Yankee-Wetten in der Schweiz – wer sie überhaupt anbieten darf

Updated Oktober 2026
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Vier Holzwürfel stehen in einer Reihe auf einem Tisch, das Licht einer Lampe wirft vier Schatten auf die Platte.

In der Schweiz dürfen genau zwei Veranstalter Sportwetten anbieten, und eine Yankee-Wette ist eine Systemwette mit vier Voraussagen. Wer nach dem besten Yankee-Anbieter sucht, sucht also nicht in einem Feld von zwanzig Marken, sondern trifft eine Entscheidung mit sehr wenigen Optionen. Das ist unbequem für jeden Vergleichstext, und es macht die Sache gleichzeitig übersichtlich: Es gibt die zwei Bewilligten mit ihren publizierten Regeln, und es gibt eine lange Reihe ausländischer Seiten, die dieselben Wettarten anbieten, aber ohne jede Schweizer Bewilligung.

Bei Sporttip beträgt der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1'000 und für eine Systemwette CHF 10'000.

Datenstand: Oktober 29, 2026, Bewilligungsangaben abgeglichen mit den Veranstalterangaben von Swisslos und der Loterie Romande sowie mit der Gespa als Aufsichtsbehörde.

Verantwortung zuerst: ein Yankee bindet mehr Geld, als auf dem Wettschein steht

Bei einer Einzelwette entscheidet ein Einsatz über eine Wette. Bei einer Yankee-Wette entscheidet ein Einsatz über elf Wetten gleichzeitig, weil die vier Voraussagen zu sechs Kombiwetten, vier Dreier-Kombis und einer Viererkombi verknüpft werden. Der Betrag, der tatsächlich im Spiel ist, ist also ein Vielfaches dessen, was ein Spielender beim Ausfüllen eines einzelnen Tipps gewohnt ist – und er verlässt das Konto in einem Zug.

Eine gusseiserne Strassenlaterne in einer ruhigen Altstadtgasse am Abend, das Kopfsteinpflaster glänzt feucht.
Bei Jouez Sport beträgt der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette CHF 300'000 und für alle Gewinne eines Multiples zusammen CHF 1'000'000.

Genau daraus folgt, warum dieser Abschnitt am Anfang steht und nicht am Ende. Ein System ist keine vorsichtigere Wette. Es ist eine grössere Wette, aufgeteilt in kleine Stücke, und die Aufteilung sorgt dafür, dass ein Konto auch dann leer ist, wenn zwei der vier Tipps aufgehen.

Limiten setzt der Spielende, nicht der Staat

Die Schweiz kennt keine staatlich festgeschriebene Einzahlungsgrenze für Sportwetten. Wer bei einem bewilligten Veranstalter ein Konto eröffnet, setzt seine Grenzen selbst – der Veranstalter muss einen oder mehrere Höchstwerte für Einsätze oder Verluste pro Tag, Woche oder Monat verlangen. Bei Swisslos gehört das zur Kontoeröffnung: Vor der ersten Teilnahme an Sporttip müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage festlegen, mit einer Oberlimite von CHF 9’999 und CHF 1’000 für Personen unter 21 Jahren. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich lässt sich eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage einrichten.

Die 72 Stunden sind der eigentliche Kniff. Eine Erhöhung, die sofort wirken würde, wäre keine Limite, sondern eine Verzögerung der Entscheidung um einen Klick. Drei Tage Bedenkzeit sind wenig genug, um sie im Alltag nicht als Hindernis zu erleben, und lang genug, dass der Impuls, der die Erhöhung ausgelöst hat, meistens verpufft ist. Rechtlich verlangt die Verordnung 24 Stunden; Swisslos und Loterie Romande arbeiten mit 72. Der Spielende gewinnt also drei Tage, die er nicht verlangt hat.

Wer eine Yankee-Wette plant, für die CHF 900 Systemeinsatz nötig wären, sollte diese Summe gegen die gesetzte 30-Tage-Verlustlimite rechnen, bevor der erste Tipp ausgewählt wird. Nicht danach. Nach dem Ausfüllen ist die Limite das, was sie ist, und eine Wette über der Höchsteinsatzgrenze wird vom System ohnehin nicht angenommen.

Sperren sind der schärfere Hebel

Weil Limiten immer am Konto und an einem Zeitfenster hängen, gibt es bei Swisslos zusätzlich den Zugangsschlüssel: Produkt für Produkt lässt sich der Zugang für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird dagegen in ein schweizweites Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos und im Fürstentum Liechtenstein.

Das ist die wirksamste Massnahme im ganzen Schweizer System, und sie ist die unbequemste. Eine freiwillige Sperre kann nach drei Monaten gelöst werden, und daran ist ein Fachgremium beteiligt, nicht der Spielende allein. Wer ein System wie eine Yankee-Wette regelmässig spielt, sollte wissen, dass dieser Ausstieg existiert, bevor er ihn braucht.

Die Wettmärkte: warum ein Yankee teurer ist als sein Einzeleinsatz aussieht

Eine Yankee-Wette bündelt vier Tipps zu mehreren Einzel- und Kombinationswetten. Die übliche Form ist die aus elf Wetten: vier Einzelwetten auf die vier Voraussagen, sechs Zweierkombis, vier Dreierkombis und eine Viererkombi. Bei einer Super Yankee – im Schweizer Sprachgebrauch eine Systemwette mit fünf Voraussagen – kommt eine zusätzliche Stufe hinzu, und beim Heinz mit sechs Voraussagen wächst die Zahl der Teilwetten noch einmal deutlich. Wie viele Wetten eine Super Yankee umfasst, steht in jedem Anbieter-Programm; die Rechenlogik bleibt dieselbe, und sie ist der Punkt, an dem sich die Marge bemerkbar macht.

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Die Marge sitzt in jedem Teil, nicht nur im Ganzen

Betrachten wir einen illustrativen Zwei-Wege-Markt mit Quoten von je 1.90 – ein Rechenbeispiel, kein quotierter Preis. Der Quotenschlüssel dieses Marktes liegt bei etwa 96 %, die Marge also bei rund 4 %. Bei der anderen üblichen Ausgestaltung mit je 1.85 pro Seite fällt der Quotenschlüssel auf ungefähr 93 %, die Marge steigt entsprechend auf etwa 7 %. Diese Bandbreite ist die entscheidende Zahl einer Yankee-Wette, denn sie wird elfmal abgezogen: einmal in jeder Einzelwette, einmal in jeder Kombi.

Ein Beispiel, das den Effekt greifbar macht, ohne einen einzigen echten Preis zu benutzen. Vier Voraussagen mit je 1.90 ergeben für einen Einsatz von CHF 1 pro Teilwette eine Gesamtquote von 1.90 × 1.90 × 1.90 × 1.90 ≈ 13.03 in der Viererkombi. Der mögliche Rückfluss aus dieser einen Teilwette wäre also rund CHF 13.03 bei CHF 1 Einsatz, und der Nettogewinn rund CHF 12.03. Die Aussage endet dort: Was die Viererkombi zurückzahlt, wenn sie aufgeht, sagt nichts darüber, wie häufig vier Voraussagen zugleich aufgehen. Wer hier eine Gewinnwahrscheinlichkeit hineinliest, liest etwas hinein, das die Zahl nicht enthält.

Was bleibt, ist die strukturelle Beobachtung. Je mehr Teile eine Kombination hat und je mehr Teile eine Yankee bündelt, desto häufiger arbeitet die Marge – aber eine einzelne Kombi gleicht das nicht aus, weil sie nicht ausgezahlt wird. Ein Spielender, der elf Wetten kauft, kauft elf Mal denselben Abschlag, und die Auszahlungschance verändert sich dadurch nicht.

Wenn eine Voraussage wegfällt

Kombiwetten haben eine Eigenheit, die Systeme härter trifft als Einzelwetten. Wird ein Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn nachgeholt – oder im Rahmen eines Turniers nicht nachgeholt –, ist die betroffene Wette ungültig. Bei einer Einzelwette wird der Einsatz zurückbezahlt. In einer Kombinationswette erhält die Voraussage dagegen Quote 1.00, das heisst, sie zählt faktisch als neutraler Durchläufer.

Bei einer Yankee heisst das: Fällt einer der vier Tipps aus dem Programm, bleiben Kombis mit drei echten Voraussagen übrig und andere mit zwei. Die Struktur der Wette, für die man Elf-Teile-Einsatz bezahlt hat, ist nicht mehr die Struktur, die abgerechnet wird. Das ist kein Betrug, sondern eine Regel, die in den Bedingungen steht – aber es ist eine Regel, die man kennen sollte, weil sie den Wert des Systems still verändert.

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Der Vergleich: nach welchen Merkmalen eine Yankee-Wette überhaupt bewertet wird

Der übliche Fehler beim Vergleich von Wettanbietern ist, die lauteste Werbung zuerst zu lesen. Bei Systemwetten entscheidet Werbung nichts. Entscheidend sind Höchsteinsätze und Höchstgewinne, weil eine Yankee mit mittleren Einsätzen schnell an eine Grenze stösst; das Quotenniveau, weil die Marge elfmal abgezogen wird; und die Auszahlung, weil ein Systemgewinn nicht in Sekunden auf dem Konto ist.

Einordnung

Veranstalter Schweizer Bewilligung Organisator
Sporttip Veranstalter- und Spielbewilligung für ein Grossspiel nach BGS, Aufsicht Gespa SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel
Jouez Sport Veranstalter- und Spielbewilligung für ein Grossspiel nach BGS, Aufsicht Gespa Société de la Loterie de la Suisse Romande, Lausanne
1Bet keine Schweizer Bewilligung Betreibergesellschaft mit Sitz ausserhalb der Schweiz
Wettigo keine Schweizer Bewilligung Betreibergesellschaft mit Sitz ausserhalb der Schweiz
PowBet keine Schweizer Bewilligung Betreibergesellschaft mit Sitz ausserhalb der Schweiz
Cloudbet keine Schweizer Bewilligung Betreibergesellschaft mit Sitz ausserhalb der Schweiz
Bahigo keine Schweizer Bewilligung Betreibergesellschaft mit Sitz ausserhalb der Schweiz
BDMBet keine Schweizer Bewilligung Betreibergesellschaft mit Sitz ausserhalb der Schweiz
FortuneJack keine Schweizer Bewilligung Betreibergesellschaft mit Sitz ausserhalb der Schweiz
GG.BET keine Schweizer Bewilligung Betreibergesellschaft mit Sitz ausserhalb der Schweiz

Zwei Zeilen in dieser Übersicht sind eine Bewilligung, acht sind es nicht, und dazwischen gibt es nichts. Ein Bericht zur Bewilligungslage der acht ausländischen Marken liegt nicht vor – keine Aufsichtsbehörde und kein Register, die hier eine belastbare Zeile hergeben. In der Schweiz entfaltet eine ausländische Bewilligung ohnehin keine Wirkung.

Die Zahlen, die eine Yankee-Entscheidung tatsächlich tragen, stehen nicht in der Tabelle, weil sie von Markt zu Markt wandern: Höchsteinsatz und Höchstgewinn pro Wette. Bei Sporttip liegt der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette bei CHF 1’000 und für eine Systemwette bei CHF 10’000 – die Verzehnfachung ist die eigentliche Aussage über Systeme, denn sie spiegelt wider, dass eine Systemwette aus vielen Teilwetten besteht. Bei Jouez Sport liegt der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten bei CHF 500, und ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten. Das ist eine andere Konstruktion: Hier begrenzt nicht der Einzelsatz, sondern die Summe auf dem Schein.

Auf der Gewinnseite zieht Jouez Sport bei CHF 300’000 pro Einzel- oder Kombiwette eine Linie und bei CHF 1’000’000 für alle Gewinne eines Multiples zusammen. Sporttip publiziert keine entsprechende Obergrenze für den Gewinn.

Yankee, Super Yankee und Heinz: die Grundlagen im Detail

Wer elf Wetten kauft, kauft keine Versicherung. Der häufige Irrtum über Systeme aller Art ist, dass sie das Risiko senken. Sie tun das Gegenteil: Sie erhöhen den Umsatz zu einem fixen Einsatz und damit die Zahl der Wetten, auf die die Marge wirkt. Ein Yankee hat seinen Zweck nicht darin, Einzelwetten sicherer zu machen, sondern darin, die Reihenfolge der Richtigen flexibel zu belohnen.

Ein Golfball liegt auf einem gepflegten Grün nahe am Loch, im goldenen Licht der Abendsonne.
Der Gewinnbetrag einer Sporttip-Wette ergibt sich aus Einsatz mal Quote und wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet.

Was ein zweiter Richtiger wirklich wert ist

Der Vorteil liegt in einem bestimmten Szenario und nicht in einem allgemeinen. Wer vier Tipps als vier Einzelwetten spielt, hat mit zwei Richtigen zwei Gewinne und mit vier Richtigen vier. Wer dieselben vier als Yankee spielt, hat mit zwei Richtigen eine Zweierkombi, mit drei Richtigen drei Zweierkombis plus eine Dreierkombi, und mit vier Richtigen alle elf Teile.

Der Preis dafür ist, dass bei einer Yankee schon zwei Richtige gebraucht werden, um überhaupt etwas zurückzubekommen. Ein einzelner Treffer bei vier Tipps zahlt bei vier Einzelwetten mehr als nichts und bei einer Yankee nichts. Wer also mit einer mässigen Trefferquote rechnet, ist mit Einzelwetten oder einer kleineren Kombi besser bedient; wer vier Einschätzungen hat, denen er ähnlich stark vertraut, kann die Staffelung nutzen.

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Der Rechner und seine Grenze

Yankee-Rechner und Super-Yankee-Rechner sind im Netz reichlich zu finden, und sie rechnen alle dasselbe: das Produkt der Einzelquoten je Teilwette und die Summe über alle Teile. Die Zahl, die am Ende steht, ist mathematisch richtig und praktisch trotzdem unvollständig, weil sie nur den Fall «alles richtig» sauber darstellt.

Was ein Rechner nicht zeigt, ist die Gewichtung. Bei vier Tipps mit sehr unterschiedlichen Quoten – einer bei 1.40, einer bei 3.20 – tragen die hohen Quoten die Kombis, und die niedrige Quote bremst sie. Wer nur die Gesamtzahlungsaussicht betrachtet, sieht nicht, welche seiner vier Voraussagen das Ergebnis eigentlich trägt. Auch die Marge erscheint in keinem Rechnerfeld, obwohl sie in jeder Teilwette steckt. Und eine abgesagte Voraussage mit Quote 1.00 verändert die Abrechnung, was kein Rechner vorhersieht.

Auch die Rundung fehlt in der Regel. Wie hoch ein Gewinn am Ende ausfällt, hängt bei bewilligten Schweizer Veranstaltern von ihrer Rundungsregel ab.

Das Auszahlungsniveau als Vergleichsmass

Die Kennzahl, die Systemwetten fair vergleichbar macht, ist der Quotenschlüssel eines Marktes: der Anteil aller Einsätze, den dieser Markt zurückzahlt. Bei den illustrativ angenommenen Quoten von 1.90 pro Seite liegt er bei rund 96 %, bei je 1.85 bei ungefähr 93 %. Die Marge ist die Gegenrechnung: rund 4 % beziehungsweise etwa 7 %. Ein Anbieter mit höherem Schlüssel zahlt über die Menge der Wetten mehr zurück, und weil eine Yankee elf Teile hat, summiert sich der Unterschied.

Diese Bandbreite ist eine Faustregel für den Marktvergleich, keine Aussage über einen bestimmten Anbieter an einem bestimmten Tag. Zwei-Wege-Märkte liegen üblicherweise enger als Drei-Wege-Märkte, und die Marge eines Kombinationsmarkts ist nicht die Marge einer Einzelwette.

Wer das Auszahlungsniveau zweier Anbieter vergleichen will, ohne eine Wette zu platzieren, kann eine Zwei-Wege-Wette in beiden Programmen nachsehen und die Quoten gegenüberstellen. Weil Rückzahlungsanteile in Schweizer Angeboten nicht einheitlich publiziert werden, ist die Rechnung des Spielenden oft die einzige Grundlage.

Was das rechtlich bedeutet: warum es hier keinen Markt zu vergleichen gibt

In der Schweiz ist Sportwetten ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz, und eine Bewilligung gilt nur in der Schweiz. Die Aufsicht liegt bei der Gespa in Bern, nicht bei der ESBK, die ausschliesslich Casinos beaufsichtigt. Eine Veranstalterbewilligung und zusätzlich eine Bewilligung pro Spiel sind nötig, und die Kantone haben die Zahl der Veranstalter für Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt.

Diese beiden sind Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport. Eine Liste weiterer bewilligter Buchmacher existiert nicht, weil es keine gibt; die Gespa publiziert lediglich die Sperrliste mit den blockierten ausländischen Domains.

Das Vertragsgebiet entscheidet, welches Konto offensteht

Wer bei Sporttip ein Online-Konto eröffnen will, muss im Swisslos-Vertragsgebiet wohnen oder sich dort gewöhnlich aufhalten: in den Kantonen AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH, dazu im Kanton Tessin und im Fürstentum Liechtenstein. Jouez Sport bedient die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura; die Loterie Romande nennt als Kontaktadresse Avenue de Provence 14 in Lausanne und zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz.

Das ist die praktischste aller Grenzen und die am wenigsten diskutierte. Der Wohnort entscheidet nicht darüber, welche Quoten jemand sieht, sondern darüber, ob ein Konto überhaupt zustande kommt. Für eine Yankee-Wette bedeutet das: Wer in Zürich lebt, hat bei Jouez Sport keinen Zugang, und wer in Genf lebt, hat bei Sporttip keinen – und damit gibt es für einen erheblichen Teil der Schweiz gar keine Wahl zwischen zwei Systemangeboten, sondern nur eines. Die andere Seite der Medaille ist die Grösse: Die Loterie Romande wirtschaftet mit 2’350 Verkaufsstellen und 221 Mitarbeitenden, Swisslos mit dem Netz der Deutschschweizer Kantone.

Was eine Bewilligung an Auflagen mitbringt

Die Bewilligung ist kein Abzeichen, sondern ein Katalog von Einschränkungen, und wer sie mit ausländischen Angeboten vergleicht, vergleicht nicht dasselbe Produkt. Das erlaubte Angebot ist eine geschlossene Liste der Gespa mit den zugelassenen Sportarten, Wettkämpfen und Wettarten. Qualifikationsrunden erscheinen darauf nur, wenn sie gelistet sind, Frauenwettkämpfe nur, wenn sie gelistet sind, Ranglistenwetten nur, wenn die Rangierung über den Einzug in einen internationalen Wettkampf oder auf das Podest entscheidet – Wetten auf Trainingsläufe sind ausgeschlossen. Ecken- und Kartenmärkte fehlen auf der Liste ebenso wie eine Esport-Sektion. Ereignisse, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind gesperrt. Livewetten sind zulässig, sofern der Veranstalter über eine entsprechende Entscheidung verfügt; eine gesetzliche Beschränkung auf bestimmte Live-Märkte kennt das Gesetz nicht.

Zu den Auflagen gehört auch die technische Seite des Spielerkontos. Die Daten werden aus einem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft, jede Person darf sich nur einmal registrieren, und es darf keine Spielsperre bestehen. Ein Online-Konto verlangt Wohnsitz in der Schweiz und faktisch im Gebiet des jeweiligen Veranstalters. Wetten stehen Personen ab 18 Jahren offen; Minderjährige sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Wer als Wettkämpfer an einem Wettereignis teilnimmt, darf nicht auf dieses Ereignis wetten.

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Ausländische Seiten: der Preis der grösseren Auswahl

Die acht ausländischen Marken in dieser Übersicht haben keine Schweizer Bewilligung. Eine ausländische Bewilligung – aus Curaçao, Malta, Deutschland oder irgendeinem anderen Land – entfaltet in der Schweiz keine Wirkung. Daraus folgt eine Kette von Nachteilen, die für einen Yankee-Spielenden konkret wird: keine Verbindung zum Schweizer Sperrregister, keine Schweizer Aufsicht, kein Schweizer Rechtsschutz. Wer eine Auseinandersetzung über eine falsch abgerechnete Systemwette führen will, führt sie ohne Schweizer Instanz.

Das Organisieren von Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung ist eine Straftat – bis zu drei Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu fünf Jahren. Der Spielende wird nicht bestraft. Aber Einsätze und Gewinne können in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, und wer bei einer ausländischen Seite ein Konto hält, hat kein Instrument, das ihn davor schützt.

Die Sperrliste der Gespa existiert genau dafür. Schweizer Telekommunikationsanbieter blockieren die dort geführten Domains per DNS; die erste Liste erschien am 3. September 2019, und Ende 2025 standen 671 Domains darauf. Blockierte Domains werden innert Stunden ersetzt – die Aufsicht nennt dieses Vorgehen Domain-Hopping und führt unter anderem Interwetten, Bet-at-Home und bet365 auf der Liste. Für den Spielenden heisst das: Eine ausländische Seite ist auch dann nicht zuverlässig erreichbar, wenn sie gestern noch offen war, und ein System entscheidet man besser nicht auf einer Domain, die morgen gesperrt sein kann.

Von den Zahlungsseiten kommt kein Schutz. Die Schweiz kennt kein Instrument, mit dem Banken oder Kartennetzwerke Zahlungen an unbewilligte Wettseiten blockieren. Das ist keine Lücke, die jemand kurzfristig schliesst, und es bedeutet schlicht, dass eine Überweisung an eine ausländische Seite in der Praxis durchgeht. Bei bewilligten Veranstaltern gilt dagegen eine harte Regel: Gewinne und Guthaben werden nur auf ein Zahlungskonto mit dem Namen des Kontoinhabers bezahlt. Anonyme oder Krypto-Auszahlungen existieren im bewilligten Schweizer Wettangebot nicht, und Kredit an Spielende wird nicht gegeben.

Auch steuerlich ist die Lage nicht einheitlich. Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommenssteuerfrei und erst darüber steuerpflichtig – auf Bundesebene liegt die Schwelle ab dem 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000, im Jahr 2025 lag sie bei CHF 1’070’400. Die kantonale Schwelle weicht ab, bleibt also «je nach Kanton». Oberhalb der Schwelle behält der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ein, die über die Deklaration in der Steuererklärung zurückgeholt wird. Eine typische Wette liegt weit unter dieser Grenze: keine Einkommenssteuer, keine Verrechnungssteuer. Eine Wettsteuer auf Einsätze kennt die Schweiz nicht. Bei ausländischen Anbietern fällt keine Verrechnungssteuer an, dafür behandelt die kantonale Praxis – etwa im Thurgau – Gewinne aus ausländischen Grossspielen als vollständig steuerbares Einkommen, unabhängig von der Höhe. Wer eine grössere Systemwette plant, fragt einen Steuerberater oder die kantonale Steuerverwaltung.

Der Werberahmen gilt auch für diesen Text

Werbung darf nicht aufdringlich oder irreführend sein und sich nicht an Minderjährige oder gesperrte Personen richten. Werbung für ein in der Schweiz nicht bewilligtes Glücksspiel ist verboten und wird mit einer Busse von bis zu CHF 500’000 geahndet. Gratisspiele und Gratisguthaben brauchen die vorgängige Zustimmung der Gespa, die 2025 vierundzwanzig Zustimmungen an die Loterie Romande und acht an Swisslos erteilt hat. Bonusbeträge und Bedingungen ergeben sich ausschliesslich aus den Bedingungen der Veranstalter. Ein Werbeverbot zu bestimmten Tageszeiten gibt es nicht.

Die geprüften Anbieter im Einzelnen

Zehn Marken, in zwei Gruppen, die nicht vermischt werden dürfen. Die ersten beiden sind die einzigen, die Sportwetten in der Schweiz veranstalten dürfen. Die acht danach sind ausländische Seiten ohne Schweizer Bewilligung, die hier gelistet sind, weil Schweizer Spielende ihnen begegnen, und die nach denselben Kriterien eingeordnet werden.

Swisslos Sporttip: die Daten, die ein System aus dem Kopf verdrängt

Der Höchsteinsatz für eine Systemwette liegt bei CHF 10’000, der für eine Einzel- oder Kombinationswette bei CHF 1’000, der Mindesteinsatz bei CHF 1. Swisslos kann diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen – es gibt also kein Verhandeln an der Kasse. Die Relation zwischen den beiden Obergrenzen ist die eigentlich sprechende Zahl: Der Veranstalter traut einem System zehnmal so viel Einsatz zu wie einer Einzelwette.

Was einen Systemgewinn bei Sporttip betrifft, ist die Rechnung genau geregelt. Der Gewinnbetrag ergibt sich aus Einsatz mal Quote – bei Kombinationen aus Einsatz mal Gesamtquote, wobei die Gesamtquote das Produkt der Einzelquoten ist – und wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Bei einem System mit elf Teilwetten geschieht das elf Mal, und aus elf einzelnen Abrundungen wird ein Betrag, der sich durchaus sehen lassen kann. Wer einen Yankee-Rechner ohne diese Rundung benutzt, rechnet systematisch etwas zu hoch.

Für Kombinationen gibt es den Kombiboost, der nur online gilt – Prematch, Live und Systemwetten – und mindestens vier Voraussagen mit je mindestens Quote 1.50 verlangt. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn solchen Voraussagen; Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert. Für eine Yankee mit ihren vier Voraussagen ist die erste Stufe die relevante: 5 % auf den Nettogewinn, und das ist eine Grössenordnung, die man kennen sollte, bevor man den Boost als Kaufargument liest. Bei einem Nettogewinn von CHF 200 sind es CHF 10 – richtig, aber kein Grund, eine Wette zu spielen, die man sonst nicht gespielt hätte.

Cash-Out gibt es bei Sporttip für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Der Cash-Out-Betrag liegt tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann jederzeit geändert werden. Bei einer Yankee ist das eine besonders unhandliche Funktion, weil ein vollständiger Ausstieg die Staffelung auflöst, für die man bezahlt hat.

Zwei weitere Regeln, die Systeme betreffen. Bei Livewetten gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird; Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00, und in spielentscheidenden Situationen wie Elfmeter, Roter Karte oder Videoschiedsrichter-Entscheid kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung werden nur über die Bet-Builder-Funktion kombiniert; wird eine solche Kombination irrtümlich ohne diese Funktion angenommen, kann die ganze Kombinationswette für ungültig erklärt und der Einsatz zurückerstattet werden. Wer also zwei Märkte desselben Spiels in eine Yankee packt, sollte das über die dafür vorgesehene Funktion tun.

Zum Auszahlungsteil, der bei Systemen mehr wiegt als bei Einzelwetten. Swisslos zahlt Spielguthaben innerhalb von 365 Tagen zweimal gratis auf ein auf den eigenen Namen lautendes Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto aus; ab der dritten Auszahlung kann eine Kommission von 3 % belastet werden, und die Überweisung erfolgt innert 5 bis 10 Arbeitstagen. Gratisspielguthaben aus Promotionen ist nicht auszahlbar. Gewinne bis CHF 1’000 pro Spielbestätigungsquittung werden automatisch dem Wallet gutgeschrieben, Gewinne darüber bei bekannter Zahlungsverbindung innert 3 Arbeitstagen auf das Konto überwiesen. Bei einer Yankee entstehen aus einem Einsatz mehrere Auszahlungspositionen; wer den Gewinn auf dem Konto sehen will statt im Wallet, sollte die Zwei-Gratis-Auszahlungen im Jahr für die grösseren Beträge aufsparen. Nicht eingelöste Gewinne verfallen 26 Wochen nach der öffentlichen Bekanntmachung der Wettauswertung zugunsten des Swisslos-Zwecks; eine Einsprache bei verweigerter Auszahlung ist innert 10 Tagen per eingeschriebenem Brief zu erheben.

Das Konto selbst hat Grenzen. Spielguthaben lässt sich per Online-Zahlung oder Einzahlungsschein kaufen, mit einem Mindestbetrag von CHF 20; in 30 Tagen sind höchstens CHF 10’000 möglich, und ein Kauf ist nur möglich, solange das Wallet-Guthaben CHF 9’999 nicht übersteigt. Als Zahlungsart für das Aufladen des Spielkontos nennt Swisslos unter anderem PostFinance Pay, bei dem die Transaktion direkt in der PostFinance App bestätigt wird.

Fazit. Wer in der Deutschschweiz, im Tessin oder in Liechtenstein wohnt, findet bei Sporttip die einzige Umgebung, in der eine Yankee-Wette mit Schweizer Bewilligung, Schweizer Aufsicht und einer Verlustlimite spielbar ist – und muss dafür die geschlossene Wettliste, die Wohnsitzprüfung und eine Rundung auf 5 Rappen in Kauf nehmen. Der CHF 10’000-Systemeinsatz ist grosszügig genug, um nicht im Weg zu stehen; die 3-%-Kommission ab der dritten Auszahlung im Jahr ist die einzige Stelle, an der die Verwaltung eines Systemgewinns wirklich Geld kostet.

Loterie Romande Jouez Sport: tiefere Einzelsätze, klare Gewinndeckel

Jouez Sport nennt einen Mindesteinsatz online von CHF 2, in Verkaufsstellen CHF 3 und für Multiples CHF 2. Der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten liegt bei CHF 500, und ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten. Die Konstruktion unterscheidet sich damit grundlegend von der des Deutschschweizer Veranstalters: Nicht der Einzelsatz ist der Engpass, sondern die Summe auf dem Schein. Für eine Yankee, die als Multiples abgerechnet wird, ist der relevante Deckel also der Wettschein und nicht die Einzelwette.

Eine Kombiwette umfasst bei Jouez Sport 2 bis 10 Voraussagen; die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombi muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen. Der Höchstgewinn liegt bei CHF 300’000 pro Einzel- oder Kombiwette und bei CHF 1’000’000 für alle Gewinne eines Multiples zusammen. Zwei Deckel, die zusammenspielen: Ein einzelner Multiple kann theoretisch viel zahlen, aber die Gesamtsumme aller Multiples-Gewinne auf einem Schein endet bei einer Million.

Wer seine Yankee über mehrere Wettscheine streut, um den 7’500er-Deckel zu umgehen, spielt keine grössere Wette, sondern mehrere kleinere – mit denselben Quoten und derselben Marge. Die Verkaufsstellen sind hier ein realer Faktor: Die Loterie Romande betreibt 2’350 davon in der Westschweiz. Wer den Schein am Schalter abgibt, hat eine Beratung, die im Internet fehlt, und bezahlt dafür einen Mindesteinsatz von CHF 3 statt CHF 2.

Fazit. Der tiefere Einzeldeckel von CHF 500 ist der Punkt, an dem Jouez Sport für einen Yankee-Spielenden mit grösseren Einsätzen an Grenzen stösst, während der Gesamtdeckel von CHF 7’500 pro Multiple-Schein den Spielraum nach oben ohnehin begrenzt. Dafür sind die Gewinndeckel ausdrücklich publiziert, was ein Planungsvorteil ist: Wer vorher weiss, dass alle Multiples-Gewinne eines Scheins zusammen bei CHF 1’000’000 enden, kann den Einsatz danach wählen. In der Westschweiz ist das Angebot ohnehin das einzige mit Schweizer Bewilligung.

1Bet: ohne Schweizer Bewilligung

1Bet hat keine Schweizer Bewilligung. Nur Swisslos und die Loterie Romande dürfen Sportwetten in der Schweiz veranstalten; eine Bewilligung, wie sie für 1Bet berichtet wird, entfaltet in der Schweiz keine Wirkung. Die Folgekette ist dieselbe wie bei jeder ausländischen Seite: keine Verbindung zum Schweizer Sperrregister, keine Schweizer Aufsicht, kein Schweizer Rechtsschutz. Die Domain kann auf die Sperrliste der Gespa gesetzt und per DNS blockiert werden.

Fazit. Der Unterschied zu den beiden Bewilligten liegt nicht in der Wettart, sondern darin, was nach einem Streit über eine falsch abgerechnete Systemwette passiert: Es gibt keine Schweizer Stelle, die man anrufen kann, und ein Verfahren gegen den Anbieter kann Einsätze und Gewinne erfassen.

Wettigo: ohne Schweizer Bewilligung

Wettigo hat keine Schweizer Bewilligung. Auch hier gilt, dass nur Swisslos und die Loterie Romande Sportwetten in der Schweiz veranstalten dürfen und dass eine ausländische Bewilligung hier keine Wirkung hat. Der Anbieter ist nicht mit dem Schweizer Sperrregister verbunden, untersteht nicht der Schweizer Aufsicht, und es besteht kein Schweizer Rechtsschutz. Eine Aufnahme der Domain in die Sperrliste und die DNS-Blockierung durch Schweizer Telekommunikationsanbieter sind möglich.

Fazit. Wer eine Yankee bei einer Marke ohne Schweizer Bewilligung spielt, spielt sie ohne die Verlustlimiten-Logik, die bei einem bewilligten Veranstalter zur Kontoeröffnung gehört – und muss den Ausgleich selbst herstellen.

PowBet: ohne Schweizer Bewilligung

PowBet hat keine Schweizer Bewilligung. Die Rechtslage ist bei allen ausländischen Marken identisch: Nur Swisslos und die Loterie Romande sind die zwei nach interkantonalem Recht zugelassenen Veranstalter, und eine ausländische Bewilligung ist in der Schweiz wirkungslos. Es gibt keine Verbindung zum Schweizer Sperrregister, keine Aufsicht durch die Gespa und keinen Schweizer Rechtsschutz; ein Zugriff auf das Angebot ist für Schweizer Spielende daher mit dem Risiko einer DNS-Sperre verbunden.

Fazit. Bei einer Wette mit elf Teilwetten ist die Frage nicht, wer die höhere Quote zeigt, sondern wer die Abrechnung nachvollziehbar dokumentiert – und diese Nachvollziehbarkeit ist der Teil, den eine Schweizer Bewilligung mitbringt und eine ausländische Domain nicht.

Cloudbet: ohne Schweizer Bewilligung

Cloudbet hat keine Schweizer Bewilligung. Swisslos und die Loterie Romande sind die beiden Veranstalter, die in der Schweiz Sportwetten anbieten dürfen; eine ausländische Bewilligung ist hier wirkungslos. Es fehlen die Verbindung zum Schweizer Sperrregister, die Schweizer Aufsicht und der Schweizer Rechtsschutz, und die Domain kann auf die Sperrliste gesetzt werden. Krypto-Zahlungen, wie sie im Umfeld solcher Marken verbreitet sind, haben im bewilligten Schweizer Wettangebot keinen Platz: Gewinne und Guthaben gehen nur auf ein Zahlungskonto mit dem Namen des Kontoinhabers.

Fazit. Wer Wert darauf legt, das Guthaben einer Systemwette auf ein Konto im eigenen Namen auszahlen zu lassen, verliert bei dieser Marke die Absicherung, die genau dafür im Schweizer System eingebaut ist.

Bahigo: ohne Schweizer Bewilligung

Bahigo hat keine Schweizer Bewilligung. Für diesen Anbieter gilt wie für alle anderen ausländischen Marken: Sportwetten dürfen in der Schweiz ausschliesslich von den zwei lizenzierten Veranstaltern angeboten werden. Bahigo untersteht keiner Schweizer Aufsicht, ist nicht mit dem Sperrregister verknüpft und bietet keinen inländischen Rechtsschutz – die Domain ist zudem jederzeit von einer DNS-Blockierung durch die Gespa bedroht.

Fazit. Für eine Yankee mit ihren elf Teilwetten wiegt der Mangel an Rechtsschutz schwerer als bei einer Einzelwette, weil es elf Positionen gibt, über die man streiten könnte – und keine Instanz, vor der man es tut.

BDMBet: ohne Schweizer Bewilligung

BDMBet hat keine Schweizer Bewilligung. Nur Swisslos und die Loterie Romande dürfen Sportwetten in der Schweiz veranstalten; eine ausländische Bewilligung entfaltet hier keine Wirkung. Es bestehen keine Verbindung zum Schweizer Sperrregister, keine Schweizer Aufsicht und kein Schweizer Rechtsschutz, und die Domain kann auf die Sperrliste der Gespa gesetzt werden.

Fazit. Eine Marke ohne Schweizer Bewilligung überzeugt oder überzeugt nicht über ihre eigenen Bedingungen, denn eine Aufsichtsbehörde, die die Abrechnung einer Systemwette überprüfen könnte, steht dahinter nicht.

FortuneJack: ohne Schweizer Bewilligung

FortuneJack hat keine Schweizer Bewilligung. Swisslos und die Loterie Romande sind die einzigen Veranstalter, die der interkantonale Rahmen für Sportwetten zulässt, und eine Bewilligung dieses Anbieters hat in der Schweiz keine Kraft. Es fehlt die Verbindung zum Schweizer Sperrregister, die Schweizer Aufsicht und der Schweizer Rechtsschutz; eine DNS-Blockierung über die Sperrliste ist möglich.

Fazit. Bei einer Wette, deren Struktur sich mit einer abgesagten Voraussage still verändert, ist die Frage, welche Bedingungen gelten und wer sie durchsetzt, keine Formalität – und die Antwort fällt hier ohne Schweizer Rückhalt aus.

GG.BET: ohne Schweizer Bewilligung

GG.BET hat keine Schweizer Bewilligung. Da nur die zwei bewilligten Veranstalter in der Schweiz Sportwetten anbieten dürfen, ist eine ausländische Lizenz hier hinfällig; zudem fehlen sowohl eine Anbindung an das Schweizer Sperrregister als auch eine inländische Aufsicht oder Rechtsschutzmöglichkeiten. Ein Zugriff auf die Seite kann aufgrund der Sperrliste der Gespa jederzeit unterbunden werden.

Fazit. Für einen Spielenden, der eine Yankee als regelmässiges Konstrukt nutzt, ist ein Anbieter ohne Schweizer Bewilligung ein Anbieter ohne die Limiten-Struktur, die in der Schweiz zum Spielerschutz gehört – und das ist der Punkt, der über die Auswahl entscheidet.

Fragen und Antworten zu Yankee-Wetten in der Schweiz

Was ist eine Yankee-Wette, und aus welchen Teilwetten besteht sie?

Eine Yankee bündelt vier Voraussagen zu mehreren Einzel- und Kombinationswetten. In der üblichen Form entstehen elf Wetten: vier Einzelwetten, sechs Zweierkombis, vier Dreierkombis und eine Viererkombi. Es ist eine Systemwette, also eine Wette mit mehreren Teilen und nicht mehrere getrennte Wetten.

Wie viele Voraussagen müssen richtig sein, damit etwas zurückkommt?

Mindestens zwei. Ein einzelner Treffer aus vier Voraussagen zahlt bei einer Yankee nichts zurück, weil keine Kombi und keine Einzelwette mit nur einem Richtigen vollständig ist – anders als bei vier separate Einzelwetten. Ab zwei Richtigen entsteht eine Zweierkombi, ab drei kommen drei Zweier- und eine Dreierkombi hinzu.

Wie hoch ist der Höchsteinsatz bei Sporttip für eine Systemwette?

Bei Sporttip beträgt der Höchsteinsatz für eine Systemwette CHF 10’000, während für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1’000 gilt. Der Mindesteinsatz liegt bei CHF 1. Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen.

Worin unterscheiden sich Yankee, Super Yankee und Heinz?

Sie unterscheiden sich in der Zahl der Voraussagen und damit in der Zahl der Teilwetten. Die Yankee verknüpft vier Tipps, die Super Yankee fünf, der Heinz sechs. Mit jeder zusätzlichen Voraussage wächst die Zahl der Kombinationsstufen deutlich, und der Gesamteinsatz steigt entsprechend, weil jede Teilwette einzeln bezahlt wird.

Wie genau sind Yankee-Rechner, und was lassen sie weg?

Sie rechnen das Produkt der Einzelquoten je Teilwette und die Summe über alle Teile richtig. Sie lassen aber die Marge weg, die in jeder Teilwette steckt, sie zeigen den Ausgang einer abgesagten Voraussage mit Quote 1.00 nicht vorher, und sie kennen die Rundungsregel des Veranstalters nicht. Bei Sporttip wird der Gewinn zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen abgerundet.

Welche Veranstalter bieten in der Schweiz Systemwetten an, und was gilt bei ausländischen Seiten?

Nur Swisslos mit Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport dürfen Sportwetten in der Schweiz anbieten – ein Konto ist jeweils nur für Personen im eigenen Vertragsgebiet möglich. Ausländische Seiten haben keine Schweizer Bewilligung; es fehlen Schweizer Aufsicht, die Verbindung zum Sperrregister und jeder Schweizer Rechtsschutz, und ihre Domains können per DNS blockiert werden.

Inhalt erstellt vom Team «handicapwettench»