Heinz Sportwetten 2026: Sechs Tipps, 57 Wetten und zwei Veranstalter

Updated Oktober 2026
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Ein leerer Wettschein aus Papier liegt neben einem Bleistift und einem Radiergummi auf einem hellen Holztisch im Tageslicht.

(Stand: Oktober 29, 2026, Quelle: Gespa und eigene Recherche zum aktuellen Stand der Bewilligungen)

Wann Verlustlimiten greifen sollen – und warum sie vor dem ersten Wettschein stehen

Ein Wettschein mit 57 Einzelwetten sieht harmlos aus, solange man nur auf den Betrag pro Linie schaut. Genau da beginnt das Problem.

Eine Heinz-Wette ist eine Systemwette auf 6 Auswahlen, die aus 57 einzelnen Wetten besteht.

Bei Sporttip müssen Spielende vor der ersten Teilnahme Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen. Die Oberlimite beträgt CHF 9’999, für Personen unter 21 Jahren CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich.

Diese Vorgabe ist keine Zierde im Registrierungsformular. Wer eine Systemwette mit Dutzenden Einzelwetten spielt, erlebt, wie sich der Einsatz schneller summiert, als es auf den ersten Blick wirkt – ein Betrag pro Linie, multipliziert mit der Zahl der Wetten, ist die eigentliche Rechnung des Abends.

Die 72-Stunden-Frist für eine Erhöhung ist die interessanteste Stelle der Regel. Sie greift genau in dem Moment, in dem ein Verlust den Griff zum Regler nahelegt. Wer senkt, wartet nicht. Wer hebt, wartet drei Tage.

Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein.

Der Unterschied zwischen beiden Instrumenten ist wichtig. Die Verlustlimite begrenzt, wie viel durchgeht. Die Spielsperre schliesst den Zugang ganz – und sie ist nicht auf Sportwetten beschränkt, sondern erfasst alle Geldspiele der Schweiz.

In der Schweiz gibt es keine gesetzlich festgelegte Einzahlungsobergrenze. Der Staat verlangt, dass es Limiten gibt; die konkreten Werte setzen die Veranstalter.

Wer Sportwetten mit einer halbwegs klaren Vorstellung vom möglichen Verlust beginnt, ist besser dran als jemand, der die Zahlen erst nachträglich einstellt. Und wer eine Systemwette plant, sollte den Gesamteinsatz vorher überschlagen, nicht danach.

Die Bausteine: Was eine Heinz-Wette tatsächlich ist

Der «Heinz» ist eine Full-Cover-Wette: eine Wette, die alle Kombinationen aus sechs Auswahlen ab dem Doppel abdeckt. Der Name stammt von den 57 enthaltenen Mehrfachwetten.

Diese 57 setzen sich zusammen aus 15 Doppelwetten, 20 Dreierwetten, 15 Vierfachwetten, 6 Fünffachwetten und 1 Sechsfachwette. Einzelwetten auf die sechs Auswahlen sind nicht enthalten.

Der letzte Punkt wird häufig überlesen. Wer sechs Tipps abgibt und alle sechs richtig hat, bekommt trotzdem keine sechs Einzelgewinne – die Einzelwette gehört nicht zum Bauplan dieser Wette.

Die Anforderung an das Ergebnis ist ebenfalls ungewöhnlich. Bei einer Heinz-Wette müssen mindestens zwei Auswahlen gewinnen, damit es einen Ertrag gibt. Eine einzelne richtige Auswahl genügt nicht.

Das ist der Kern der Sache: Die Wette zahlt nicht bei einem Treffer und sie zahlt nicht bei null Treffern, sondern irgendwo dazwischen.

Wer die Konstruktion einmal verstanden hat, erkennt sie in den grösseren Varianten wieder. Der Heinz hat sechs Auswahlen, der Super Heinz sieben und der Goliath acht; alle drei zählen zu den Full-Cover-Wetten, die sämtliche möglichen Mehrfachwetten über eine bestimmte Anzahl von Auswahlen umfassen.

Die Super-Heinz-Wette erweitert das Prinzip auf 7 Auswahlen und umfasst 120 einzelne Wetten: 21 Doppelwetten, 35 Dreierwetten, 35 Vierfachwetten, 21 Fünffachwetten, 7 Sechsfachwetten und 1 Siebenfachwette.

Der Sprung von 57 auf 120 Wetten bei nur einer weiteren Auswahl ist der Punkt, an dem aus einer überschaubaren Wette eine Einsatzfrage wird.

Der Vergleich mit der Kombiwette: Ein Fehler gegen 57 Wetten

Eine Kombiwette ist eine Wette auf genau eine Kombination. Sie wählen sechs Spiele, der Veranstalter multipliziert die Quoten zu einer Gesamtquote, und eine falsche Auswahl beendet die Sache.

Eine Heinz-Wette dagegen deckt alle Kombinationen ab dem Doppel ab. Aus sechs Auswahlen lassen sich 15 Zweierkombinationen, 20 Dreierkombinationen, 15 Viererkombinationen, 6 Fünferkombinationen und eine Sechserkombination bilden.

Wer zwei seiner sechs Tipps falsch hat, erlebt den Unterschied unmittelbar. Bei der Kombiwette ist der Einsatz weg. Bei der Heinz-Wette bleiben die Wetten bestehen, die ausschliesslich auf den vier richtigen Auswahlen aufbauen – die Zweier, Dreier und Vierer, die sich aus vier Tipps bilden lassen.

Alles, was eine der beiden falschen Auswahlen enthält, verfällt.

Der Preis dieser Fehlertoleranz steht auf dem Wettschein. Eine Kombiwette kostet einen Einsatz, eine Heinz-Wette kostet den Einsatz pro Linie multipliziert mit 57.

Für einen Wettenden mit sechs überzeugenden Tipps und einem knappen Budget ist die Kombiwette die direktere Wahl – sie setzt alles auf ein Ergebnis und zahlt bei vollem Erfolg entsprechend. Für einen Wettenden, der mit einem oder zwei Ausrutschern rechnet und trotzdem etwas zurückbekommen will, ist die Systemwette das passendere Werkzeug.

Es gibt keine Variante, die beides zugleich besser macht. Das ist der Handel.

Die Quoten und die Marge: Was in jeder Quote steckt

Jede Quote enthält den Vorteil des Veranstalters. Das ist keine Zusatzgebühr, sondern in den Preis eingebaut – und bei 57 Einzelwetten fällt er nicht einmal an, sondern 57-mal.

Der Quotenschlüssel eines Marktes ist die Zahl, die angibt, welchen Anteil aller Einsätze dieser Markt langfristig zurückzahlt. Er ergibt sich als 1 geteilt durch die Summe der Kehrwerte aller Quoten des Marktes. Die Marge ist 100 Prozent minus Quotenschlüssel.

Bei einem Markt mit zwei Ausgängen und Quoten von 1.90 und 1.90 liegt die Summe der Kehrwerte bei etwa 1.0526. Der Quotenschlüssel beträgt dann rund 95 Prozent, die Marge rund 5 Prozent.

Ein Franken auf diesem Markt bringt dem Veranstalter also langfristig etwa 5 Rappen Vorteil – ein Durchschnittswert über viele Wetten, keine Aussage über eine einzelne Wette.

Bei einer Kombiwette multiplizieren sich die Quoten, und die Marge multipliziert sich mit. Bei einer Heinz-Wette passiert dasselbe 57-mal, verteilt über alle enthaltenen Kombinationen. Je länger eine Kombination, desto mehr Margenschritte stecken in ihrer Quote.

Genau hier liegt der Unterschied zwischen einer Wette, bei der ein Veranstalter dauerhaft besteht, und einer einzelnen Wette, die ausgehen kann wie sie will. Die Marge ist die verlässlichste Zahl auf dem ganzen Wettschein.

Für Sporttip gilt zusätzlich eine Besonderheit bei der Auszahlung: Der Gewinnbetrag ergibt sich aus Einsatz mal Quote – bei Kombinationen mal Gesamtquote, dem Produkt der Einzelquoten – und wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet.

Diese Rundung wirkt klein. Bei 57 auszahlenden Wetten, jede für sich gerundet, summiert sie sich.

Was eine Heinz-Wette einbringt: ein durchgerechnetes Beispiel

Ein Beispiel macht die Mechanik greifbar. Nehmen wir drei Quoten von 1.50, 2.00 und 2.50 und einen Einsatz von CHF 1 pro Linie – eine illustrative Annahme, kein quotierter Preis eines Veranstalters.

Eine Zweierwette aus den Quoten 1.50 und 2.00 multipliziert zu 3.00. Bei CHF 1 Einsatz beträgt der Ertrag CHF 3.00, der Nettogewinn CHF 2.00.

Eine Zweierwette aus 1.50 und 2.50 ergibt 3.75 – Ertrag CHF 3.75, Nettogewinn CHF 2.75.

Eine Zweierwette aus 2.00 und 2.50 ergibt 5.00 – Ertrag CHF 5.00, Nettogewinn CHF 4.00.

Eine Dreierwette aus allen drei Quoten ergibt 7.50 – Ertrag CHF 7.50, Nettogewinn CHF 6.50.

Das Muster dahinter: Der Ertrag einer Kombination ist der Einsatz multipliziert mit dem Produkt ihrer Einzelquoten. Der Nettogewinn zieht davon den Einsatz ab.

Nehmen wir für eine ganze Heinz-Wette an, alle sechs Auswahlen stünden bei Quoten zwischen 1.50 und 2.50 und es werde CHF 1 pro Linie gesetzt – wieder eine illustrative Annahme. Dann liegt der Gesamtertrag bei sechs richtigen Auswahlen deutlich über dem Gesamteinsatz von CHF 57, weil die Fünfer- und Sechserkombinationen hohe Einzelerträge liefern.

Die Bandbreite entsteht durch die Zahl der Treffer, nicht durch die Quoten. Bei sechs richtigen Auswahlen zahlen alle 57 Wetten aus. Bei fünf richtigen fällt die Sechserkombination weg, bei vier richtigen bleiben nur die Kombinationen aus vier Tipps, und bei zwei richtigen Auswahlen bleibt genau eine Zweierwette bestehen.

Der Gesamteinsatz von CHF 57 bleibt in jeder dieser Varianten identisch. Nur der Ertrag bewegt sich.

Das ist der Grund, warum die Heinz-Wette kein Werkzeug für jemanden ist, der von sechs sicheren Tipps ausgeht. Für diesen Fall ist die einzelne Kombiwette mit demselben Gesamteinsatz die direktere Rechnung – vorausgesetzt, alle Auswahlen treffen.

Wer mit einem oder zwei Fehlern rechnet, kauft mit dem höheren Gesamteinsatz die Möglichkeit, trotzdem etwas zurückzubekommen.

Der Quotenschlüssel als Rechnung mit Konsequenzen

Die beiden Zahlen, die eine Wette wirklich beschreiben, stehen selten auf dem Wettschein: die Gesamtquote und die Marge dahinter.

Der Quotenschlüssel lässt sich für jeden Markt selbst nachrechnen – 1 geteilt durch die Summe der Kehrwerte aller Quoten. Ein Markt mit drei Ausgängen und Quoten von 1.80, 3.40 und 4.20 summiert seine Kehrwerte zu etwa 1’088, was einen Quotenschlüssel von rund 92 Prozent und eine Marge von rund 8 Prozent ergibt.

Markt für Markt unterscheiden sich diese Werte. Ein Margenvergleich zwischen zwei Veranstaltern gehört deshalb auf denselben Markt desselben Ereignisses.

Bei einer Systemwette kommen mehrere Märkte ins Spiel, und mit ihnen unterschiedliche Werte. Wer eine Heinz-Wette über sechs Spiele aus zwei Sportarten plant, sollte sich klarmachen, dass die Marge nicht überall gleich hoch liegt.

Der praktische Nutzen dieser Rechnung liegt nicht im Ausschluss der Wette. Sie erklärt, warum Systemwetten mit vielen Einzelwetten sich schlechter rechnen als eine einzelne Wette, und warum der Unterschied nicht in der Höhe des Einsatzes liegt, sondern in der Zahl der Margen, die darauf lasten.

Rechenbeispiel: Der Ertrag einer Kombination und einer ganzen Heinz-Wette

Die Rechnung ist einfach genug, um sie vor dem Wettschein im Kopf zu machen.

Eine Kombination zahlt Einsatz mal Gesamtquote. Eine Zweierwette mit den Quoten 1.50 und 2.00 zahlt bei CHF 1 Einsatz CHF 3.00 zurück. Eine Dreierwette aus 1.50, 2.00 und 2.50 zahlt CHF 7.50.

Für eine ganze Heinz-Wette gibt es keine einzelne Quote. Es gibt 57 Quoten – eine pro Kombination – und die Summe aller Erträge hängt davon ab, welche Auswahlen treffen.

Deshalb ist das Ergebnis immer eine Bandbreite mit einer Bedingung, nie eine Zahl. Für den illustrativen Fall mit sechs Auswahlen zwischen Quote 1.50 und 2.50 und CHF 1 pro Linie liegt der Gesamtertrag bei sechs richtigen Auswahlen oberhalb des Gesamteinsatzes von CHF 57; bei vier richtigen Auswahlen bleiben nur die Kombinationen aus vier Tipps und die Summe fällt deutlich darunter.

Um den Nettogewinn zu erhalten, zieht man den Gesamteinsatz von der Ertragssumme ab. Um den Einsatz pro Linie zu wählen, teilt man den geplanten Gesamtbetrag durch 57.

Bei Sporttip läuft jede dieser Auszahlungen durch die Rundung auf zwei Nachkommastellen und dann auf 5 Rappen. Bei 57 Wetten entscheidet das über einzelne Rappen, nicht über die Rendite – die Marge tut das.

Heinz, Super Heinz und Goliath: Derselbe Bauplan, andere Grösse

Zwischen den drei Varianten liegt keine andere Idee, sondern nur eine andere Zahl von Auswahlen.

Beim Heinz sind es sechs Auswahlen und 57 Einzelwetten. Beim Super Heinz sieben Auswahlen und 120 Einzelwetten. Beim Goliath acht Auswahlen und alle Kombinationen daraus.

Was bleibt, ist die Grundregel der Full-Cover-Wette: sämtliche möglichen Mehrfachwetten über eine bestimmte Anzahl von Auswahlen, ab dem Doppel.

Was sich ändert, ist der Gesamteinsatz. Bei CHF 1 pro Linie kostet eine Heinz-Wette CHF 57 und eine Super-Heinz-Wette CHF 120. Wer den gleichen Gesamtbetrag ausgeben will, muss den Einsatz pro Linie entsprechend senken.

Die Super-Heinz-Wette verzeiht einen Fehler besser als die Heinz-Wette, weil mehr Kombinationen aus den verbleibenden Auswahlen bestehen bleiben. Sie verlangt dafür mehr Geld für dieselbe Zahl von Treffern.

Für einen Wettenden, der sechs Spiele gut einschätzen kann und das Budget knapp hält, bleibt die einfache Heinz-Wette die vernünftigere Grösse. Wer ein siebtes Spiel mit vergleichbarer Sicherheit findet und den doppelten Gesamteinsatz ohnehin ausgeben würde, findet in der Super-Heinz-Wette den nächsten Schritt.

Der Goliath ist die Variante für den, der acht Auswahlen wirklich überzeugend findet. Bei acht Auswahlen enthält er so viele Kombinationen, dass der Gesamteinsatz die eigentliche Entscheidung ist.

Wann eine Heinz-Wette passt und wann nicht

Der Test ist einfach und braucht keine Tabellenkalkulation.

Eine Heinz-Wette passt zu einem Wettenden, der fünf oder sechs Spiele hat, bei denen ein bis zwei Fehler realistisch sind, und der den Gesamteinsatz ohnehin als Ausgabe eingeplant hat.

Sie passt nicht zu einem Wettenden mit knappem Budget, der CHF 57 lieber als eine einzelne Wette mit einer hohen Gesamtquote einsetzen würde. Bei voller Trefferzahl bringt die Kombiwette mit demselben Einsatz mehr zurück, weil die gesamte Summe auf eine Quote wirkt.

Sie passt nicht zu einem Wettenden, der von allen sechs Auswahlen überzeugt ist. Für diesen Fall ist die Kombiwette die bessere Rechnung – wenn sie trifft.

Sie passt nicht zu jemandem, der mit Livewetten arbeitet. Eine Heinz-Wette lebt von der Vorabentscheidung über sechs Auswahlen; die Sechserkombination verträgt keine späte Änderung.

Wer die Wahl zwischen beiden Formen noch offen hat, sollte sich eine Frage stellen: Wie oft tippe ich fünf von sechs richtig, und wie oft alle sechs? Die erste Zahl ist der Grund für die Systemwette, die zweite der Grund für die Kombiwette.

Die Ehrlichkeit gegenüber sich selbst entscheidet hier mehr als das Wettprogramm.

Woher der Name kommt und was das mit dem Angebot zu tun hat

Der Name «Heinz» stammt von den 57 enthaltenen Mehrfachwetten. Es ist eine historische Bezeichnung aus dem britischen Wettmarkt, die sich eingebürgert hat.

Die Wette selbst ist keine Erfindung eines einzelnen Veranstalters. Sie ist eine Struktur, die sich aus einer beliebigen Auswahl von sechs Tipps bilden lässt.

Was daraus folgt, ist praktisch: Eine Heinz-Wette setzt voraus, dass ein Veranstalter Systemwetten mit dieser Kombinationsvielfalt überhaupt anbietet. Und in der Schweiz ist der Kreis der möglichen Veranstalter klein.

Ob eine Heinz-Wette oder eine andere Systemwette im konkreten Wettprogramm verfügbar ist, zeigt der Wettschein vor der Bestätigung. Diese Prüfung ersetzt keine Empfehlung – sie ist die einzige Stelle, an der die Frage verbindlich beantwortet wird.

Die Systemwetten-Grundlage bei den Schweizer Veranstaltern

Nur zwei Veranstalter dürfen in der Schweiz Sportwetten anbieten, und beide gehören zu unterschiedlichen Vertragsgebieten.

Ein aufgeschlagenes Notizbuch mit handschriftlichen Pfeilen und Kästchen liegt neben einer Kaffeetasse auf einem Schreibtisch am Fenster.
Die Super-Heinz-Wette erweitert das Prinzip auf 7 Auswahlen und umfasst 120 einzelne Wetten.

Sporttip wird im Gebiet der Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie im Kanton Tessin und im Fürstentum Liechtenstein durchgeführt. Zusammen bilden sie das Swisslos-Vertragsgebiet.

Jouez Sport veranstaltet die Loterie Romande für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Die Kontaktadresse lautet Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne; die Loterie Romande zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz sowie 221 Mitarbeitende.

Die Wahl des Veranstalters ist damit keine Wahl. Der Wohnsitz entscheidet.

Bei Sporttip beträgt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1’000 und für eine Systemwette CHF 10’000. Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen.

Bei Jouez Sport beträgt der Mindesteinsatz online CHF 2 – in Verkaufsstellen CHF 3, für Multiples CHF 2 – und der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten CHF 500. Ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten.

Für eine Heinz-Wette mit 57 Linien ist die Multiple-Grenze der bindende Wert. Bei CHF 7’500 Gesamteinsatz liegt der Einsatz pro Linie bei etwa CHF 131 und damit innerhalb der erlaubten Grenzen.

Wer im Swisslos-Gebiet wohnt und einen hohen Gesamteinsatz plant, findet bei Sporttip den weiteren Rahmen. Wer in einem der sechs Westschweizer Kantone wohnt, spielt unter der engeren Grenze – die für einen vorsichtigen Ansatz kein Nachteil sein muss.

Die Rechtslage: Zwei Veranstalter, eine geschlossene Liste

Sportwetten sind in der Schweiz ein Grossspiel im Sinne des Geldspielgesetzes (BGS, SR 935.51), in Kraft seit 1. Januar 2019. Die Aufsicht führt die Gespa, die Interkantonale Geldspielaufsicht mit Sitz in Bern.

Ein Fussball liegt auf dem Rasen eines leeren Stadions am frühen Abend, dahinter erheben sich schneebedeckte Berge unter klarem Himmel.
Bei Sporttip beträgt der Höchsteinsatz für eine Systemwette CHF 10'000, für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1'000.

Die Gespa ist nicht die ESBK. Die Eidgenössische Spielbankenkommission beaufsichtigt nur die Casinos; für Sportwetten ist sie nicht zuständig.

Eine Bewilligung braucht eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung gemäss Artikel 21 bis 25 BGS, und sie gilt nur in der Schweiz. Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter von Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport.

Es gibt keine Liste weiterer zugelassener Wettanbieter, weil es keine gibt. Die Gespa veröffentlicht lediglich die Sperrliste der blockierten ausländischen Domains. Der Reingewinn geht an gemeinnützige Zwecke in den Kantonen.

Für ein Online-Konto braucht es einen Wohnsitz in der Schweiz und in der Praxis einen im Vertragsgebiet des jeweiligen Veranstalters.

Wer eine Heinz-Wette spielen will, tut das in der Schweiz also bei einem von zwei Veranstaltern – oder bei einem ausländischen Anbieter ausserhalb dieses Rahmens.

Für wen welche der beiden Welten passt

Ausländische Anbieter und die beiden Schweizer Veranstalter sind keine zwei Geschmacksrichtungen derselben Sache. Es sind zwei verschiedene Rechtsräume.

Die lizenzierte Seite bedeutet vollen Schweizer Schutz: Limiten, Sperrregister, Wohnsitz- und Identitätsprüfung, Auszahlung auf ein Konto auf den eigenen Namen. Sie bedeutet auch nur zwei Anbieter, eine geschlossene Liste von Sportarten und Märkten und eine Verifizierung vor dem ersten Wettschein.

Die ausländische Seite bedeutet keine Schweizer Bewilligung, keine Anbindung an das Sperrregister und keinen Schweizer Rechtsweg. Gewinne aus dem Ausland sind nach kantonalem Recht steuerbar.

Das ist keine Wertung, sondern eine Beschreibung dessen, was jeweils dazugehört. Wer die engere Auswahl und den geprüften Rahmen will, landet bei Swisslos oder der Loterie Romande. Wer ein Angebot ausserhalb dieses Rahmens nutzt, verzichtet auf die Mechanismen, die den Schweizer Rahmen ausmachen.

Keine der beiden Seiten ist von sich aus die sichere Wahl.

Die Rechtslage in der Schweiz: Bewilligung, Aufsicht und Grenzen

Die Schweiz kennt für Sportwetten genau zwei Veranstalter, und dieser Rahmen ist rechtlich geschlossen.

Die Aufsicht liegt bei der Gespa. Die Bewilligung umfasst eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung, und sie gilt nur in der Schweiz.

Das erlaubte Angebot wiederum ist eine Liste, keine offene Fläche. Die Gespa führt eine Aufstellung der autorisierten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten in einer versionierten Fassung.

Qualifikationsrunden sind nur zugelassen, wenn sie in dieser Aufstellung stehen. Frauenwettbewerbe ebenfalls nur, wenn sie aufgeführt sind. Ranglistenwetten sind nur erlaubt, wenn die Rangliste über die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb oder das Podest entscheidet. Wetten auf Trainingsläufe sind nie zugelassen, und Ereignisse, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind ausgeschlossen.

Die Aufstellung enthält keine Eckball- oder Kartenmärkte und keinen Esport-Bereich.

Livewetten sind erlaubt, vor dem Spiel und live, sofern ein Veranstalter eine entsprechende Bewilligung hat. Das Geldspielgesetz enthält keine Beschränkung auf bestimmte Live-Märkte.

Cash-Out ist nicht gesetzlich geregelt. Es ist eine Funktion des jeweiligen Veranstalters. Bei Sporttip gibt es Cash-Out für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann jederzeit geändert werden.

Bei einer Heinz-Wette heisst das: Wer vorzeitig aussteigen will, löst die gesamte Systemwette auf. Eine Teilauszahlung für einzelne der 57 Wetten gibt es nicht.

Zum Schutz gehört auch die Altersgrenze. Sporttip-Wetten stehen Personen ab 18 Jahren offen; Personen unter 18 Jahren sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Wer als Wettkämpfer an einem Wettereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten.

Die Online-Registrierung verlangt mindestens 18 Jahre sowie Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet. Es darf keine Spielsperre bestehen, und jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adress-Datenbanken geprüft.

Bei den Limiten gilt: Der Veranstalter muss einen oder mehrere Höchstwerte für tägliche, wöchentliche oder monatliche Einsätze oder Verluste verlangen. Eine Senkung wirkt sofort, eine Erhöhung erst nach einer Frist; Swisslos und die Loterie Romande wenden in ihren Bedingungen 72 Stunden an. Eine freiwillige Sperre von bis zu sechs Monaten muss angeboten werden, und eine unbefristete Spielsperre landet im schweizweiten Register.

Zahlungen: Kein anonymes Auszahlen bei Schweizer Veranstaltern

Gewinne und Guthaben werden bei Schweizer Veranstaltern nur auf ein Zahlungskonto auf den Namen des Kontoinhabers ausbezahlt. Anonyme oder Krypto-Auszahlungen gibt es bei lizenzierten Schweizer Sportwetten nicht.

Kredite an Spielende sind verboten. Auf Kredit zu wetten ist bei einem Schweizer Veranstalter nicht möglich.

Welche Zahlungsmarken ein Veranstalter akzeptiert, ist seine eigene Angelegenheit und steht in seinen Bedingungen. Diese Frage gehört vor die erste Einzahlung, nicht danach.

Die Schweiz hat kein Instrument, mit dem Zahlungen an unerlaubte Wettanbieter blockiert werden. Es gibt keine Regelung, wonach Banken oder Kartensysteme solche Zahlungen sperren.

Wer wissen will, ob ein Anbieter die eigene Zahlungsmethode akzeptiert, findet die Antwort in dessen Bedingungen. Bei den beiden Schweizer Veranstaltern ist die Auszahlung an den Kontoinhaber die feste Regel.

Steuern: Wann ein Gewinn in der Schweiz steuerfrei bleibt

Gewinne aus Schweizer Grossspielen – die ESTV nennt Sportwetten ausdrücklich – sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommenssteuerfrei. Erst darüber werden sie besteuert.

Der Bundesfreibetrag beträgt CHF 1’071’000 ab dem 1. Januar 2026; im Jahr 2025 lag er bei CHF 1’070’400. Der kantonale Freibetrag weicht davon ab – je nach Kanton.

Wer die Schwelle überschreitet, muss mit einer Verrechnungssteuer von 35 Prozent rechnen. Der Veranstalter behält sie ein, und der Gewinn wird über die Steuererklärung zurückgefordert.

Für die allermeisten Wettscheine liegt diese Grenze ausser Reichweite. Ein typischer Gewinn aus einer Heinz-Wette bleibt unter dem Freibetrag und damit einkommenssteuerfrei.

Bei ausländischen Anbietern fällt keine Verrechnungssteuer an. Die kantonale Steuerpraxis im Thurgau behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen jedoch als vollständig steuerbares Einkommen, unabhängig von der Höhe.

Einen allgemeinen Steuersatz auf Wetten gibt es in der Schweiz nicht. Besteuert wird der Gewinn, nicht der Einsatz.

Für die eigene Situation ist der Steuerberater oder die kantonale Steuerverwaltung die richtige Stelle.

Werbung und Gratisguthaben: Was die Schweiz erlaubt

Werbung darf nicht aufdringlich oder irreführend sein und sich nicht an Minderjährige oder gesperrte Personen richten. Werbung für Geldspiele, die in der Schweiz nicht erlaubt sind, ist verboten und kann mit einer Busse von bis zu CHF 500’000 geahndet werden.

Gratisspiele oder Gratisguthaben brauchen die vorherige Zustimmung der Gespa. Im Jahr 2025 erteilte die Gespa 24 Zustimmungen an die Loterie Romande und 8 an Swisslos.

Bonusbeträge und -bedingungen ergeben sich ausschliesslich aus den Bedingungen des jeweiligen Veranstalters. Eine allgemeine Vorschrift, die einen bestimmten Bonus garantiert, gibt es nicht.

Eine zeitliche Beschränkung der Werbung – ein Verbot zu bestimmten Tageszeiten – existiert in der Schweiz nicht.

Wer eine Heinz-Wette spielt, sollte deshalb auf die Bedingungen des jeweiligen Veranstalters schauen und nicht auf das Werbeplakat.

Blockierte Domains und ausländische Bewilligungen

Eine ausländische Bewilligung – aus Curaçao, Malta, Deutschland oder einem anderen Land – hat in der Schweiz keine Geltung.

Wer ohne Schweizer Bewilligung Sportwetten veranstaltet, macht sich strafbar: bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe oder eine Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu fünf Jahren.

Der Spielende wird nicht bestraft. Einsätze und Gewinne können jedoch in Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, und es besteht kein Schutz- oder Fair-Play-Kontrollmechanismus.

Die Gespa veröffentlicht eine Sperrliste ausländischer Domains, die Schweizer Telekommunikationsanbieter über DNS blockieren. Die erste Liste stammt vom 3. September 2019; Ende 2025 umfasste sie 671 Domains. Blockierte Domains werden innerhalb von Stunden ersetzt – ein Vorgang, der als Domain-Hopping bekannt ist. Die Gespa nennt in diesem Zusammenhang Interwetten und Bet-at-Home; bet365 wird als auf der Liste stehend genannt.

Für einen Schweizer Wettenden bedeutet das: Ein ausländischer Anbieter kann von einem Tag auf den anderen unerreichbar werden, und das Guthaben auf einem solchen Konto ist kein Schweizer Guthaben.

Die geprüften Anbieter auf einen Blick

Die folgende Übersicht ordnet die geprüften Anbieter nach ihrem Bewilligungsstatus in der Schweiz ein.

Anbieter Schweizer Bewilligung Veranstalter oder gemeldete Bewilligung
Swisslos Sporttip Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung nach BGS, Aufsicht Gespa SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel
Loterie Romande Jouez Sport Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung nach BGS, Aufsicht Gespa Société de la Loterie de la Suisse Romande
MyStake keine Schweizer Bewilligung ohne Schweizer Bewilligung, Bewilligung nach den vorliegenden Angaben nicht festgestellt
HighFlyBet keine Schweizer Bewilligung ohne Schweizer Bewilligung, Bewilligung nach den vorliegenden Angaben nicht festgestellt
Duelbits keine Schweizer Bewilligung ohne Schweizer Bewilligung, Bewilligung nach den vorliegenden Angaben nicht festgestellt
Rollbit keine Schweizer Bewilligung ohne Schweizer Bewilligung, Bewilligung nach den vorliegenden Angaben nicht festgestellt
Boomerang Bet keine Schweizer Bewilligung ohne Schweizer Bewilligung, Bewilligung nach den vorliegenden Angaben nicht festgestellt
Unibet keine Schweizer Bewilligung ohne Schweizer Bewilligung, Bewilligung nach den vorliegenden Angaben nicht festgestellt
Sportuna keine Schweizer Bewilligung ohne Schweizer Bewilligung, Bewilligung nach den vorliegenden Angaben nicht festgestellt
Fezbet keine Schweizer Bewilligung ohne Schweizer Bewilligung, Bewilligung nach den vorliegenden Angaben nicht festgestellt

Die Tabelle trennt zwei Gruppen, die man nicht verwechseln sollte. Bei den beiden Schweizer Veranstaltern steht eine Bewilligung nach dem Geldspielgesetz mit Aufsicht durch die Gespa dahinter. Bei den acht übrigen Anbietern fehlt diese Bewilligung, und eine ausländische Bewilligung hat in der Schweiz keine Geltung.

Der praktische Unterschied für Schweizer Wettende liegt nicht in der Quote, sondern im Rahmen. Nur bei den beiden Veranstaltern greifen Limiten, Sperrregister und Schweizer Rechtsweg.

Die geprüften Anbieter im Einzelnen

Swisslos Sporttip: Systemwetten bis CHF 10’000 im grössten Vertragsgebiet

Swisslos ist eine Genossenschaft mit Sitz in Basel und veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019. Das Sportwetten-Produkt heisst Sporttip.

Das Vertragsgebiet umfasst die Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie den Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein.

Beim Einsatz gilt: mindestens CHF 1 für Einzel- und Kombinationswetten, höchstens CHF 1’000 für eine Einzel- oder Kombinationswette und höchstens CHF 10’000 für eine Systemwette. Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern; eine Wette über der Limite wird nicht angenommen.

Für eine Heinz-Wette ist dieser Rahmen der weiteste, den die Schweiz zu bieten hat. CHF 10’000 für eine Systemwette lassen einen Einsatz pro Linie von rund CHF 175 zu.

Die Registrierung verlangt mindestens 18 Jahre sowie Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet, keine bestehende Spielsperre und nur ein Konto pro Person. Die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adress-Datenbanken geprüft.

Bei den Livewetten gilt: Die Wette zählt unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00, und in spielentscheidenden Situationen – Elfmeter, Rote Karte, Videoschiedsrichter-Entscheid – kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten.

Voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung werden nur über die Bet-Builder-Funktion kombiniert. Nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten.

Der Kombiboost gilt nur online für Prematch, Live und Systemwetten und verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 Prozent bei vier, 20 Prozent bei sieben, 40 Prozent bei zehn und 100 Prozent bei fünfzehn solchen Voraussagen; Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert.

Quotenboosts gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage. Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar, in Einsatz und Erhöhung limitiert, und bei einem Cash-Out verfällt der Boost.

Cash-Out gibt es für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, nur online und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Wird ein Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn – oder im Rahmen eines Turniers – nachgeholt, ist die Wette ungültig: Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationswetten erhält die Voraussage Quote 1.00.

Die Spielerschutz-Limiten stehen vor der ersten Teilnahme: Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage mit Oberlimite CHF 9’999, unter 21 Jahren CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden; eine freiwillige Einzahlungslimite für 30 Tage ist möglich. Der Zugang lässt sich produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, eine unbefristete Spielsperre wird im schweizweiten Register eingetragen.

Unser Urteil: Die CHF 10’000 für eine Systemwette sind der eigentliche Grund, warum Sporttip für Heinz-Wetten die erste Adresse im Land ist – und zugleich die Zahl, bei der die 72-Stunden-Frist vor jeder Limitienerhöhung zur wichtigsten Regel auf dem Konto wird.

Loterie Romande Jouez Sport: Die engere Einsatzgrenze als eingebauter Riegel

Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Sie nennt als Kontaktadresse die Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne, und zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz sowie 221 Mitarbeitende.

Beim Einsatz gilt: mindestens CHF 2 online, CHF 3 in Verkaufsstellen, CHF 2 für Multiples; höchstens CHF 500 für Einzel- und Kombiwetten. Ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten.

Der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette beträgt CHF 300’000, für alle Gewinne eines Multiples zusammen CHF 1’000’000. Eine Kombiwette umfasst 2 bis 10 Voraussagen, und die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombi muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen.

Für eine Heinz-Wette ist die Grenze von CHF 7’500 pro Multiple-Wettschein der bindende Wert, nicht die CHF 500 pro Einzelwette. Bei 57 Linien liegt der Einsatz pro Linie damit bei etwa CHF 131.

Ob und in welcher Form Jouez Sport eine Heinz-Wette im Programm führt, zeigt der Wettschein vor der Bestätigung. Wer im Westschweizer Vertragsgebiet wohnt, kann das dort prüfen.

Unser Urteil: Die niedrigere Obergrenze ist der interessanteste Teil dieses Angebots: Sie begrenzt, was eine Heinz-Wette überhaupt kosten kann, und nimmt dem Wettenden eine Entscheidung ab, die bei Sporttip offen bleibt.

MyStake: Ohne Schweizer Bewilligung, ohne Schweizer Rechtsweg

MyStake operiert ohne Schweizer Lizenz. In der Schweiz sind nur Swisslos und die Loterie Romande für Sportwetten zugelassen; ausländische Konzessionen sind nach Art. 4 BGS unbeachtlich.

Die Bewilligung bei MyStake ist nicht offiziell bestätigt. Da dieser Anbieter über keine Schweizer Konzession verfügt, ist er nicht an das Sperrregister angebunden, und Schweizer Spieler haben keinen Rechtsweg im Inland.

Die Gespa führt eine Sperrliste, die den Zugriff auf unzulässige Angebote via DNS-Filter einschränkt.

Unser Urteil: Der Status als Anbieter ohne Schweizer Bewilligung ist hier die einzige Eigenschaft, die für einen Schweizer Wettenden wirklich zählt – alles andere tritt dahinter zurück.

HighFlyBet: Ohne Schweizer Bewilligung, ohne Schweizer Rechtsweg

HighFlyBet agiert ohne Schweizer Lizenz. Hier sind nur die beiden lizenzierten Veranstalter Swisslos und die Loterie Romande zugelassen.

Für HighFlyBet liegt keine geprüfte Bewilligung vor. Eine ausländische Lizenz ist in der Schweiz nicht ausreichend, und der Anbieter ist nicht in das hiesige Sperrregister integriert.

Im Falle einer Listung durch die Gespa müssen Schweizer Internetanbieter den Zugriff auf diese Domain mittels DNS-Blockierung sperren.

Unser Urteil: Wer dieses Angebot nutzt, spielt ausserhalb des Rahmens, in dem Limiten und Sperrregister überhaupt greifen – und eine Domain-Sperrung kann den Zugang kurzfristig beenden.

Duelbits: Ohne Schweizer Bewilligung, ohne Schweizer Rechtsweg

Duelbits hält keine Schweizer Lizenz. Hier sind ausschliesslich Swisslos und die Loterie Romande für Sportwetten zugelassen.

Keine offizielle Schweizer Lizenz ist bei diesem Anbieter verzeichnet. Da keine Schweizer Konzession vorliegt, besteht kein Zugang zum Sperrregister und kein Schweizer Rechtsweg für Spieler.

Gelegentlich setzt die Gespa Domains unerlaubter Anbieter auf die Sperrliste, womit Schweizer Provider den Zugriff per DNS-Filter unterbinden.

Unser Urteil: Eine Systemwette über 57 Linien bei einem nicht lizenzierten Anbieter entzieht sich der hiesigen Kontrolle und verlagert das Ausfallrisiko vollständig auf den Spieler.

Rollbit: Ohne Schweizer Bewilligung, ohne Schweizer Rechtsweg

Rollbit besitzt keine Schweizer Genehmigung. Es sind in der Schweiz ausschliesslich Swisslos und die Loterie Romande für Sportwetten zugelassen.

Hier liegt keine Schweizer Bewilligung vor. Rollbit operiert ausserhalb des Geldspielgesetzes, was bedeutet, dass weder das Sperrregister noch Schweizer Schlichtungsstellen greifen.

Die Sperrliste der Gespa dient als Instrument gegen illegale Angebote und führt zur DNS-Sperre durch Schweizer Anbieter.

Unser Urteil: Die fehlende Anbindung an das Sperrregister macht dieses Angebot für Systemwetten mit hohem Volumen zu einer riskanten Wahl, da die regulatorische Sicherheit fehlt.

Boomerang Bet: Ohne Schweizer Bewilligung, ohne Schweizer Rechtsweg

Boomerang Bet besitzt keine Schweizer Lizenz. Es sind lediglich Swisslos und die Loterie Romande für das Angebot von Sportwetten vorgesehen.

Eine ausländische Bewilligung hat nach Artikel 4 BGS keine Geltung. Boomerang Bet operiert ohne Schweizer Lizenz, wodurch der Schutz durch das Sperrregister entfällt.

Durch die Sperrliste der Gespa kann der Zugriff auf Domains solcher Anbieter per DNS-Filter unterbrochen werden.

Unser Urteil: Der Unterschied zu lizenzierten Schweizer Veranstaltern zeigt sich primär in der Abwesenheit von Schweizer Schutzmechanismen für den Spieler.

Unibet: Bekannter Name, kein Schweizer Status

Unibet agiert ohne Schweizer Lizenz. Es dürfen in der Schweiz lediglich Swisslos und die Loterie Romande Sportwetten anbieten.

Die Bewilligung nach den vorliegenden Angaben ist nicht festgestellt. Unibet verfügt über keine Schweizer Bewilligung, was den hiesigen Schutz für Spieler ausschliesst.

Der Zugang zu solchen Plattformen wird durch die Gespa-Sperrliste und die DNS-Sperren der Schweizer Provider reguliert.

Unser Urteil: Ein bekannter Name im Ausland ersetzt in der Schweiz keine Bewilligung; der regulatorische Schutz ist hier entscheidend.

Sportuna: Ohne Schweizer Bewilligung, ohne Schweizer Rechtsweg

Sportuna operiert ohne Schweizer Zulassung. Es dürfen in der Schweiz nur Swisslos und die Loterie Romande Sportwetten betreiben.

Die Bewilligung nach den vorliegenden Angaben ist nicht festgestellt. Da Sportuna keine Schweizer Bewilligung hält, besteht für Wettende kein Schutz durch das Sperrregister.

Schweizer Telekommunikationsanbieter setzen DNS-Sperren um, wenn eine Domain auf der Sperrliste der Gespa erscheint.

Unser Urteil: Die Systemwette bei einem Anbieter ohne hiesige Bewilligung ist für den Spieler aufgrund der fehlenden Kontrolle nicht empfehlenswert.

Fezbet: Ohne Schweizer Bewilligung, ohne Schweizer Rechtsweg

Fezbet operiert ohne Schweizer Genehmigung. Es sind hierzulande nur Swisslos und die Loterie Romande für Sportwetten zugelassen.

Die Bewilligung nach den vorliegenden Angaben ist nicht festgestellt. Fezbet operiert ohne Schweizer Genehmigung, wodurch der Zugang zu Schweizer Schutzmechanismen fehlt.

Fezbet-Domains sind potenziell von DNS-Sperren betroffen, sofern die Gespa diese auf die Sperrliste setzt.

Unser Urteil: Die vier Eigenschaften, die diesen Anbieter für Schweizer Wettende definieren, sind: keine Bewilligung, keine Anbindung an das Sperrregister, kein Rechtsweg – und eine potenziell gesperrte Domain.

Häufig gestellte Fragen

Was ist eine Heinz-Wette und aus welchen Einzelwetten besteht sie?

Eine Heinz-Wette ist eine Systemwette auf sechs Auswahlen, die aus 57 einzelnen Wetten besteht. Sie setzt sich zusammen aus 15 Doppelwetten, 20 Dreierwetten, 15 Vierfachwetten, 6 Fünffachwetten und 1 Sechsfachwette. Einzelwetten auf die sechs Auswahlen sind nicht enthalten.

Was unterscheidet eine Heinz-Wette von einer gewöhnlichen Kombiwette?

Eine Kombiwette setzt auf genau eine Kombination und ist verloren, sobald eine Auswahl falsch ist. Die Heinz-Wette verteilt den Einsatz auf 57 Kombinationen und bringt ab zwei richtigen Auswahlen einen Ertrag. Dafür kostet sie den 57-fachen Einsatz pro Linie.

Wie hoch ist der Gesamteinsatz, wenn jede Einzelwette denselben Betrag kostet?

Der Gesamteinsatz ergibt sich aus dem Einsatz pro Einzelwette multipliziert mit 57. Bei CHF 1 pro Linie sind es CHF 57, bei 50 Rappen CHF 28.50 und bei CHF 2 pro Linie CHF 114. Bei Sporttip liegt der Höchsteinsatz für eine Systemwette bei CHF 10’000.

Was unterscheidet eine Super-Heinz-Wette von der einfachen Heinz-Wette?

Die Super-Heinz-Wette erweitert das Prinzip auf sieben Auswahlen und umfasst 120 Einzelwetten: 21 Doppelwetten, 35 Dreierwetten, 35 Vierfachwetten, 21 Fünffachwetten, 7 Sechsfachwetten und 1 Siebenfachwette. Eine zusätzliche Auswahl verdoppelt damit nahezu die Zahl der Wetten und den Gesamteinsatz.

Darf in der Schweiz nur bei Swisslos und der Loterie Romande auf Sport gewettet werden?

Ja. Nach interkantonalem Recht dürfen nur Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport Sportwetten anbieten. Eine ausländische Bewilligung hat in der Schweiz keine Geltung. Ausländische Anbieter arbeiten ohne Schweizer Bewilligung und sind nicht an das Sperrregister angeschlossen.

Wie berechnet sich die Auszahlung aus Einsatz und Quote, und wo steckt die Marge des Anbieters?

Der Ertrag ist der Einsatz mal Quote, bei Kombinationen mal dem Produkt der Einzelquoten. Bei Sporttip wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen abgerundet. Die Marge steckt in jeder Quote: Der Quotenschlüssel eines Marktes ist 1 geteilt durch die Summe der Kehrwerte aller Quoten.

Inhalt erstellt vom Team «handicapwettench»