter von Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport. Ein Online-Konto setzt Wohnsitz in der Schweiz voraus und in der Praxis zusätzlich Wohnsitz im Gebiet des jeweiligen Veranstalters.

Es gibt keine Liste weiterer bewilligter Buchmacher. Die Gespa veröffentlicht nur die Sperrliste der blockierten ausländischen Domains. Wer also nach Alternativen sucht, sucht ausserhalb des bewilligten Systems – mit allen Folgen, die das für den Schutz der Spielenden hat.

Was überhaupt gewettet werden darf

Wetten sind nur auf Sportereignisse erlaubt. Wetten auf Wetter, Politik oder Fernsehsendungen sind nicht zulässig. Das erlaubte Angebot ist eine geschlossene Liste: die Gespa-Liste der bewilligten Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten in der Version vom 10. September 2026. Qualifikationsrunden sind nur erlaubt, wenn sie aufgeführt sind, Frauenwettkämpfe nur, wenn sie aufgeführt sind. Ranglistenwetten sind nur zulässig, wenn die Rangierung über die Teilnahme an einem internationalen Wettkampf oder das Podest entscheidet. Wetten auf Trainingsläufe sind nie erlaubt. Die Liste zeigt keine Eckball- oder Kartenmärkte und keine Esport-Sektion.

Ereignisse, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind ausgeschlossen. Livewetten sind erlaubt, sowohl vor dem Spiel als auch während des Spiels, sofern der Veranstalter eine entsprechende Entscheidung hat. Das BGS kennt keine gesetzliche Beschränkung auf bestimmte Live-Märkte.

Cash-Out ist nicht gesetzlich geregelt. Es ist eine Funktion des jeweiligen Veranstalters, und bei Sporttip umfasst sie Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, nur als vollständiges Cash-Out, ohne Garantie für jeden Markt. Wer Cash-Out als Grundrecht versteht, irrt.

Spielerschutz: Was das Gesetz vorschreibt und was der Veranstalter tut

Sportwetten stehen Personen ab 18 Jahren offen, Minderjährige sind online nicht zugelassen. Ein Konto pro Spieler mit verifizierter Identität ist vorgeschrieben. Limiten setzt der Spielende, nicht der Staat. Der Veranstalter muss einen oder mehrere Höchstwerte für tägliche, wöchentliche oder monatliche Einsätze oder Verluste verlangen.

Die Spielsperre ist gesetzlich verankert: Ausschluss von überschuldeten oder spielsüchtigen Personen und Selbstsperre, erfasst in einem gemeinsamen Register gesperrter Personen. Eine freiwillige Sperre kann erst nach drei Monaten aufgehoben werden, unter Beteiligung einer Fachstelle. Ausgeschlossene oder minderjährige Personen haben keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne.

Die 72-Stunden-Frist für Erhöhungen bei Swisslos und der Loterie Romande wird bereits im Abschnitt «Verlustlimiten setzen, bevor der erste Einsatz läuft» eingeordnet. Sie steht hier nur, weil die Statutenlage dieselbe ist: Das Gesetz verlangt 24 Stunden, die Veranstalter wenden 72 an.

Auszahlungen, Steuern und die unsichtbare Grenze

Gewinne und Guthaben werden nur auf ein Zahlungskonto ausbezahlt, das auf den Namen des Kontoinhabers lautet. Anonyme oder Krypto-Auszahlungen gibt es im bewilligten Schweizer Sportwettenangebot nicht. Kredite an Spielende sind untersagt. Welche Zahlungsmarken ein Veranstalter akzeptiert, ist seine eigene Sache und steht in seinen Bedingungen.

Bei den Steuern ist die Lage für typische Spielende unspektakulär. Gewinne aus schweizerisch bewilligten Grossspielen sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommenssteuerfrei und werden erst darüber besteuert. Der Bundesfreibetrag liegt ab dem 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000, im Jahr 2025 betrug er CHF 1’070’400. Der kantonale Freibetrag weicht davon ab – hier gilt «je nach Kanton», nicht ein einzelner kantonaler Wert. Oberhalb des Freibetrags behält der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ein, die über die Steuererklärung zurückgeholt wird. Ein typischer Wettender gewinnt weit unterhalb dieser Grenze und zahlt auf den Gewinn weder Einkommens- noch Verrechnungssteuer.

Gewinne bei ausländischen Anbietern unterliegen nicht der Verrechnungssteuer. Die kantonale Steuerpraxis im Thurgau behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen jedoch als vollständig steuerbares Einkommen, unabhängig von der Höhe. Eine eidgenössische Wettsteuer auf Einsätze gibt es nicht. Wer seine Situation klären will, fragt einen Steuerberater oder die kantonale Steuerverwaltung.

Werbung, Gratisspielguthaben und die klare Grenze nach aussen

Werbung darf nicht aufdringlich oder irreführend sein und darf sich nicht an Minderjährige oder gesperrte Personen richten. Werbung für Glücksspiele, die in der Schweiz nicht erlaubt sind, ist verboten und wird mit einer Busse von bis zu CHF 500’000 bestraft. Wer eine ausländische Plattform bewirbt, bewegt sich also auf dünnem Eis.

Gratisspiele oder Gratisguthaben brauchen die vorherige Zustimmung der Gespa. Im Jahr 2025 erteilte sie 24 Zustimmungen an die Loterie Romande und 8 an Swisslos. Bonusbeträge und Bedingungen stammen ausschliesslich aus den Bedingungen des jeweiligen Veranstalters. Eine Werbebeschränkung nach Tageszeit gibt es nicht.

Ausland: Warum eine ausländische Bewilligung in der Schweiz nichts wert ist

Eine ausländische Bewilligung, ob aus Curaçao, Malta, Deutschland oder einem anderen Land, hat in der Schweiz keine Geltung. Wer ohne Schweizer Bewilligung Sportwetten veranstaltet, macht sich strafbar – bis zu drei Jahre Freiheitsstrafe oder eine Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu fünf Jahren. Der Spielende wird nicht bestraft. Einsätze und Gewinne können aber in Verfahren gegen den Veranstalter eingezogen werden, und es besteht kein Schutz und keine Fairplay-Kontrolle.

Die Gespa veröffentlicht eine Sperrliste ausländischer Domains, die Schweizer Telekom-Anbieter per DNS blockieren. Die erste Liste stammte vom 3. September 2019, Ende 2025 umfasste sie 671 Domains. Blockierte Domains werden innerhalb von Stunden ersetzt. Die Aufsicht nennt dafür Interwetten und Bet-at-Home, und sie nennt bet365 als auf der Liste stehend.

Die ehrliche Zusammenfassung lautet: Ausland bedeutet keine Schweizer Bewilligung, kein Schweizer Sperrregister, keinen Schweizer Rechtsschutz und Gewinne, die nach kantonalem Recht steuerbar sein können. Bewilligt bedeutet vollständigen Schweizer Schutz, aber nur zwei Veranstalter, eine geschlossene Liste von Sportarten und Märkten, eine Wohnsitzregel und eine Identitätsprüfung. Keine der beiden Seiten ist von sich aus «die sichere Wahl».

Was diese Seite nicht ist

Diese Seite nennt keine konkreten Spiele, keine Tipps, keine vorhergesagten Ergebnisse und keine erfundenen Quoten. Sie erklärt, wie eine Wette funktioniert, was sie kostet und welche Wege es in der Schweiz gibt. Wer ein Ergebnis vorhersagt, kann sich irren – und niemand kann ein Ergebnis wissen. Ein Verlust ist kein Betriebsunfall, sondern das eingebaute Gegenstück zum möglichen Gewinn.

Häufige Fragen zu kostenlosen Wettprognosen

Wie entsteht eine Wettprognose, und welche Daten fliessen ein?

Eine Prognose wird aus der aktuellen Form, dem Heimvorteil und statistischen Kennzahlen wie Toren oder Ballbesitz gebildet. Daraus leitet die Quelle eine Einschätzung der Wahrscheinlichkeiten ab. Entscheidend ist, dass diese Einschätzung mit der angebotenen Quote verglichen wird. Ohne diesen Vergleich bleibt die Vorhersage ein Bauchgefühl in Zahlenform.

Warum ist eine kostenlose Wettprognose keine Garantie?

Weil sie Wahrscheinlichkeiten schätzt und kein Ergebnis kennt. Verletzungen, Wetter, Schiedsrichterentscheide und Tagesform lassen sich nicht vorhersagen. Bei Turnieren ist die Unsicherheit grösser als bei Ligaspielen, weil Begegnungen seltener sind. Selbst eine sorgfältig gebaute Prognose bleibt eine Aussage über Möglichkeiten, nicht über Gewissheiten.

Welche Rolle spielen Quoten bei der Bewertung einer Prognose?

Die Quote ist der Preis für einen Ausgang und der einzige Massstab, an dem sich eine Prognose messen lässt. Erst der Abstand zwischen geschätzter Wahrscheinlichkeit und Quote zeigt, ob eine Wette Wert hat. Eine Vorhersage ohne Preis ist keine Grundlage für einen Einsatz.

Was ist die Marge eines Wettanbieters, und wie wirkt sie auf eine Prognose?

Die Marge ist der Anteil, den der Anbieter von jedem Einsatz behält, und sie steckt in jeder Quote. In einem zweiseitigen Markt mit Quoten von 1.90 und 1.90 liegt der Auszahlungsschlüssel bei rund 95 %, die Marge also bei rund 5 %. Diese Marge muss eine Prognose erst schlagen, bevor ein Vorteil entsteht.

Nur bei den zwei Veranstaltern mit Bewilligung: Swisslos mit Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport. Beide bedienen je ihr eigenes Gebiet, ein Online-Konto setzt Wohnsitz in diesem Gebiet voraus. Ausländische Plattformen haben keine Schweizer Bewilligung und bieten keinen Schweizer Rechtsschutz.

Wie verlässlich sind Prognosen für Turniere im Vergleich zu Ligaspielen?

Bei Turnieren ist die Prognoseerstellung komplexer, da Begegnungen seltener sind und die taktischen Voraussetzungen stärker variieren als im Liga-Alltag. Ligaspiele liefern über eine ganze Saison hinweg mehr Vergleichswerte, was die statistische Basis verbreitert. Eine Prognose für ein WM-Spiel ist deshalb stärker von der aktuellen Turnierform abhängig als von langfristigen Leistungsdaten – der Wettanbieter kalkuliert diese höhere Volatilität bereits in seiner Marge ein.

Inhalt erstellt vom Team «handicapwettench»